Lieser Helene; Ökonomin

Geb. Wien, 16.12.1898
Gest. vermutl. Paris, Frankreich, 1962

Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Fabrikant.

LebenspartnerInnen, Kinder: In der Schweiz Scheinehe mit einem Mann namens Berger.

Ausbildungen: Schwarzwaldsche Schulanstalten, Privat-Mädchen-Obergymnasium des Vereins für erweiterte Frauenbildung; April 1920 Ansuchen um Promotion an der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, Rigorosum am 15. Juni 1920, als erste Frau Dr.rer.pol. an der Universität Wien, erste Wiener staatswissenschaftliche Dissertation.

Laufbahn: In der Zwischenkriegszeit zunächst Arbeit beim Verband österreichischer Banken und Bankiers in Wien, als Gastgeberin zentrale Rolle bei den Treffen der Nationalökonomischen Gesellschaft in den Räumlichkeiten des Bankenverbandes; in der Schweiz Engagement um Nazi-Opfer; seit der Gründung der „International Economic Association“ in Paris viele Jahre als deren leitende Sekretärin tätig, Vertretung der Organisation auf zahlreichen internationalen Konferenzen.

Qu.: UA Wien.

W.: „Währungspolitische Literatur der österreichischen Bankozettelperiode. Diss.“ (1920), „Adam H. Müller, Versuche einer neuen Theorie des Geldes. Mit erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. Helene Lieser (= Die Herdflamme. Sammlung der gesellschafts-wissenschaftlichen Grundwerke aller Zeiten und Völker. Herausgegeben von Prof. Dr. Othmar Spann, 2. Band)“ (1922)

L.: Erinnerungen von Ludwig v. Mises1978, Haag Vol. 18, Mises 1981, Nautz 1997, Nautz 2002, Steindl 1988