Haimberger-Tanzer Margareta

verw. Tanzer, geb. Eisenstädtler
* 25.5.1916, Wien
Juristin, Strafrichterin und Staatsanwältin

M. H.-T. wird als Tochter von Dr. Gustav Eisenstädter (1868- 1939) und Margarete geboren.
Sie war verheiratet mit Kurt Tanzer (1912-1955) und später mit Dr. Georg Haimberger (*1918). M. H.-T. ist Mutter zweier Söhne: Hardy Eisenstädter (*1939), BM für Landesverteidigung und Michael Tanzer, Dr.iur. (*1949), Universitätsdozent.
Nach der Realgymnasium-Matura beginnt M. H.-T. das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Ihre Promotion erfolgt 1946 bei den Professoren Graßberger und Hold-Ferneck mit der Dissertation „Belings Fahrlässigkeitsformen und der Fahrzulässigkeitsbegriff nach Beling“.
Sie war die erste und durch viele Jahre einzige Strafrichterin und Staatsanwältin Österreichs. 1948 wird sie Untersuchungsrichterin, 1951-52 Strafrichterin am Bezirksgericht Bad Ischl und 1956 Senatsvorsitzende. Seit 1963 ist sie Staatsanwältin und 1965 Gruppenleiterin der Staatsanwaltschaft Wien. 1974 wird ihr der Berufstitel Hofrat verliehen. Seit 1976 ist sie Vizepräsidentin des Landesgerichts für Strafsachen in Wien.
Sie ist aktiv im Bereich der gesetzlichen Verankerung des Tierschutzes, in Frauenfragen und Fragen der Fristenlösung (1975: Prominenz für Fristenlösung, Ärzte, Schauspieler, Richter und Sportler im Komitee).

Werke

Literatur / Quellen

Adamovich, L.: Bericht über den Studienbetrieb an der Wiener Universität vom Sommer-Semester 1945 bis zum Sommer-Semester 1947. Wien, 1948.
Pass Heidenreich, H.: Female, Jewish and Educated: The lives of Central European University Women. Indiana University Press, Bloomington, 2002.

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