Damisch, Dorothea

Bibliothekarin
* 15.4.1919, Wien, † 23.8.1998, Wien

Laufbahn: Nach dem Besuch der Volks- und Hauptschule ab 1938 bis 1945 als Kontoristin und Stenotypistin bei der Fa. Philipp Holzmann in Wien tätig. 1945 Ablegung der Externistenmatura (Realgymnasium Form C) beim Stadtschulrat für Wien. Von 1945 bis 1950 Englischstenotypistin bei der Allied Commission for Austria (BE) in Wien 12, Schönbrunnkaserne (Maria Theresien-Kaserne). Bei der Handelsschule Weiss legte sie noch eine Fachprüfung für Stenotypie ab. Dann kurze Beschäftigungen bei den Pfadfindern Österreich in Wien-Schönbrunn, Heinrich Fritsch KFZ- und Industriebedarf in Wien 7., in der Österreichischen Verlagsanstalt in Wien 3., bei der Fa. Adolf Riedl, KFZ- und Industrie-Bedarf und zuletzt in der Bundestheaterverwaltung in Wien 1. 1956 Einstellung als Schreibkraft bei der Österreichischen Nationalbibliothek. Hier wurde sie für die Abschreibung des alten handschriftlichen Zettelkataloges (Kapselkataloges), der nach der altösterreichischen Beschreibvorschrift ausgerichtet war, eingesetzt. 1958 Ablegung der Allgemeinen Kanzleiprüfung. 1967 Ablegung der Dienstprüfung für den Gehobenen Fachdienst an Bibliotheken. 1969 Dienstzuteilung als Bibliothekssekretär an die Bibliothek der Geologischen Bundesanstalt in Wien 3. 1975 Ernennung zum Wirklichen Amtsrat. September 1979 Versetzung in den dauernden Ruhestand.
Mit der Dienstzuteilung von Frau Damisch an die Bibliothek der Geologischen Bundesanstalt begann eine neue Zeit für die Bibliothek. Ab 1972 wurde hier der gedruckte Einheitszettel eingeführt, der auch zur Gründung eines neuen Sachkataloges unter der Leitung von T. Cernajsek führen sollte. Des Weiteren wurde der Fortsetzungs- und Zeitschriftenkatalog nach dem Muster der ÖNB neu und nach modernen Grundsätzen angelegt. Frau Damisch hatte auch die Aufgabe Zitate der so genannten „Österreich-Literatur“ – das ist geowissenschaftliche Literatur über Österreich – zu sammeln und jährlich eine druckreife Bibliographie vorzulegen. Die gesammelten Zitate sind in Folge der Einführung des gedruckten Einheitszettels auch in den Nominalkatalog nach P. I. eingeführt worden.
Frau Damisch war in ihrem Privatleben im Rahmen ihrer röm-kath. Pfarre Lichtental-Schubertkirche und der Caritas sozial engagiert. Daneben opferte sie sich für die Pflege ihrer alternden Mutter bis zum letzten Atemzug auf. Dorothea Damisch verschied am 23.8.1998 in ihrem 80. Lebensjahr und wurde im Beisein eines großen Teiles der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Geologischen Bundesanstalt am Friedhof Heiligenstadt, Wien 19., Wildgrubgasse 20, am 4. September 1998 zu Grabe getragen.

Literatur / Quellen

Personalakt [Geologische Bundesanstalt – Bibliothek – Wiss. Archiv – Biograph. Materialien.]

Biografieautor:

Tillfried Cernajsek

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