Hein Marie

geb. Kirchner, Maria Anna Karolina

* 18.1.1853, Wien, † 18.3.1943, Wien
Forschungsreisende, Sammlerin und Ethnographin

Im Jahr 1901 brach M. H., damals bereits 48 Jahre alt, gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Arabisten und Privatdozenten für Ethnographie an der Universität Wien, Wilhelm Hein, zu ihrer ersten und einzigen gemeinsamen Expedition in das südliche Arabien, den heutigen Jemen, auf. Bereits seit seiner frühesten Jugend hatte Wilhelm Hein (1861–1903) von einer derartigen Feldforschung geträumt, nun konnte er, begleitet von seiner Frau, im Auftrag der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien, endlich seinen Traum in die Tat umsetzen. Der Forschungsaufenthalt verlief durchaus erfolgreich, wenn auch beeinträchtigt durch die politischen Rahmenbedingungen, Wilhelm Hein machte umfangreiche Sprachaufnahmen, erfasste statistische und geographische Daten, das Ehepaar, insbesondere M. H., legte naturkundliche und ethnographische Sammlungen an, es wurde fotografiert und dokumentiert. Einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen trug, wie wir nicht zuletzt einigen Aussagen maßgeblicher Wissenschaftler dieser Zeit entnehmen können, M. H. bei, allerdings trat sie selber nicht oder nur eingeschränkt als Wissenschaftlerin in Erscheinung, hielt sich auch, wie das den damaligen Gepflogenheiten wissenschaftlich „mitarbeitender“ Ehefrauen entsprach, selbst im Hintergrund, etwa in Publikationen nach dem Tod Wilhelm Heins. Allerdings konnte sie aufgrund ihrer aktiven Beteiligung an den Forschungen und ihrer umfassenden diesbezüglichen Kenntnisse doch nach dem Tod ihres Mannes zunächst eine auf ein Jahr befristete und schließlich eine fixe Anstellung am k. k. Naturhistorischen Hofmuseum in der anthropologisch-ethnographischen Abteilung erlangen, was jedoch ohne den Tod ihres Mannes vermutlich nicht möglich gewesen wäre.
Ob M. H. dieselben Ambitionen im Hinblick auf die Erforschung des südlichen Arabiens hegte wie ihr Mann, darüber können bei der derzeitigen Quellenlage nur Mutmaßungen angestellt werden. Die Vermutung liegt jedoch nahe, dass sie reges Interesse daran hegte, da sie nicht nur die wissenschaftliche Karriere ihres Mannes begleitet hatte, sondern sich in die Forschungen vor Ort aktiv einbrachte und sich auch entsprechend vorbereitete.
Über das Leben M. H.s bis zum Zeitpunkt dieser Reise wissen wir kaum etwas. Sie heiratete 1889, im Alter von 36 Jahren, Wilhelm Hein, der um acht Jahre jünger als sie war. Die Heirat wurde erst ermöglicht, als Wilhelm Hein, nach zweijährigem unbezahltem Volontariat, eine Anstellung als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter an der anthropologisch-ethnographischen Abteilung des naturhistorischen Hofmuseums erhielt. M. H. begleitete die wissenschaftliche Karriere ihres Mannes und unterstützte ihn auch rege. Sie dürfte auch eine gute Schulbildung genossen haben, auf dem Grundbuchsblatt des Naturhistorischen Museums sind als Sprachkenntnisse Französisch, Englisch, Italienisch und Spanisch angeführt, allerdings ist hier nur Besuch einer Unterrealschule vermerkt. Das Ehepaar lebte im Haus der Eltern von Wilhelm Hein in Donaufeld, heute ein Teil von Floridsdorf, in der Donaufeldstraße 2. Erst in den letzten Monaten vor Wilhelm Heins Tod übersiedelt das Ehepaar in die Wohnung der Schwester Wilhelm Heins, Josefine Grill (vgl. Todfallsaufnahme WStLA W. Hein).
