Dienst, Heide

*27.7.1939, Wien; Historikerin

Volksschule in Tauplitz; Hauptschule Bad Aussee; 1950 Rückkehr nach Wien, Gymnasialbesuch im MRG 17-Kalvarienberggasse; 1957 Matura mit Auszeichnung; WS 1957/58 Studium Klassische Philologie, Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Wien; 1959-1962 Absolvierung des 49. Ausbildungskurses am Institut für österreichische Geschichtsforschung, abschließende Staatsprüfung am Institut für österreichische Geschichtsforschung mit Auszeichnung; bereits während des Studiums Teilnahme an Forschungs- und Editionsprojekten des Instituts; 1965 Promotion zum Dr.phil.; Assistentin, seit 1975 wissenschaftliche Beamtin am Institut für Geschichte der Universität Wien; Habilitation 1984; 1986 Universitätsprofessorin; volksbildnerische Tätigkeit an Wiener Volkshochschulen; Vortragstätigkeit.

Wenige Wochen vor dem Beginn des Zweiten Weltkrieges, am 27. Juli 1939, wurde H. D. in Wien geboren. Der Vater, Dkfm. Karl Dienst (1904-1980), arbeitete als kaufmännischer Angestellter bei Siemens. Die Mutter, Frida Dienst, geb. Irmler (1906-2003), war bis zur Geburt ihres ersten Kindes H. D. im Büro der väterlichen Tischlerwerkstätte tätig. Als im Jahre 1944 die Luftangriffe auf Wien bedrohlich zunahmen, übersiedelte Frida Dienst mit ihren beiden Kindern nach Tauplitz in die Steiermark. Hier erlebte H. D. gemeinsam mit ihrem jüngeren Bruder trotz der schwierigen Kriegs- und Nachkriegszeit eine relativ unbeschwerte Kindheit. Die Schulverhältnisse waren freilich problematisch. H. D. besuchte nach dem Abschluss der Volksschule von Tauplitz die Hauptschule Bad Aussee. Ihren täglichen Schulweg von Tauplitz/Klachau nach Bad Aussee und zurück musste sie zu Fuß und mit der Bahn zurücklegen, was rund vier Stunden in Anspruch nahm. Im Jahre 1950 konnte die Schülerin nach Wien zurückkehren, wo sie am MRG 17-Kalvarienberggasse mit den Gymnasialstudien begann. An dieser Schule, die später in einen Neubau in Wien 17., Parhamerplatz 18, übersiedelte maturierte H. D. 1957 mit Auszeichnung. Dem Lehrkörper des MRG 17 gehörte Frau Professor Dr. Melanie Vetters (1912-1996) an, eine engagierte Lehrerin, die bei vielen Schülerinnen besonderes Interesse für die von ihr vertretenen Fächer zu wecken verstand. Das war auch bei H. D. der Fall, die seit dem WS 1957/58 an der Universität Wien die Fächer Klassische Philologie, Geschichte und Kunstgeschichte studierte. H. D legte die für das Studium der Klassischen Philologie erforderliche Ergänzungsprüfung aus Altgriechisch ab und absolvierte in den Jahren 1959 bis 1962 den 49. Ausbildungskurs am Institut für österreichische Geschichtsforschung. Im Rahmen der Kursausbildung verfasste sie als Prüfungsarbeit eine Abhandlung: „Lateinische Unzialhandschriften. Ein Beitrag zu ihrer Datierung und Lokalisierung“ (masch. 216 Bl. 1962). Die abschließende Staatsprüfung am Institut für österreichische Geschichtsforschung legte H. D. mit Auszeichnung ab.
