Demus, Margarethe

Demus-Quatember, auch Margarete, Margaretha; Bibliothekarin und Archäologin
* 12.5.1917, Kronsdorf, OÖ, † 24.11.2003, Wien

Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Alfred Demus, Pensionist.
Ausbildungen: Margarethe Demus-Quatember besuchte die Volks- und Realschule in Linz, OÖ. Am 4.6.1936 legte sie die Reifeprüfung ab und verbrachte die Jahre 1936–1938 in Rom und Sizilien, Italien, und 1939 in Griechenland. Bei Kriegsausbruch 1939 verrichtete sie anstelle des Arbeitsdienstes den Kriegshilfsdienst in polnischen Gebieten und wurde bis 1942 in der Ukraine notdienstverpflichtet.
1942–1948 studierte Margarethe Demus-Quatember klassische Archäologie und im Nebenfach Alte Geschichte, Kunstgeschichte und Philosophie. Sie promovierte in Archäologie in Verbindung mit Kunstgeschichte mit der Dissertation „Die Darstellung von Mutter und Kind in der antiken Kunst“ bei Prof. Praschniker und Prof. Keil. Die Qualität ihrer Arbeit wurde jedoch von beiden Professoren in ihren Kommentaren kritisiert.
Laufbahn: Margarethe Demus-Quatember ist später, neben Dr. Bruno Zimmel und Rev. Walter Edinger, Leiterin der Bibliothek des Bundesministeriums für Handel und Wiederaufbau, Wien.
Margarethe Demus-Quatember wurde am 5.12.2003 in der Feuerhalle, Wien Simmering, bestattet.

Literatur / Quellen

Vereinigung Österreichischer Bibliothekare (Hg.): Handbuch österreichischer Bibliotheken I: Bibliotheksverzeichnis Stand 1960. ÖNB, Wien 1961.
Völkerkunde studieren unter Hitler: Seminararbeit 2003/2004. Leitung: Prof. Dr. Andre Gingrich: http://www.univie.ac.at/Voelkerkunde/html/inh/fors/fors_pdf/VoelkerkHitler.pdf

Werke

Etruskische Grabarchitektur. Typologie und Ursprungsfragen. In: Deutsche Beiträge zur Altertumswissenschaft, Heft 11, Baden-Baden, Grimm, 1958.
Zur Weltwunderliste des Pseudo-Beda und ihren Beziehungen zu Rom. Böhlau, 1970.
Est et Alia Pyramis. Rom–Wien, Vlg. d. österr. Akademie der Wissenschaften 1974.
Monosandalos. In: RHMitt 19, 1977, S. 141–158.
Das Mädchen von Antium. Versuch einer Einordnung. Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Römische Abteilung, Bd. 87, 1980, S. 57–80.
Guglia di Babilonia. In: RHMitt 23, 1981, S. 213–225.
Ricordo di Roma. Mirabilia urbis Romae und Miraculi mundi auf einem Gemälde von Martin van Heemskerck. In: RHMitt 25, 1983, S. 203–223.
Bemerkungen zur Chronologie des Kolosses von Rhodos. In: FS Friedrich Wilhelm Deichmann 1986, S. 143–148.

Biografieautor:

Nastasja Stupnicki

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