Haider-Pregler, Hilde

* Wien
Theaterwissenschafterin und Theaterkritikerin

Besuch des Realgymnasiums im 19. Bezirk, Billrothstraße, Matura mit Auszeichnung. 1959/60 Beginn des Studiums der Theaterwissenschaft, Germanistik, Romanistik und Philosophie an der Universität Wien. Bereits während des Studium kulturjournalistische Tätigkeit, ab 1965 wissenschaftliche Hilfskraft bei der „Kommission für österreichische Theatergeschichte“ an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 1966 „Promotio sub auspiciis Praesidentis rei publicae“ und Beginn als Universitätsassistentin am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Wien, Institutsvorstand Margaret Dietrich, ab 1967 selbständig in der Lehre tätig. 1969 Geburt des Sohnes Michael. 1978 Habilitation für das Gesamtfach Theaterwissenschaft. 1987 Berufung zur Universitätsprofessorin. 1989 bis 1999 Vorstand des Instituts für Theaterwissenschaft, 2000 bis 2004 Vizestudiendekanin der Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften der Universität Wien. 2006 Pensionierung, bei gleichzeitiger Fortsetzung der Lehr- und Forschungstätigkeit.
Darüber hinaus Lehr- und Vortragstätigkeit an zahlreichen Universitäten in Europa, Kanada, den USA, in Taiwan, Afrika und in Australien, sowie Gastprofessuren an den Universitäten Leipzig, München, Strasbourg und Ostrava.

H. P.-H.s Hauptforschungsgebiete sind österreichische Dramatik und Theatergeschichte (vor allem 18. und 20. Jahrhundert), Gegenwartstheater, Theater und Drama der griechischen Antike, Theater der französischen Klassik, Theater im Zeitalter der bürgerlichen Aufklärung (im deutschen und französischen Sprachraum), Exilforschung, Gender-Forschung und Hörspielspielforschung. Seit den 1970er Jahren ist H. P.-H. zudem als Theaterkritikerin tätig.
Nach der Dissertation zum Thema „Geschichte des deutschsprachigen Theaters in Mährisch-Ostrau“ (1965) publizierte H. P.-H. zu österreichischer Dramatik und Theatergeschichte, etwa „Theater- und Schauspielkunst in Österreich“ (Österreichische Staatsdruckerei, Wien, 1970; engl. 1972). Ihre Habilitationsschrift trägt den Titel: „Des sittlichen Bürgers Abendschule. Bildungsanspruch und Bildungsauftrag des Berufstheaters im 18. Jahrhundert.“ Im Fokus ihrer weiteren wissenschaftlichen Forschungs- und Publikationstätigkeit stehen beispielsweise Joseph von Sonnenfels sowie die Theaterstücke von Franz Grillparzer. 1970 bis 1974 konzipierte und organisierte sie die „Theaterwissenschaftlichen Sommerseminare Eisenstadt“, 1971 bis in die 1980er Jahre war sie wissenschaftliche und organisatorische Mitarbeiterin beim „Grillparzer-Forum Forchtenstein“ (zusammen mit Dr. Edda Fuhrich) im Rahmen der Burgenländischen Festspiele.
Im Weiteren gehören beispielsweise Thomas Bernhard und Gert Jonke und die Umsetzung ihrer Texte auf dem Theater zu den Hauptgebieten von H. P.-H.s Forschungen, ein Ergebnis daraus ist das gemeinsam mit Birgit Peter verfasste Buch „Der Mittagesser. Eine kulinarische Thomas Bernhard-Lektüre“ (Deuticke, Wien, München, 1999).
Zusätzlich zur Auseinandersetzung mit den Phänomenen und Erscheinungen des österreichischen Theaters und der Dramatik, lehrt H. P.-H. an der Universität Wien zum Theater und Drama der griechischen Antike sowie zum Theater der französischen Klassik, über die sie auch publiziert.
Die historische Aufarbeitung von Theater im Nationalsozialismus und Exil gehört zu den weiteren Forschungsgebieten H. P.-H.s. Im Rahmen der Exilforschung ist ihre Mitarbeit am Exiltheaterhandbuch der Forschungsstelle für deutsche Exil-Literatur in Hamburg zu nennen, sowie die Beschäftigung mit der Exilsituation von Frauen, dem Einbezug des Alltags in die Erforschung der Exilsituation, und der Situation Österreichs als Exilland (bis zum „Anschluss“ 1938). Grundlegende Recherchen und Publikationen zu 1933 bzw. 1938/39 vertriebenen und ermordeten, und daher heute oft vergessenen Künstlern wie Leo Reuss und Emil Geyer, sind als weitere Forschungsgebiete H. P.-H.s zu nennen.
Auch die Situation von Schauspielerinnen im historischen Kontext ist ein Gebiet, auf dem H. P.-H. publiziert und weitere Forschungen anregt. Weiters baute sie den Fachbereich „Akustische Medien in der Theaterwissenschaft“ (Hörspiel, Tondokumente usw.) am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft auf.
Als Professorin initiierte und betreute H. P.-H. Diplomarbeiten, Dissertationen und Forschungsprojekte u. a. zu exilierten Theaterleuten (beispielsweise Stella Kadmon, Elisabeth Bergner, Salka Viertel), zu jüdischem Theater sowie zu Hörinszenierungen und Hörspiel. Viele ehemalige Studierende H. P.-H.s sind heute als WissenschafterInnen, JournalistInnen und TheaterintendantInnen tätig.
Außerdem verfasste H. P.-H. wissenschaftliche Buchrezensionen und ist kontinuierliche Mitarbeiterin an „Der Schauspielführer“ (Begründet v. Joseph Gregor, fortgeführt v. Margret Dietrich, heute hg. v. Wolfgang Greisenegger), sie publiziert auch Lexikon-Beiträge sowie Artikel in Katalogen und Programmheften.
H. P.-H.s kulturjournalistische Tätigkeit umfasst in den 1970er Jahren Korrespondententätigkeit für „Der Bund“ (Bern), „Der Landbote“ (Winterthur), die „Neue Vorarlberger Tageszeitung“ (Bregenz) und die „Westdeutsche Zeitung“ (Düsseldorf). Ferner wurden Kritiken im Rundfunk gesendet, fallweise für den Österreichischen Rundfunk, von 1973 bis 1983 kontinuierlich für Radio DRS / Studio Basel. Fachspezifische Artikel H. P.-H.s erschienen in Literatur- und Kulturmagazinen (z. B. „Spectrum“ der „Presse“, „Extra“ und „Lesezirkel“ der „Wiener Zeitung“, Beilage der „Salzburger Nachrichten“). Seit 1983 schreibt sie kontinuierlich für die „Wiener Zeitung“. Als Theaterkritikerin deklariert sich H. P.-H. in einem Interview 2003 als „Anhängerin der deskriptiv argumentierenden Theaterkritik“ (Fritsch, S. 39).
Auszeichnungen: 1981: Förderungspreis der Stadt Wien für Wissenschaft, 1983: Verleihung des Grillparzer-Ringes, 2002: Goldenes Ehrenzeichen der Stadt Wien (überreicht 2003), 2006: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.