Bereits als Studentin konnte H. D. an Forschungs- und Editionsprojekten des Instituts teilnehmen. Von besonderer Bedeutung wurde für die junge Historikerin das „Urkundenbuch zur Geschichte der Babenberger in Österreich“. Dieses Editionsunternehmen, das auf Forschungen und Materialsammlungen von Oskar Frh. von Mitis (1874-1955) aufbaute, konnte im Jahre 1997 unter wesentlicher Beteiligung von H. D. zum Abschluss gebrachte werden. Aus der Mitarbeit am Babenberger-Urkundenbuch ergab sich für H. D. auch das Thema ihrer Dissertation: „Studien zur österreichischen Landesgeschichte und ihren Quellen in der Zeit Markgraf Leopolds III.“. Im Mittelpunkt dieser Arbeit, die 1966 in leicht überarbeiteter Form unter dem Titel „Babenberger-Studien“ gedruckt wurde, steht das Klosterneuburger Traditionsbuch aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Bei der Untersuchung dieser, für die niederösterreichische Landesgeschichte hochbedeutenden Quelle, gelangte die Autorin zu wesentlichen neuen Ergebnissen, da sie die ursprüngliche Abfolge der Traditionsnotizen in der später falsch gebundenen Handschrift rekonstruieren konnte. Der niederösterreichische Landesarchivar und Landeshistoriker Karl Lechner (1897-1975) würdigte die Babenberger-Studien von H. D. als „eine der erfreulichsten Erscheinungen“ auf dem Gebiet der Landesgeschichte und schloss seine Rezension mit den Worten: „Es kann einem akademischen Lehrer keine größere Freude und Genugtuung bereitet werden, als wenn ein Schüler in bestimmten Fragen, seine Anregungen aufgreifend, über ihn hinauswächst und neue Gesichtspunkte und bessere Lösungen beibringt“ (UH 39, 1968, S. 34-38).
Nach ihrer Promotion zum Dr.phil. im Jahre 1965 arbeitete H. D. als Assistentin, seit 1975 als wissenschaftliche Beamtin am Institut für Geschichte der Universität Wien, wobei sie dem Ordinarius für österreichische Geschichte, Professor Erich Zöllner (1916-1996), zugeteilt war. Im Jahr 1984 konnte sich die Historikerin für österreichische Geschichte und historische Hilfswissenschaften habilitieren. Ihre damals vorgelegte Habilitationsschrift „Regionalgeschichte und Gesellschaft im Hochmittelalter am Beispiel Österreichs“ erschien im Jahre 1990 im Druck.
Als Professor Zöllners Emeritierung herannahte, bewarb sich H. D. im Jahre 1986 um die Nachfolge. Mit fünf männlichen Bewerbern kam sie in die engere Wahl. Nach Anhörung und Probevorträgen stimmten die Mitglieder der Berufskommission mehrheitlich für H. D. Das entsprach auch dem Wunsch des scheidenden Ordinarius Professor Zöllner, dessen Lehrverpflichtungen H. D. bereits im WS 1986 teilweise übernahm.
Die Universitätsprofessorin H. D. hat sich in Forschung und Lehre vor allem mit der mittelalterlichen Geschichte des Ostalpenraums beschäftigt. In ihren Vorlesungen und Übungen behandelte sie aber auch die Verfassungsgeschichte, Kultur- und Kunstgeschichte des Mittelalters und der Neuzeit. Seit den späten Siebzigerjahren interessierte sie sich für die Frauenforschung, speziell für feministische Mediävistik, für Hexen- und Magieforschung. Durch häufige Archiv- und Bibliotheksbesuche mit Studentinnen und Studenten bemühte sie sich um möglichst anschauliche und lebendige Gestaltung des Unterrichts. Sie organisierte auch Exkursionen zu historischen Stätten innerhalb und außerhalb von Österreich, besonders gerne in ehemalige Länder der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Vertretern anderer Fachrichtungen war für H. D. stets ein wichtiges Anliegen − unter anderem führte sie Lehrveranstaltungen mit Archäologen und Kunsthistorikern, Sprachwissenschaftern und Volkskundlern durch.