Im Jahr 1901 wurde Wilhelm Hein von der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien beauftragt, in Makalla in Südarabien Sprachstudien vorzunehmen, insbesondere die noch kaum erforschten Mahra zu untersuchen. Weitere Subventionen erfolgten durch das Unterrichtsministerium und das Hofmuseum, entsprechend vielfältig waren die erteilten Aufträge. Es sollten, wie Wilhelm Hein festhält, „sprachliche, ethnographische und geographische Forschungen“ vorgenommen, und es sollten Sammlungen angelegt werden. Damit wurde insbesondere M. H. beauftragt, so wurde sie vorab „von den Herren des Museums im Präpariren zoologischer Objecte unterwiesen“, wie Hein 1902 in seinem Bericht an die Akademie der Wissenschaften notiert.
Die Abreise von Wien erfolgte am 1. Dezember 1901, nach zweiwöchiger Fahrt langte das Ehepaar Hein in Aden ein. Aufgrund der politischen Lage schlug der englische Resident vor Ort jedoch vor, nach Qishn (Gischin) zu gehen und ihre Forschungen dort durchzuführen. Er wollte für den Transport auch das Regierungsschiff „Mayo“ zur Verfügung stellen. Ihr Mann nimmt das Angebot gerne an, da „Gischin das Zentrum des Mahralandes und Sitz des Sultans ist“, wie M. H. in einer Publikation 1914 festhält. Dort blieben sie über einen Monat. Um während ihrer Forschungen besseren Zugang zu den Menschen zu bekommen, legten sie arabische Tracht an.
Nachdem sie am 25. Jänner in Qishn angelangt waren, gestaltete sich der Aufenthalt allerdings schwierig. Der dortige Sultan verlangt eine hohe Gebühr, die die Heins weder zahlen konnten noch wollten. Immer wieder verweigerte der Sultan den Ausgang, sofern er nicht mehr Geld bekäme. Zunächst machen sie trotzdem weiterhin Exkursionen, doch zuletzt wurden sie unter Hausarrest gestellt. Am 30. März langte das britische Regierungsboot wieder ein, um sie zurückzuholen. Damit wurden M. und Wilhelm aus der zunehmend bedrohlicher werdenden Situation befreit. Die wissenschaftliche Ausbeute war dennoch beachtlich und für Wilhelm Hein zufriedenstellend. Neben intensiven Sprachstudien hatte er statistische und topographische Daten gesammelt, M. H. hatte eine Fülle von Objekten gesammelt und präpariert. Wilhelm Hein hebt in seinem Bericht insbesondere die Leistung seiner Frau hervor, sie habe „täglich von früh Morgens bis spät Nachts an der Conservierung der verhältnismäßig reichen zoologischen und botanischen Erwerbungen“ gearbeitet, „zu denen sich auch eine ethnographische Sammlung gesellte“. So konnten schließlich 13 Kisten nach Wien geschickt werden. Und neben dieser wissenschaftlichen Tätigkeit übte sie auch „eine ärztliche Praxis aus, wobei sie geradezu entsetzliche, von Blut und Eiter strotzende Beinwunden zu verbinden hatte“. Weitere 11 Kisten mit Sammelobjekten senden die Heins aus Shaikh ‘Othmān, einem Dorf an der Küste, wo sie nach ihrer Rückkehr aus Qishn fast einen Monat verbringen, um ihre wissenschaftlichen Studien fortzusetzen und zu ergänzen. Dort sammelte M. H., wie ihr Ehemann festhält „die für den Hafen von Aden charakteristischen Fische und sonstigen Thiere“. Wilhelm Hein setzt seine Sprachstudien fort, legt Glossare an und fotografiert wieder, wie im ersten Monat in Aden, zahlreiche Frauen. Ob daran auch M. H. beteiligt war, darüber erfahren wir in seinem Bericht nichts.