Werke

Theater- und Schauspielkunst in Österreich. Österreichische Staatsdruckerei, Wien, 1970.
The Theatre in Austria. Österreichische Staatsdruckerei, Wien, 1972. (engl.)
Des sittlichen Bürgers Abendschule. Bildungsanspruch und Bildungsauftrag des Berufstheaters im 18. Jahrhundert. Jugend & Volk, Wien, 1980. (Habilitationsschrift, Wien, 1978.
Überlebenstheater. Der Schauspieler Reuss. Holzhausen, Wien, 1998.
Gem. mit Peter, B.: Der Mittagesser. Eine kulinarische Thomas Bernhard-Lektüre. Deuticke, Wien, München, 1999.
Hg.: Joseph von Sonnenfels: Briefe über die Wienerische Schaubühne. Herausgegeben (S. 1-346), kommentiert (429-563) und mit einem Nachwort versehen (S. 347-428). Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz, 1988. (Wiener Neudrucke 9)
Hg. mit Deutsch-Schreiner, E.: Stichwort Grillparzer. Böhlau, Wien, 1994. (Grillparzer-Forum I)
Hg. mit Reiterer, B.: Verspielte Zeit. Österreichisches Theater der dreißiger Jahre. Picus, Wien, 1996.
Hg. mit Roessler, P.: Zeit der Befreiung. Wiener Theater nach 1945. Picus, Wien, 1997.
Hg. mit Marschall, B. / Meister, M. / Beckmann, A. / Blaser, P.: Komik. Ästhetik, Theorien, Strategien. Böhlau, Wien, 2006.
Hg (bis 2005 gem. mit W. Greisenegger) der Reihe „Blickpunkte. Wiener Forschungen zur Kulturwissenschaft“ (früher: Wiener Forschungen zur Theater- und Medienwissenschaft), Braumüller, Wien.