Zuletzt sei auch auf die volksbildnerische Tätigkeit von H. D. hingewiesen. An Wiener Volkshochschulen, bei den Symposien „Schleininger Gespräche“ und bei den Tagungen des Instituts für Österreichkunde trat sie mehrmals als Tagungsleiterin und als Vortragende in Erscheinung, ihre Vortragstätigkeit führte sie auch in das benachbarte Ausland.
Besonders verpflichtet fühlte sie sich dem Verein für Landeskunde von Niederösterreich, dem sie seit 1964 als Mitglied angehörte. Im Jahre 1982 wurde H. D. in den Ausschuss des Vereines aufgenommen, die Generalversammlung wählte sie im Jahre 1997 zur Vizepräsidentin.

Werke

Linzer Regesten B. Handschriftliche Quellen zur Geschichte der Stadt Linz in oberösterreichischen Archiven 8: Stiftsarchiv Wilhering 1, Regesten 1-668 (1121-1699); 2: Regesten 669-1371 (1700-1933); Redaktion: Wolfgang Hilger.
Urkundenbuch zur Geschichte der Babenberger in Österreich 4. Band, 1. Halbband, bearbeitet von Heinrich Fichtenau und Erich Zöllner unter Mitarbeit von H. D., Wien 1968; 4. Band, 2. Halbband, bearbeitet von H. D. und Christian Lackner unter Mitarbeit von Herta Hageneder, Wien, München ,1997.
Probleme und Aufgaben der österreichischen Geschichtsforschung. Ausgewählte Aufsätze von Erich Zöllner, hg. von H. D. und Gernot Heiß, Wien, 1984.
Die Güssinger. Beiträge zur Geschichte der Herren von Güns-Güssing und ihrer Zeit (13. – 14. Jahrhundert). Ergebnisse der Symposien im Rahmen der „Schlaininger Gespräche“ vom 24.- 28. September 1986 und 1. – 4. Oktober 1987 auf Burg Schlaining (= Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland 79) Eisenstadt, 1989.
Gem. mit Saurer, E. (Hg.): „Das Weib existiert nicht für sich“. Geschlechterbeziehungen in der bürgerlichen Gesellschaft. Edith Saurer, Wien, 1990.
L’Homme. Europäische Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft, Wien-Graz-Köln (Mitherausgeberin 1990-1996).
Mitherausgeberin: Hexenforschung, Stuttgart 1995 ff. seit Bd. 4. Bielefeld, 2000.
Österreichische Hexenforschung. Publikationen des Österreichischen Arbeitskreises für interdisziplinäre Hexen- und Magierforschung. Bd. 1: Hexenforschung aus österreichischen Ländern. Wien, Berlin, 2009.