Aus diesen Ausführungen wird deutlich, dass Wilhelm Hein die Leistungen seiner Frau in wissenschaftlicher Hinsicht bis zu einem gewissen Ausmaß durchaus anerkannte. Doch bestimmte Teilbereiche der Forschung sparte er aus, etwa die sprachwissenschaftlichen Studien. Diese wurden jedoch von Angehörigen der Scientific Community hervorgehoben, etwa vom Arabisten David Heinrich Müller, dem früheren Lehrer Wilhelm Heins, der die Expedition initiiert hatte. In der Einleitung der von ihm herausgegebenen und von Wilhelm Hein gesammelten Texte weist er explizit auf die besonderen Verdienste M. H.s im Hinblick auf die Publikation des Manuskriptes hin, wodurch sie ihm die Arbeit „[s]ehr erleichter[t]“ habe. Hier lobt Müller nochmal die große Kenntnis von M. H. im Hinblick auf die wissenschaftliche Arbeit ihres Mannes und wie wichtig ihre Unterstützung für die Herausgabe seiner Manuskripte war. Sie habe diese nicht nur „mit größter Sorgfalt“ aufbewahrt, sondern „wußte über alle Einzelheiten der Reise und der Sammlungen Bescheid, konnte mir Kopien von schlecht geschriebenen und schlecht erhaltenen Glossen anfertigen.“ Sein abschließender Befund diesbezüglich lautet „Sie hat sich wie um die Forschungsreise ihres Mannes, so auch um die Herausgabe dieser Texte wirkliche und anerkennenswerte Verdienste erworben, was hier ausdrücklich und mit Dank hervorgehoben werden möge.“ (Müller 1909: S. XXVIII)
Auch der Zoologe Franz Steindachner, der damalige Intendant des k. k. naturhistorischen Hofmuseums, betonte in seinem Artikel zu den „Fischen aus Südarabien und Sokóktra“, veröffentlicht 1902, den wichtigen Beitrag M. H.s an den Forschungen, verwies insbesondere auf die Sorgfalt, mit der sie „die einheimischen Namen für die überbrachten Fische“ festhielt, weshalb er „dieselben nach ihren Angaben in phonetischer Schreibweise“ übernommen habe. Er war auch überzeugt, dass „der wissenschaftliche Erfolg der nach Arabien unternommenen Reise Dr. Hein’s zu nicht geringem Teile auch dem Umstand zu danken [sei], daß seine Frau ihn auf dieser gefahrvollen Reise begleitete u. auf das Trefflichste bei seinen linguistischen Studien unterstützte“. Zur Bedeutung des von „Herrn und Frau Dr. W. Hein“ gesammelten „ichthyologischen Material[s]“ weist er insbesondere darauf hin, dass diese „Aufsammlungen einen bedeutenden wissenschaftlichen Wert in zoogeographischer Beziehung“ hätten, „[d]a über die Fischfauna der arabischen Südküste wegen der großen Schwierigkeit eines langen Aufenthaltes in diesen unwirtlichen Gegenden für Europäer nur äußerst dürftige Nachrichten vorliegen“.
Steindachner befürwortete auch eine Gnadengabe für die nach dem Tod ihres Ehemannes mittellose M. H. Doch war diese Zuwendung letztlich nicht erforderlich, da sie unmittelbar nach dem Tod ihres Ehemannes, auf Ansuchen vom 25.11.1903, mit der Inventarisierung der ethnographischen Sammlungen betraut wurde, die sie im Jemen gemeinsam mit ihrem Mann angelegt hatte. Zunächst wurde sie für ein Jahr mit den „Agenden einer Beamtenstelle an der anthropologisch-ethnographischen Abteilung“ betraut. Schließlich wurde sie in ein unbefristetes Dienstverhältnis übernommen. Dies ist zweifellos dem Umstand zu verdanken, dass M. H. ihren Mann bei seinen Forschungen nicht nur unterstützte, sondern aktiv daran beteiligt war und über umfassende Kenntnisse darüber verfügte. Unter anderem stammt von M. H. eine relativ genaue Dokumentation der insgesamt 336 ethnographischen Objekte im Inventarband des Museums aus dem Jahr 1902.