Das Roßballet im inneren Burghof zu Wien. In: Maske und Kothurn, Wien, 1969, Heft 4, S. 291-324.
Das Dritte Reich und das Theater. In: Maske und Kothurn, 1971, Heft 3, S. 203-214.
Der Schauspieler Albin Skoda. In: Mayerhöfer, J. (Hg.): Albin Skoda. Schauspieler, Sprecher, Sammler 1909-1961. Österreichische Nationalbibliothek, Wien, 1973 (Biblos-Schriften 74).
Zur Bühnengeschichte von Grillparzers „Der Traum ein Leben“. In: Grillparzer-Forum Forchtenstein 1972. Rötzer, Eisenstadt, 1973, S. 125-144.
Wien probiert seine Nationalschaubühne. Die Spielzeit 1769/70 im Theater am Kärntnertor. In: Maske und Kothurn, 1974, Heft 3-4, S. 286-349.
Schaubühne und Bildung eines Publikums. In: Schiffkorn, A. (Hg.): Bildung durch Kunst. Stiasny, Linz, 1975, S. 49-68 (Schriftenreihe des Oberösterreichischen Volksbildungswerkes 25).
Nachwort. In: Jandl, E. / Mayröcker, F.: Drei Hörspiele. Thomas Sessler, Wien, 1975, S. 43-46.
Zur Entwicklung des österreichischen Hörspiels seit 1945. In: Spiel, H. (Hg.): Kindlers Literaturgeschichte der Gegenwart: Die Zeitgenössische Literatur Österreichs. München, Zürich, 1976; neu überarbeitet und auf den aktuellen Stand gebracht in der Lizenzausgabe als Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main, 1980, S. 505-550.
German-Language post-war drama. In: Nicoll, A. (Hg.): World Drama: From Aeschylus to Anouilh. Harrap, London, 1976, S. 838-853.
Theorien der Schauspielkunst in Hinblick auf ihre Publikumsbezogenheit. In: Dietrich, M. (Hg.): Das Theater und sein Publikum. Institut für Publikumsforschung, Wien, 1977, S. 89-100 (Sitzungsberichte der Österr. Akademie der Wissenschaften 327; Veröffentl. d. Inst. f. Publikumsforschung 5).
Strindbergs frühe Rezeption auf dem Wiener Theater. In: Friese, W. (Hg.): Strindberg und die deutschsprachigen Länder. Internationale Beiträge zum Tübinger Strindberg-Symposion 1977. Helbing & Lichtenhahn, Basel, Stuttgart, 1979, S. 225-244.
Die Tondokumentation im Rahmen der Theaterwissenschaft. Ein Plädoyer. In: Das Schallarchiv, Nr. 5 (1979), S. 29-47.
Theaterrollen und Rollentheater im österreichischen Drama. In: Atti del Convegno „Teatro Austraico Moderno e Contemporano“. Universita de Parma. Facolta di Magistero, Parma, 1979/80, S. 151-162 (Annali del Istituto di lingue e letterature germaniche 5).
Ein wiederentdeckter Lindemayr: der Argonautenzug nach Kolchis. In: Maske und Kothurn, 1980, Heft 3/4, S. 177-196.
Szenische Dramaturgie und Rollenstruktur bei August Strindberg. In: Bandle, O. et al. (Hg.): Beiträge zur nordischen Philologie. Helbing & Lichtenhahn, Basel, Frankfurt am Main, 1981, S. 165-178.
Wiener Theaterreformen unter Maria Theresia. In: Beiträge des Internationalen Symposions Maria Theresia 1981. Wien, 1982.
Der wienerische Weg zur K.K. Hof- und Nationalschaubühne. Neue Gesichtspunkte zum sogenannten Hanswurst-Streit. In: Wertheimer, J. / Bauer, R. (Hg.): Das Ende des Stegreifspiels – die Geburt des Nationaltheaters: ein Wendepunkt in der Geschichte des europäischen Dramas. Fink, München, 1983, S. 24-37.
Festopern am Wiener Hof in theresianischer Zeit. In: Karpf, R. (Hg.): Musik am Hof Maria Theresias. Katzbichler, München, Salzburg, 1984, S. 41-50.