Babenberger- Studien. Niederösterreichische Traditionsnotizen als Quellen für die Zeit Markgraf Leopolds III. (= Wiener Dissertation aus dem Gebiet der Geschichte 7). Wien, 1996.
Aus der Geschichte der Wassermühle und der Müllerei. In: Durit-Magazin, Dezember 1968, S. 5-10.
Die Schlacht an der Leitha 1246 (Militärhistorische Schriftenreihe 19). Wien, 1971, nachgedruckt 1978 und 1986.
Dominus Sintram Leopoldi ducis ministerialis. Zur Frühgeschichte eines Landgerichtes in NÖ. In: UH 44 (1973) S. 101-112
Lateinisches Schrifttum im babenbergischen Österreich, in: 1000 Jahre Babenberger in Österreich (Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums NF 66). Wien, 1976, S. 125-133, 549-565 und 757-760.
Gab es im Österreich der Babenbergerzeit Geld- und Kreditgeschäfte? In : Österreichisches Bandk-Archiv 24, 1976, S. 22-35
Rezension von: Leopold Auer, Die Schlacht bei Mailberg am 12. Mai 1082 (Militärhistorische Schriftenreihe 31, Wien, 1976. In : MÖSTA 30, 1977. S. 495-499.
Die Dynastie der Babenberger und ihre Anfänge in Österreich. In: Zöllner, Erich: Das babenbergische Österreich (Schriften des Instituts für Österreichkunde 33). Wien, 1978, S. 18-38.
König Ottokar, König Rudolf und Österreich. Die Schlacht an der March vom 26. August 1278. In: Marktgemeinde Dürnkrut (Hg.): Festschrift zur Ausstellung „700 Jahre Schlacht bei Dürnkrut/Jedenspeigen“. 1978. S. 21-32. [Manuskript ohne Wissen der Autorin sinnentstellend gekürzt.]
Die Habsburger 1279-1379. Ausgewählte Kurzbiographien. In: Die Zeit der frühen Habsburger (Katalog der NÖ Landesausstellung in St. Peter an der Sperr in Wiener Neustadt), 1979, S. 157-167.
Besitz bayerischer Hochstifte und Klöster in der Mark um 1000 und frühe Pfarrorganisation durch das Bistum Passau, in: Ostarrichi-Gedenkstätte Neuhofen/Ybbs hg. von der Marktgemeinde Neuhofen an der Ybbs 1980, S. 24-31, Kat.Nr. 14 S. 48 F., Kat. Nr. 40 (Karte: Besitz bayerischer Hochstifte und Klöster in der Mark) S. 55 mit Abb. 41.
Niederösterreichische Pfarren im Spannungsfeld zwischen Bischof und Markgraf nach dem Ende des Investiturstreits. In: MÖSTA 34, 1981, S. 1-44.
Zur Frühgeschichte von Krumau am Kamp. In: Kamptal-Studien 2, 1981, S. 69-81.
Tradition und Realität. Quellenkritische Bemerkungen zu frühen „Kuenringern“. In: Kuenringer-Froschunge (Jahrbuch für Landeskunde von NÖ 46) 1980/81 S. 40-97.
Frühe „Kuenringer“ und die Burggrafen von Gars und Mödling in Niederösterreich. In: Die Kuenringer (Katalog der NÖ Landesausstellung im Stift Zwettl), Wien, 1981, S. 94 f. (Karte und Erl. Nr. 88)
Der Aufstieg der Kuenringer und das Land Österreich-Ideologie und Wirklichkeit. In: Waldviertler Kurier 22(Nov. 1981) S. 5-17.
Dominus vir. Von Herzogin-Markgräfin Agnes und anderen adeligen Frauen des Hochmittelalters. In: Autorinnengruppe der Universität Wien (Hg.): Das ewige Klischee, Wien, Köln, Graz, 1981, S. 20-44.
Männerarbeit-Frauenarbeit im Mittelalter. In: Beiträge zur historischen Sozialkunde 11, 1981, S. 73-88.
Zum Grazer Vertrag von 1225 zwischen Herzog Leopold VI. von Österreich und Steier und König Andreas II. von Ungarn. In: MIÖG 90, 1982, S. 1-48.
Rollenaspekte von Männern und Frauen im Mittelalter in zeitgenössischen Theorien und Praxis. In: Weiblichkeit oder Feminismus? Beiträge zur interdisziplinären Frauentagung Konstanz 1983, Weingarten 1983, S. 137-157.