Aus zeitgenössischen Aussagen lässt sich jedoch schließen, dass er doch beträchtlich gewesen sein dürfte. Da Wilhelm Hein bald nach der gemeinsamen Expedition verstarb, blieb die Aufarbeitung der Ergebnisse in relativ eingeschränktem Rahmen, er konnte nur einen Artikel selbst publizieren. So entschloss sich M. H. schließlich 1914, die von ihrem Mann angelegten Itinerarien zu veröffentlichen, um sie für künftige Forschungen zugänglich zu machen. Auch zu der von Müller im Jahr 1909 vorgenommenen Herausgabe der von ihrem Mann aufgezeichneten Mehri- und Hadrami-Texte leistete sie, wie bereits erwähnt, wesentliche Beiträge. Sie steuerte zu diesem Band auf Wunsch Müllers auch ein Verzeichnis sämtlicher Gewährsmänner mit kürzeren oder längeren Personenbeschreibungen bei, da sie „alle die Leute genau kannte“, sie konnte somit „bei jedem die von ihm herrührenden Stücke“ verzeichnen. Weiters führte sie Hinweise bei den Personen an auf nicht im Band publiziertes Material. Insbesondere hier wird deutlich, dass M. H. auch mit den sprachwissenschaftlichen Forschungen im Jemen umfassend vertraut war und mit diesem Material auch arbeiten konnte. Wie groß M. H.s Anteil an den Forschungen im Jemen tatsächlich war und ob sie in allen Teilbereichen mitarbeitete, kann heute allerdings nicht mehr im Detail eruiert werden.
Immer wieder werden in Zitaten sowohl von Steindachner als auch von Müller deutlich, dass M. H. über ausreichend Sprachkenntnisse verfügte. So meint er an einer Stelle seiner Einleitung (S. XXVII), dass zwar ein großer Teil des linguistischen Materials von Wilhelm Hein selbst niedergeschrieben und von ihm „mit Übersetzung und Noten versehen“ worden sei. Weiters führt er jedoch an: „Der Rest wurde von Frau Dr. Hein geschrieben und von ihm revidiert.“
Die Ergebnisse der Sammeltätigkeit in naturkundlicher Hinsicht waren durchaus beachtlich, und sie wurden von facheinschlägigen Wissenschaftlern untersucht, wie den Annalen des k. k. naturhistorischen Hofmuseums der folgenden Jahre zu entnehmen ist. So habe das Museum von M. H. eine „wertvolle Kollektion zoologischer und botanischer Objekte“, erhalten, darunter 44 Vogelbälger, an ichthyologische Objekten „86 Arten in 367 Ex.“, an Amphibien und Reptilien „11 Arten in ca. 40 Ex.“, sowie an Insekten der Ordnungen Diptera „90 Stück (1 Art)“ und Hymenoptera „72 Stücke (14 Arten)“. Die botanische Sammlung blieb jedoch lange Jahre unbearbeitet. Herbert Schifter beschäftigt sich in einem kurzen Text aus dem Jahr 1989 mit der Vogelsammlung von M. H. im Naturhistorischen Museum, die sie im Februar und März 1902 in Qishn gesammelt hatte. Er erläutert, dass sich unter den 44 Vogelbälgen „auch Exemplare der erst kurz zuvor (1899) aus Südarabien neu beschriebenen Unterart Oedicnemus capensis dodsoni“ befunden hätten, des „vorher nur aus Afrika bekannten Kaptriels Burhinus capensis“.
Die ethnographische Sammlung von M. und Wilhelm Hein, die 336 Objekte umfasst, befindet sich heute, ebenso wie eine Anzahl von Fotografien, im Weltmuseum in Wien. Alfred Janata, der damalige Kustos für Südarabien im Museum für Völkerkunde in Wien, verweist in einer Museums-Publikation aus dem Jahr 1989 auf die große Bedeutung insbesondere jener Objekte, die im Küstenort Qishn gesammelt wurden. Durch diese Kollektion des Ehepaares Hein, die 181 Nummern umfasst, ergänzt durch jene von Walter Dostal aus den 1960er Jahren, „kann das Wiener Museum für Völkerkunde, als weltweit einziges, den materiellen Bestand dieser in ihrer Schlichtheit doch so vielfältigen Kultur erstmals geschlossen vorzeigen und dokumentieren“. So erlaube das „Material der Hein-Sammlung … eine nahezu lückenlose Darstellung des extrem kargen Bestandes an Sachgütern“ dieser Gesellschaft. Besonders bemerkenswert sei die Vollständigkeit der Sammlung insbesondere angesichts der „besonders widrigen Lebensumstände der Heins“ während ihres Aufenthaltes in Qishn. Eine zentrale Bedeutung hätten auch die Sprachforschungen „als erste die südsemitische Sprache der Mahra aufgenommen“.