Wiener Komödienreform zwischen Tabu und Konzession. Zur sittlichen Programmatik des Lachens. In: Maske und Kothurn, 1984, Heft 2, S. 87-102.
Ingeborg Bachmanns Radioarbeit. Ein Beitrag zur Hörspielforschung. In: Ingeborg Bachmann – Actes du Colloque: Nantes: Presses de l’Université, 1986, S. 24-81.
„Ich ringe um die Frau“. Oskar Kokoschka und das Theater. In: Sabarsky, S. (Hg.): Oskar Kokoschka. Ausstellungskatalog. ACEC, Brüssel, 1987 (französisch und niederländisch).
Joseph von Sonnenfels und das Theater: Die Schaubühne als „Sittenschule“ der Nation. In: Reinalter, H. (Hg.): Joseph von Sonnenfels. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1988, S. 192-244.
Thomas Bernhards philosophisches Lachtheater. In: Castein, H. (Hg.): Tendenzen der zeitgenössischen Komödie. Akademischer Verlag Hans Dieter Heinz, Stuttgart, 1989, S. 153-183.
Nachwirkungen des Züricher Exiltheaters im Wiener Theater der Nachkriegszeit. In: Bachmann, D. / Schneider, R. (Hg.): Das verschonte Haus. Das Züricher Schauspielhaus im 2. Weltkrieg. Amann, Zürich, 1989.
Willkommene Heimkehrer? In: Jauslin, Ch. / Naef, L. (Hg.): Ausgangspunkt Zürich. Theaterkultur-Verlag, Willisau, 1989, S. 183-209 (Jahrbuch für Schweizer Theaterkultur).
„Das tapferste Theater von Wien“. Die Direktion Leon Epp 1952-1968. In: Schreiner, Evelyn (Hg.): 100 Jahre Volkstheater. Jugend & Volk, Wien, 1989, S. 204-211.
„Das Theater ist eine von vielen Möglichkeiten es auszuhalten“. Der dramatische Schriftsteller Thomas Bernhard. In: Greisenegger, W. (Hg.): Theater in Österreich 1988/89. Zsolnay, Wien, Darmstadt, 1990, S. 55-62.
Das Verschwinden der Langeweile aus der (Theater)-Wissenschaft. Erweiterung des Fachhorizontes aus feministischer Perspektive. In: Möhrmann, R. (Hg.): Theaterwissenschaft heute. Dietrich Reimer, Berlin, 1990, S. 317-350.
Die Wiener „Nationalschaubühne“ (1776-1794): Idee und Institution. In: Krebs, R. / Valentine, J.- M.(Hg.): Théâtre, Nation et Société en Allemagne au XVIIIe siècle. Presses Universitaires, Nancy, 1990, S. 167-192.
Grillparzers Trilogie „Das goldene Vlies“: Dramaturgie und Rezeption. In: Bachmaier, H. (Hg.): Franz Grillparzer. Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1991, S. 273-320.
„Das Theater ist kein Korrektionshaus für Spitzbuben und keine Trivialschule für Unmündige.“ Von der Differenz zwischen wirklicher und imaginierter Bühne: Franz Grillparzers Theaterstücke als permanente Herausforderung ans Theater“. In: Denscher, B. (Hg.): Grillparzer oder Die Wirklichkeit der Wirklichkeit. Eine Ausstellung der Wiener Stadt- und Landesbibliothek, des Historischen Museums der Stadt Wien und der Grillparzergesellschaft. Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Wien, 1991, S. 10-16.
Exilland Österreich? In: Koch, E. / Trapp, F. et al (Hg.): Exiltheater und Exildramatik 1933-1945. Tagung der Hamburger Arbeitsstelle für deutsche Exilliteratur. Koch, Maintal, 1991, S. 30-40.
Rückschau auf das Spieljahr 1989/90. In: Schindler, O. G. (Hg.): Theater in Österreich. Verzeichnis der Inszenierungen 1989/90. Verlag, Wien, 1992, S. (Jb. der Wiener Gesellschaft für Theaterforschung 28).
Verwaltete Kunst – Ein Weg zu praktizierbarer Weltweisheit? Zur kameralistischen Kulturpolitik. In: Benedikt, M. et al. (Hg.): Verdrängter Humanismus – Verzögerte Aufklärung. Turia und Kant, Wien, 1992, S. 719-734.
