Tropper Jerica

Bibliothekarin
* 15.6.1892, Welschnofen, Südtirol (Nova Levante, Südtirol-Italien), † 10.2.1984

Herkunft, Verwandtschaften: Ihre Eltern waren der Oberforstrat Ing. Johann Franz Tropper aus Prerau in Mähren und Hermine geb. Weigl aus Sternberg in Mähren.
Ausbildungen: 1910 maturierte sie in Innsbruck, studierte an der Universität Innsbruck Germanistik und Anglistik, legte 1916 die Lehramtsprüfung ab, absolvierte 1917/18 das Probejahr und 1924 folgte die Promotion.
Laufbahn: All dies leistete sie, während sie bereits seit 1916 als wissenschaftliche Hilfskraft an der Universitätsbibliothek Innsbruck im Sekretariats- und Kanzleidienst tätig war. 1925 wurde sie in den mittleren Fachdienst (MaturantInnen) übernommen. Sie war die erste Bibliothekarin an der Universitätsbibliothek Innsbruck. Ihre mehrfachen Bemühungen sowie die ihrer Vorgesetzten um Aufnahme in den wissenschaftlichen Dienst (AkademikerInnen) blieben erfolglos, obwohl sie entsprechende Arbeit leistete: so erstellte sie z. B. den sog. „Tropperkatalog“, einen Schlagwortkatalog für Weltliteratur, Sprache und Kulturgeschichte der Bestände der Universitätsbibliothek Innsbruck zwecks rascherer Auskunftserteilung, leitete das Referat für moderne Literaturwissenschaft, Sprache und Kulturgeschichte oder betreute DissertantInnen bei der Literatursuche. In der Kollegenschaft genoss sie großes Ansehen. Sie hätte dank ihrer Qualifikationen an einer Höheren Schule unterrichten können, war aber von ihrem bibliothekarischen Beruf so erfüllt, dass sie die Zurücksetzung in Kauf nahm und stets fröhlich und unterhaltsam blieb, auch in ihrem Ruhestand, den sie mit 1.1.1958 antrat, in dem sie jedoch auf Basis eines Werkvertrages weiter an der Bibliothek arbeitete. Sie starb am 10.2.1984.
Auszeichnungen: Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

Literatur / Quellen

Personalakt, Mitteilungen von Hofrat Dr. Walter Neuhauser, Bibliotheksdirektor i.R. der Univ. Innsbruck.

Werke

Der Wortschatz in The Last Battle aus der Artussage bei Layamo, Huchown ‚ Arthur in Stanzen‘, Malory and Tennyson. Diss. Univ. Innsbruck 1924.

BiografieautorIn:

Edith Stumpf-Fischer

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