Im Fotoarchiv des Weltmuseums befinden sich laut Axel Steinmann, Kustos im Museum, „142 kaschierte Abzüge von minderer Qualität nach nicht mehr vorhandenen Glasnegativen“, im Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften werden „Aufnahmen jemenitisch-arabischer Lieder, die von Wilhelm Heins Informanten ‘Ali bin ‘Amer (1902) stammen“, aufbewahrt. Das Inventarbuch aus dem Jahr 1922 verzeichnete allerdings ursprünglich „151 Copien der von Dr. Wilhelm Hein in Südarabien (Aden, Schaich-Othman, Gischin) aufgenommenen Photographien, Winter 1901-1902“ sowie „95 Kodakaufnahmen von Aden (Dr. W. Hein.)“.
M. H. arbeitete am Naturhistorischen Museum in Wien bis zum 31. Juli 1925, als sie im 73. Lebensjahr in Pension ging. Über ihre weiteren Lebensjahre ist nichts bekannt. Sie verstarb zwei Monate nach ihrem 90. Geburtstag, am 18. März 1943, im „Kaiserin Elisabeth-Heim für Witwen, Waisen, Frauen und Mädchen des gebildeten Mittelstandes“, in der Blindengasse 44, im 8. Wiener Gemeindebezirk.
Abschließend kann festgehalten werden, dass zwar maßgebliche Vertreter der Wissenschaft, wie David Heinrich Müller oder Franz Steindachner, den Beitrag von M. H. an den Forschungen im Jemen anerkannten und lobten. Dies verhalf ihr letztendlich vermutlich zu ihrer lebenslangen Anstellung im naturhistorischen Hofmuseum, wodurch sie ihrer finanziellen Probleme enthoben wurde, auch wenn sie während der 12 Jahre ihrer Tätigkeit im Museum nie mehr als die ursprünglich zugestandenen hundert Kronen monatlich erhielt. Vor dem Hintergrund der strukturellen Rahmenbedingungen blieben ihre Möglichkeiten, sich in der Wissenschaft zu verwirklichen, letztendlich äußerst begrenzt. Ein Studium war Frauen in dieser Zeit noch verwehrt, ebenso eine höhere Stellung im Staatsdienst. Eine eigenständige wissenschaftliche Publikationstätigkeit war Frauen an der Wende zum 20. Jahrhundert praktisch unmöglich, wissenschaftliche Tätigkeit meist nur als Mitarbeiterin oder „Assistentin“ eines Ehemanns möglich. So blieben wissenschaftlich ambitionierten Frauen wie M. H., trotz erwiesenermaßen vorhandener intellektueller Fähigkeiten, letztendlich nur untergeordnete Tätigkeiten im Wissenschaftsfeld zugänglich.

Werke

Exkursion nach Statzendorf. In: Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft Wien, Bd. 33, 1903, S. 99-102.
Vorbemerkung. In: Dies. (Hg.): Südarabische Itinerare. Erkundet von Wilhelm Hein. In: Mitteilungen der k. k. Geographischen Gesellschaft in Wien, Bd. 57, Heft 1-3, 1914, Wien, S. 32- 35.
(Hg.): Südarabische Itinerare. Erkundet von Wilhelm Hein. In: Mitteilungen der k. k. Geographischen Gesellschaft in Wien, Bd. 57, Heft 1-3, 1914, Wien, S. 32-58.
Bibliographie (Zusammenstellung). In: Sieger, R.: Zur Erinnerung an Wilhelm Hein. In: Geographischer Jahresbericht aus Österreich, 4. Jg., 1906 [Sonderdruck, auch: Bericht des Vereines der Geographen an der k. k. Universität, Wien], S. XXV-XXVII. [Auch abgedruckt in: Müller, D. H. (Hg.): Mehri- und Hadrami-Texte gesammelt im Jahre 1902 in Gischin von Dr. Wilhelm Hein. Kaiserliche Akademie der Wissenschaften: Südarabische Expedition, Bd. 9, Wien, 1909: Alfred Hölder, S. XXV-XXVI.]