Österreichische-ungarische Beziehungen im Mittelalter bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts. In: Andreas Baumkircher und seine Zeit (Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland 67), Eisenstadt, 1983, S. 13-28.
Marktplatz und Stadtwerdung. Die Neuburger Handels-und Handwerkersiedlung (= Korneuburg) von ihrer ersten schriftlichen Erwähnung bis zur Entstehung des Landgerichts. In: UH 54, 1983, S. 175-185.
Bemerkungen zur spätbabenbergischen und ottokarischen Kanzlei in Österreich und Steier (1198-1278). In: Landesherrliche Kanzleien im Spätmittelalter. Referate zum VI. Internationalen Kongreß für Diplomatik, München, 1983 (Münchner Beiträge zur Mediävistik und Renaissance-Forschung 35/1), 1984, S. 273-295.
Feindseligkeit zwischen Frauen, Innsbruck, 1485. In: Bechtel, B. (Hg.): Die ungeschriebene Geschichte. Dokumentation des 5. Historikerinnentreffens, Reihe Frauenforschung 3, Wien, 1984, S. 208-213.
Agnes. Herzogin − Markgräfin, Ehefrau und Mutter. Wien, 1985.
Österreich zur Zeit des heiligen Leopold. In: Der heilige Leopold, Landesfürst und Staatssymbol (Katalog der NÖ Landesausstellung im Stift Klosterneuburg) Wien, 1985, S. 1-11, sowie S. 20-25 (Agens) und S. 187-199 (Die materiellen Grundlagen der Leopoldstiftung Klosterneuburg: Alltag und Geistliche Grundherrschaft).
Der Vierberglauf. Quellen und Methoden der Forschung. In: Lebendige Altertumswissenschaft. Festgabe zur Vollendung des 70. Lebensjahres von Hermann Vetters, Wien 1985, S. 381-385.
Schriftliche Quellen zur Besiedlungsgeschichte des Waldviertels, Ausgewählte Beispiele, In: Studien und Forschungen aus dem NÖ Institut für Landeskunde 8, 1986, S. 171-188.
Aspekte von Struktur und Mentalität niederösterreichischer Bevölkerung im Hochmittelalter: Methoden und Ergebnisse einer EDV-Auswertung der Klosterneuburger Traditionen, In: Bericht über den 16. Österreichischen Historikertag in Krems, 4. – 9. September 1984 (Veröffentlichungen des Verbandes Österreichischer Geschichtsvereine 24) 1986, S. 181-189.
Traditionsbücher: Editionsprobleme, Inhaltsanalysen und EDV-Einsatz. In: Internationale Arbeitstagung über Standardisierung und Austausch von maschinlesbaren Daten in den Historischen Wissenschaften, Karl-Franzens-Universität Graz, 30. Mai bis 1. Juni 1986, Materialien, S. 26-37.
Frauenalltag in erzählenden Quellen des Spätmittelalters, In: Frau und spätmittelalterlicher Alltag. Internationaler Kongreß Krems an der Donau, 2. bis 5. Oktober 1984 (Veröffentlichungen des Instituts für mittelalterliche Realienkunde Österreichs 8 zugleich SB der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Phil.- Hist. Kl. 473), Wien, 1986, 2. 213-242.
Alltägliches, überliefert durch ein nicht alltägliches Vorkommnis in Eggenburg im Jahre 1705 (Zaubereianklage gegen ein Kind), In: NÖLA 10 (1986/87), S. 65-75.
Hexenprozesse auf dem Gebiet der heutigen Bundesländer Vorarlberg, Tirol (mit Südtirol), Salzburg, Nieder- und Oberösterreich sowie des Burgenlandes, In: Valentinitsch, H.: Hexen und Zauberer, Begleitband zur Steirischen Landesausstellung Riegersburg/Oststeiermark 1987, Graz, Wien 1987, S. 265-290.