Ausgrenzungen. Auswirkungen antisemitischer Tendenzen in der Kulturpolitik auf das österreichische Theater von der Jahrhundertwende bis 1938. In: Bayerdörfer, H.-P. (Hg.): Theatralia Judaica: Emanzipation und Antisemitismus als Momente der Theatergeschichte. Niemeyer, Tübingen, 1992, S. 184-204 (Theatron. Bd. 7).
Höfisches und nicht-höfisches Theater in Paris und Wien. Zum Stellenwert theatralischer Repräsentation. In: Flotzinger, R. (Hg.): J. J. Fux Symposion Graz 1991. Akademische Verlagsanstalt, Graz, 1992, S. 43-56.
Komödianten, Literaten und Beamte. Zur Entwicklung der Schauspielkunst im Wiener Theater des 18. Jahrhunderts. In: Bender, W. (Hg.): Schauspielkunst im 18. Jahrhundert. Grundlagen, Praxis, Autoren. Franz Steiner Verlag, Stuttgart, 1992, S. 179-204.
„König Ottokars Glück und Ende“ – Ein „Nationales Festspiel“ für Österreichs „Nationaltheater“? Die Burgtheater-Inszenierungen von Grillparzers Trauerspiel im 20. Jahrhundert. In: Haider-Pregler, H. / Deutsch-Schreiner, E. (Hg.): „Stichwort Grillparzer“. Böhlau, Wien, Köln, Weimar, 1994, S. 195-222.
Überlebenstheater. Die Metamorphosen des Schauspielers Leo Reuss. In: Maske und Kothurn 1995, Heft 1-4, S. 13-44.
Tarnungen und (Ent)Täuschungen. Emigranten in Österreich. In: Haider-Pregler, H. / Reiterer, B. (Hg.): Verspielte Zeit. Picus, Wien, 1996, S. 256-277.
Die große Zeit der Wiener Kleinkunst. Positionen der Unterhaltungskultur von der Jahrhundertwende bis zum Zweiten Weltkrieg. In: Kiegler-Griensteidl, M. / Kaukoreit, V. (Hg.): Kringel, Schlingel, Borgia. Materialien zu Peter Hammerschlag. Turia und Kant, Wien, 1997, S. 113-142.
„Das Burgtheater ist eine Idee …“ Die Jahre 1945-1955 – eine Zwischenzeit des österreichischen Staatstheaters. In: Haider-Pregler, H. / Roessler, P. (Hg.): Zeit der Befreiung. Wiener Theater nach 1945. Picus, Wien, 1998, S. 84-122.
„Daß ich in den letzten fünf Jahren für das Wiener Burgtheater lebe und sterbe…“ Zu Berthold Viertels Tätigkeit am Wiener Burgtheater (1949-1953). In: Bolbecher, S. /Kaiser, K. / Roessler, P. im Auftrag der Theodor Kramer-Gesellschaft (Hg.): Zwischenwelt 5: Traum von der Realität. Döcker, Wien, 1998, S. 216-243.
Wien 1938 – Spurensuche nach den Vergessenen der Theatergeschichte. Eine biographische Annäherung an Emil Geyer und Lilly Karoly. In: Girshausen, Th. / Thorau, H.: Theater als Ort der Geschichte. Festschrift für Henning Rischbieter. Friedrich, Velber, 1998, S. 185-198.
Theater als „Notlösung“. Die literarischen Mutationen von Anna und Anna. In: Neunzig, H. A. / Schramm, I. (Hg.): Hilde Spiel. Weltbürgerin der Literatur. Paul Zsolnay, Wien, 1999, S. 43-50 (= Profile. Magazin des Österreichischen Literaturarchivs Bd. 3).
Exilland Österreich. In: Trapp, F. u. a. (Hg.): Handbuch des deutschsprachigen Exiltheaters 1933-1945. Bd. 1: Verfolgung und Exil deutschsprachiger Theaterkünstler. K. G. Saur, München, 1999, S. 97-156.
„…. alles mit Worten sagen und mit Worten verschweigen können.“ Zur Rezeptionsgeschichte von Ingeborg Bachmanns Hörspielen. In: Maske und Kothurn, 43. Jg. / 2000, H. 1- 3, S. 99-126 (Festschrift für Ulf Birbaumer, Edda Fuhrich und Johann Hüttner).