Verzeichnis der Gewährsmänner. In: Müller, D. H. (Hg.): Mehri- und Hadrami-Texte gesammelt im Jahre 1902 in Gischin von Dr. Wilhelm Hein. Kaiserliche Akademie der Wissenschaften: Südarabische Expedition, Bd. 9, Wien, 1909: Alfred Hölder, S. XIX-XXI.

Literatur / Quellen

Janata, A.: Österreicher in Jemen: Personen und Aktionen. In: Janata, A., unter Mitarb. von Karner, H. / Meissner, R.: Museum für Völkerkunde Wien: Jemen. Im Land der Königin von Saba. Eine Ausstellung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung, Museum für Völkerkunde Wien, 16.12.1989 – 10.6.1990, Wien: Bundesmin. für Wiss. u. Forschung, 1989, S. 21-53.
Janata, A.: Weihrauch, Fische und Mundraub: Mahra-Beduinen in Südjemen. In: Janata, A., unter Mitarb. von Karner, H. / Meissner, R.: Museum für Völkerkunde Wien: Jemen. Im Land der Königin von Saba. Eine Ausstellung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung, Museum für Völkerkunde Wien, 16.12.1989 – 10.6.1990, Wien: Bundesmin. für Wiss. u. Forschung, 1989, S. 227-254.
Müller, D. H.: Einleitung. In: Ders. (Hg.): Mehri- und Hadrami-Texte gesammelt im Jahre 1902 in Gischin von Dr. Wilhelm Hein. Kaiserliche Akademie der Wissenschaften: Südarabische Expedition, Bd. 9, Wien 1909: Alfred Hölder, S. VII-XXVIII.
Schifter, H.: Exkurs: Vögel aus Südarabien im Naturhistorischen Museum Wien. In: Janata, A., unter Mitarb. von Karner, H. / Meissner, R.: Museum für Völkerkunde Wien: Jemen. Im Land der Königin von Saba. Eine Ausstellung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung, Museum für Völkerkunde Wien, 16.12.1989 – 10.6.1990, Wien: Bundesmin. für Wiss. u. Forschung, 1989, S. 40-41.
Sieger, R.: Wilhelm Hein [Nachruf]. In: Wiener Zeitung, Nr. 66, Sonntag 20. März 1904, S. 3-6.
Sieger, R.: Zur Erinnerung an Wilhelm Hein. In: Geographischer Jahresbericht aus Österreich, 4. Jg., 1906 [Sonderdruck, auch: Bericht des Vereines der Geographen an der k.k. Universität, Wien], S. XV-XXVII.
Steindachner, F.: Fische aus Südarabien und Sokóktra, bearbeitet von Steindachner, F. In: Denkschrift der math.-naturw. Kasse der kais. Akad. der Wissenschaften, Bd. LXXI, 1902, S. 121-168.
Steinmann, A.: „Ethnographie treiben, heißt scheitern lernen.“ Wilhelm und Marie Hein. In: Seipel, W. (Hg.): Die Entdeckung der Welt. Die Welt der Entdeckungen. Österreichische Forscher, Sammler, Abenteurer. Ausstellungskatalog des Kunsthistorischen Museums, Wien 2001, S. 413-421.
Sturm, G.: Leben für die Forschung: Das Ethnologenehepaar Wilhelm und Marie Hein in Südarabien (1901/02), Wien: Verlag der Österr. Akademie der Wissenschaften, 2007. (= Sammlung Eduard Glaser, 15; Denkschriften / Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, 360).
Archiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
Naturhistorisches Museum Wien, Sammelobjekte, Archiv für Wissenschaftsgeschichte.
Weltmuseum Wien (früher Museum für Völkerkunde), Schriftarchiv, Fotosammlung, Sammelobjekte.

BiografieautorIn:

Gabriele Habinger

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