Klimburg-Salter, Deborah

* Florida, USA
Kunsthistorikerin

Studium klassisches Persisch, Kabul, Afghanistan; 1976 Ph.D., Harvard University; 1989 Habilitation, Universität Wien; Stipendiatin des Institute of Advanced Studies, Princeton, des Wissenschaftskolleg, Berlin, des Magdalen College, Oxford University, u. a.; ab 1994 Lehre, Institut für Tibetologie; ab 1996 Lehrstuhl für asiatische Kunstgeschichte, Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien; 2000-2004 und 2006 Vize-Chefin des Instituts für Kunstgeschichte, Wien; seit 2003 Mitglied des UNESCO International Coordinating Committee for Cultural Heritage, wissenschaftliche Inventurtätigkeit, Nationalmuseum Kabul, Afghanistan; Direktorin des Kooperationsprogramms Nationalmuseum Kabul und Universität Wien; korrespondierendes Mitglied des IsIAO (l’Istituto Italiano per l’Africa e l’Oriente), Rom; Mitglied des Ausschusses der EASAA (European Association of South Asian Archaeologists in Western Europe); Mitglied des Vorstandsausschusses des Nako Bewahrungsprojekts; Forschungsdirektorin des Giuseppe Tucci Photographic Archive sowie Gastkuratorin der Tucci Tibetischen Sammlung (MNAO); Direktorin der Forschungsplattform CIRDIS (Center for Research and Documentation of Inner and South Asia); Direktorin des Nationalen Froschungsnetzwerks; 2007 Österreichischen Forschungspreis.

Mit 19 Jahren lernt D. K.-S. erstmals Kabul kennen, wo sie klassisches Persisch studiert. Zu jener Zeit entwickelt sich ihre Affinität zu Afghanistan in das sie in späteren Jahren zurückkehren sollte. D. K.-S. ist neben klassischem Persisch außerdem bewandert in klassischem Tibetisch und Sanskrit. 1976 erhält sie ihren Ph.D. an der Harvard University. Über Los Angeles, USA, und Italien kommt D. K.-S. nach Wien, wo sie sich 1989 an der Universität Wien habilitiert. D. K.-S. war Stipendiatin des Institute of Advanced Studies, Princeton, des Wissenschaftskolleg Berlin, des Magdalen College, Oxford University, u. a. Ab 1994 lehrt sie am Institut für Tibetologie, ab 1996 erhält sie den wiedereingerichteten Lehrstuhl für asiatische Kunstgeschichte (während der NS-Zeit war dieser abgeschafft worden) am Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien. 2000 bis 2004 und erneut seit 2006 bekleidet sie das Amt der Vize-Chefin des Instituts für Kunstgeschichte.
Seit 2003 ist sie Mitglied des UNESCO International Coordinating Committee for Cultural Heritage, Afghanistan, wo sie mit der wissenschaftlichen Inventurtätigkeit am Nationalmuseum in Kabul betraut wird. Denn als es 2001 zur Zerschlagung der radikal-islamischen Taliban kam, hieß es, dass 70 Prozent der Kunstschätze des Nationalmuseums zerstört worden waren. Doch die Angestellten des Museums konnten die wertvollsten Kunstgegenstände heimlich retten. Im Zuge ihrer Tätigkeit initiiert D. K.-S. ein Kooperationsprogramm zwischen dem Museum in Kabul und der Universität Wien, dem sie als Direktorin vorsteht.
D. K.-S. ist korrespondierendes Mitglied des IsIAO (l’Istituto Italiano per l’Africa e l’Oriente), Rom und Mitglied des Ausschusses der EASAA (European Association of South Asian Archaeologists in Western Europe). Sie ist außerdem Mitglied des Vorstandsausschusses des Nako Bewahrungsprojekts und Forschungsdirektorin des Giuseppe Tucci Photographic Archive sowie Gastkuratorin der Tucci Tibetischen Sammlung (MNAO). Sie ist Direktorin der Forschungsplattform CIRDIS (Center for Research and Documentation of Inner and South Asia) und des Nationalen Forschungsnetzwerks, finanziert vom Österreichischen Wissenschaftsfonds, das sich mit der transdisziplinären Erforschung der westlichen Himalayaregion beschäftigt. Im Zuge dieser Feldforschungen arbeitet sie mit ihrem Team an der Darstellung der Kulturgeschichte der ganzen Region, wo sich chinesische, indische, persische und tibetische Kultur berührten und befruchteten. Eine Arbeit gegen die Zeichen der Zeit, denn viele der Tempel im Himalaya-Gebiet sind vom Verfall bedroht. Bei den Forschungsreisen ist sie mit ihren KollegInnen und Studierenden oft in Höhen zwischen drei- und viertausend Metern unterwegs. Für ihre außerordentlichen Leistungen wurde sie mit dem Österreichischen Forschungspreis des Jahres 2007 ausgezeichnet.
D. K.-S.s Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Buddhistischen Kunstgeschichte Nordindiens, der Tibetischen Kunstgeschichte, der Handschriftenmalerei Indiens und Tibets bis zum 15. Jahrhundert und der Archäologie Südasiens.

Werke

Tabo Monastery. Art and History. With an Interview of Geshe Sonam Wangdu by Peter Stefan and a Tibetan Summary. Vienna, Delhi, 2006.
Tabo. A Lamp for the Kingdom, Milan. Skira, 1997; Thames and Hudson, New York, 1998.
Buddha in Indien. Die frühindische Skulptur von König Aśoka bis zur Guptazeit (exhibition catalogue). Skira, Milan, Vienna, 1995.
The Kingdom of Bāmiyān: The Buddhist Art and Culture of the Hindu Kush. Istituto Universitario Orientale & IsMEO, Naples, Rome, 1989.
The Silk Route and the Diamond Path: Esoteric Buddhist Art on the Trans-Himalayan Trade Routes, with contributions by Klimburg, M. / Snellgrove, D. / Staal, F. / Strickmann, M. / Trungpa, C.: UCLA Arts Council, Los Angeles, 1982.

Literatur / Quellen

Gem. mit Alram, M. / Inaba, M. / Pfisterer, M. (Hg.): Coins, Art and Chronology II. The First Millenium CE in the Indo-Iranian Borderlands. Vienna, 2010.
Gem. mit Junyan, L. / Tauscher, H. / Yuan, Zhou (Hg.): The Cultural History of Western Tibet. Recent research from the China Tibetology Research Center and the University of Vienna. (Wiener Studien zur Tibetologie und Buddismuskunde 71). Arbeitskreis für Tibetische und Buddhistische Studien China Tibetology Research Center, Vienna, Beijing, 2008.
Gem. mit Tropper, K. / Jahoda C. (Hg.): Word, Picture and Song in Transdisciplinary Dialogue. Proceedings of the Tenth Seminar of the International Association for Tibetan Studies. Oxford, 2003; Leiden, 2007.

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