Gegengelesen. Anmerkungen zur Biographie einer Schauspielerin. In: Buck, E. (Hg.): Frauen & Männer. Festschrift für Renate Möhrmann. o. V., Köln, 1999, S. 53-60.
Unsichtbare verschaffen sich Gehör. Frauen schreiben fürs Radio. In: Gnüg, H. / Möhrmann, R. (Hg.): Frauen Literatur Geschichte. Schreibende Frauen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Metzler, Stuttgart, 1999, S. 615-631.
Der Blick auf die Bühne. Orte aufklärerischen Theaters In: Arlt, H. (Hg.): Dramatik, „global towns“, Jura Soyfer. Röhrig, St. Ingbert, 2000, S. 169-183.
„ … ein Spiel für Stimmen … zum Hören oder zum Lesen“: Anmerkungen zu den Hörfunk-Produktionen von „Der gute Gott von Manhattan“. In: Cultura Tedesca: rivista semestrale, vol. 25. Donizelli, Rom, 2004, S. 73-77.
„Ganz ohne Vorurteil hinein in einen poetischen Text“. Von einem Versuch, Thomas Bernhard zu spielen, als er in Österreich nicht gespielt werden durfte. In: Bergerová, H. (Hg.): Festschrift zum 15. Gründungsjubiläum des Lehrstuhls Germanistik. Univerzita J. E. Purkyne, Ústí nad Labem, 2005, S. 292-306.
Wiener Theater im Spannungsfeld der Politik. In: Domenig, R. / Linhart, S. (Hg.): Wien und Tokyo, 1930 – 1945. Abt. für Japanologie des Inst. für Ostasienwiss. der Univ. Wien, Wien, 2007, S. 163-178.
„Und jetzt werden Sie auch zusätzlich mit den Ohren atmen“. Dimensionen des Wahrnehmbaren in Gert Jonkes Theatertexten. In: Bayerdörfer, H.-P. (Hg.): Vom Drama zum Theatertext? Zur Situation der Dramatik in den Ländern Mitteleuropas. Niemeyer, Tübingen, 2007, S. 76-85.
Gefällige Zeitspiegelungen? Überlegungen zur Wiener Revue. In: Dalinger, B. / Ifkovits, K. / Braidt, A. (Hg.): „Gute Unterhaltung!“ Fritz Grünbaum und die Vergnügungskultur im Wien der 1920er und 1930er Jahre. Peter Lang, Frankfurt am Main, Wien u. a., 2008, S. 67-79.
Austria: Drama Theatre. In: Majumdar, R. / Hoque, M. (Hg.): The World of Theatre. ITI, Bangladesh, 2008, S. 14-24.
Shylock 1943. In: Maske und Kothurn, 2010, Heft 3, S. 109-124.
„The actor who hoaxed the Nazis“: Das Überlebenstheater des Schauspielers Leo Reuss. In: Bauer, G. M. / Peter, B. (Hg.): Das Theater in der Josefstadt: Kultur, Politik, Ideologie für Eliten? LIT-Verlag, Wien u. a., 2010, S. 95-112.
Hans Wengraf, Schauspieler und Regisseur: Sein Weg ins Exil als Aufbruch in eine „neue Heimat“, in: Stern, F. (Hg.): Feuchtwanger und Exil: Glaube und Kultur 1933–1945; „Der Tag wird kommen“. Peter Lang, Oxford, Wien u. a., 2011, S. 375-406.
Co se hrálo a nehrálo. Kulturni transfer mezi Prahou a Vidni ve třátých letech 20. stoleti. In: Petružela, H. (Hg.): Divadelní Revue no. 1. Institut umění – Divadelní ústav, 2011, S. 14-24.
Austria: Drama Theatre. In: Majumdar, R. / Hoque, M. (Hg.): The World of Theatre ITI, Bangladesh, 2011, S. 7-17.
Die Hörspiele der 1970er Jahre. In: Janke, P. (Hg.): Jelinek-Handbuch. Metzler, Stuttgart u. a., 2013, S. 208-213.

Literatur / Quellen

Fritsch, S.: Postmoderne Ratlosigkeit im Feuilleton. Hilde Haider-Pregler, Theaterkritikerin und Professorin am Wiener Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, über die Rolle des Theaterkritikers zwischen Selbstdarstellung und Vermittlung. In: Die Deutsche Bühne. Das Theatermagazin, 74/5, 2003, S. 39-43.

BiografieautorIn:

Brigitte Dalinger

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