„Die Hexen kommen wieder“. Zum feministischen Hexenangriff unter besonderer Berücksichtigung Österreichs (gemeinsam mit Edith Hörandner), ebenda. S. 391-398.
Traditionsbücher: Editionsprobleme, Inhaltsanalysen und EDV- Einsatz am Beispiel der Klosterneuburger Traditionen. In: Hausmann, F. / Härtel, R. / Kropac, I. / Becker, P. H.: Datennetze für die historische Wissenschaft? Probleme und Möglichkeiten bei Standardisierung und Transfer maschinlesbarer Daten, Graz, 1987, S. 51-62.
Lebensbewältigung durch Magie. Alltägliche Zauberei in Innsbruck gegen Ende des 15. Jahrhunderts. In: Lebensformen im 16. Jahrhundert (Wiener Beiträge zur Geschichte der Neuzeit 12), 1987, S. 80-116.
Das Buch „A.E.I.O.U.“ ‚Aller Ehren ist Österreich voll‘ von Dr. Richard von Kralik. Zu Berührungspunkten zwischen mediävistischer und zeitgeschichtlicher Quellenkunde. In: Härtl, Reinhard: Geschichte und ihre Quellen. Festschrift für Friedrich Hausmann zum 70. Geburtstag, Graz 1987, S. 511-528.
Frauen im Hochmittelalter. In: Hemma von Gurk (Katalog der Ausstellung der Diözese Gurk-Klagenfurt auf Schloß Straßburg), Klagenfurt, 1988, S. 30-38.
Hexenprozess im Landgericht Völs im ersten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts. In: Völs am Schlern, Gemeindebuch 1988, S. 249-256.
Herrschaftsbildung im Grenzraum. Bemerkungen zur Stellung der Güns-Güssinger in Westungarn und zu ihren Beziehungen zu Steier(mark) und (Nieder-) Österreich. In: Veröffentlichungen des Verbandes österreichischer Geschichtsvereins 26 1989, S. 59-63.
Bemerkungen zur historischen Realität König Ottokars. In: Römische Historische Mitteilungen 31 1989, S. 123-135.
Regionalgeschichte und Gesellschaft im Hochmittelalter am Beispiel Österreichs (MIÖG-Ergänzungsband 27), Wien, Köln 1990. (Druck der 1984 maschinschriftlich an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien eingereichten Habilitationsschrift)
Zur Rolle von Frauen in magischen Vorstellungen und Praktiken- nach ausgewählten mittelalterlichen Quellen. In: Affeldt, W.: Frauen in Spätantike und Frühmittelalter. Lebensbedingungen- Lebensnormen- Lebensformen, Berlin 1990, S. 173-194.
Werden und Entwicklung der babenbergischen Mark (976-1141). In: Österreich im Hochmittelalter (Veröffentlichungen der Kommission für die Geschichte Österreichs bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, philos.-histor. Klasse 17), Wien, 1991, S. 63-102.
Vom Sinn und Nutzen multidisziplinärer Auswertung von Zaubereiprozeßakten. Zur Entstehung einer diesbezüglichen Datenbank. In: MIÖG 100, 1992, S. 354-375.
Tulln in der Babenbergerzeit. In: Mitteilungen des heimatkundlichen Arbeitskreises für die Stadt Tulln 7, 1992, S. 72-101.
Ostarrichi – oriens − Austria. Probleme „österreichischer“ Identität im Hochmittelalter. In: Plaschka, R. G. / Stourzh, G. / Niederkorn, J. P.: Was heißt Österreich? Inhalt und Umfang des Österreichbegriffs vom 10. Jahrhundert bis heute, (AfÖG 136), Wien, 1995 und 1996, S. 35-50.
Paläographisch- diplomatische Bemerkungen zu Diplomata Ottonis III. 232 (sog. Ostarrichi-Urkunde). In: MIÖG 104 (1996), S. 1-12.
Streiflichter zur Geschichte von Puchberg am Schneeberg. In: Ladenbauer, W. (Hg.): Psyche und Berg, Puchberg, 1996, S. 195-213.
„… ist dizmal nichts an den ennden, dann ettlich alt erden gemeuer und holtz mit großen paumen überwagssen…“ – Grundherrschaftliche Quellen über das Klosterneuburger Dorf Wielensdorf von seinen Anfängen bis zum Untergang. In: Jahrbuch des Stiftes Klosterneuburg NF 16 (Festschrift für Floridus Röhrig), 1997, S. 369-396.
Schon wieder ein „Namenstag“? 850 Jahre AUSTRIA. Bemerkungen zum Diplom König Konrads III. für Klosterneuburg 25. Februar 1147. In: ÖGL 41, 1997, S. 1-13.
Nachruf: Erich Zöllner. In: MIÖG 105 1997, S. 533-542.
Osterriche − wieder vor 1000 Jahren. Das Diplom Kaiser Ottos III. vom 29 April 998 − der zweite Beleg für den Namen „Österreich“. In: ÖGL 42 1998, S. 1-11.
Entwicklung, Stand und Probleme der Textaufnahme von österreichischen Zaubereiprozeßakten. In: Franz, G. / Irsigler, F.: Methoden und Konzepte der historischen Hexenforschung, Trier, 1998, S. 53-68.
Schriftliche Quellen über „Hainburg“ aus der Mitte des 11. Jahrhunderts, nebst einem Ausflug ins ausgehende 9. Jahrhundert- Inhalte, Probleme, Fragen. In: Festschrift Bad Deutsch-Altenburg, Wien, Graz,Weimar, 2000, S. 331-354.
Das sogenannte „Triptychon“ über die Teufelsverschreibungen und den Exorzismus des Johann Christoph Haitzmann 1677. NÖ-Archiv, Archiv-Verlag, Wien, 2000.
Darstellung der eigenen Geschichte in Nachfolgestaaten der Habsburgermonarchie − Aspekte, Probleme, Versuche. Arbeitsgespräche im Institut für österreichische Geschichtsforschung am 7. April 2006. Ein Bericht. In: MIÖG 115, 2007, S. 134-138.
Hexenprozesse in österreichischen Ländern- eine Einführung. In: Hexenforschung aus österr. Ländern (Österr. Hexenforschung 1), Wien, Berlin, Münster, 2009, 2. Aufl. 2013, S. 7-16.
Das Privileg Bischof Konrads II. von Passau für die St. Pöltner vom 3. Mai 1159. In: Stift und Stadt im Mittelalter (Katalogbuch zur Sonderausstellung des Diözesanmuseums St. Pölten), St. Pölten 2009, S. 79-86.
Identifikatorische Farben in der Diplomatik. Heraldische Farben in Siegelschnüren des 13. Jahrhunderts? In: Bennewitz, I.: Farbe im Mittelalter, Akten des 13. Symposiums des Mediävistenverbandes 2009 in Bamberg, Berlin, 2011, S. 881- 889.
Das „Privileg“ Bischof Konrads II. von Passau für St. Pölten vom 3. Mai 1159. In: ÖGL 55, 2011, S. 195-208.
Markgraf Leopold (Liupolt) und die Salierin Agnes. Historische Realität und Ideologisierung im Laufe der Geschichte. In: Heiliger Leopold. Mensch, Politiker, Landespatron (Katalog der Ausstellung im NÖ Landesmuseum), St. Pölten, 2013, S. 9-32.

Kirschbaum, E. (Hg.): Lexikon der christlichen Ikonographie. 1968 ff.
Encyclopedia Britannica 15. Aufl., Bd. 6. 1974.
ÖBL Bd. 6. 1974
Taddey, G.: Lexikon der deutschen Geschichte, Stuttgart, 1977, 2. erg. Aufl. 1983.
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Hamann, B.: Die Habsburger. Ein biographisches Lexikon, Wien, 1988.

Literatur / Quellen

Eggendorfer, A.: Heide Dienst zum 65. Geburtstag. Forschungen zur Landeskunde von Niederösterreich Band 30, St. Pölten, 2004, S. VII-IX.
Fellner, F. / Corradini, D. A.: Österreichische Geschichtswissenschaft im 20. Jahrhundert. Ein biographisch-bibliographisches Lexikon. Wien, Köln, Weimar, 2006, S. 90 f.

BiografieautorIn:

Silvia Petrin

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