Iglauer Erika

* 16.6.1930, Wien, † 2007, Gumpoldskirchen, NÖ
Ethnologin und Vorstandssekretärin

E. I. wird als Tochter von Friedrich Iglauer, Kunstkeramiker und Emilie Iglauer, kaufm. Angestellte, geboren.
Sie besuchte die Hauptschule in Wien 4, da sie auf Grund der politischen Verhältnisse nicht ins Gymnasium eintreten konnte. Danach absolvierte sie die 2- jährige Kaufmännische Wirtschaftsschule auf der Wieden. Dank eines Stipendiums konnte sie die Handelsmatura an der Handelsakademie ablegen. Sie absolvierte nebenberuflich die ArbeiterInnenmittelschule, maturierte 1959 und studierte an der Universität Wien Japanologie und Soziologie. Nach sieben Semestern wechselte sie zu Völkerkunde und Volkskunde im Nebenfach. 1973 promovierte sie bei Hirschberg und Haekel.
Bedingt durch den Tod des Vaters war ein Studium zunächst unmöglich. Ihre kaufm. Laufbahn begann sie bei einer elektrokeramischen Firma. Seit 1948 arbeitete sie im Zentralbüro der Wienerberger Baustoffindustrie AG als kaufm. Angestellte, später als Vorstandssekretärin des technischen Direktors und nach dessen Ablösung als Gruppenleiterin in der Einkaufsabteilung. Auch nach der Promotion arbeitete sie weiter bis zu ihrer Pensionierung in derselben Firma. Sie unternahm einige Reisen nach Afrika und schrieb ihre Eindrücke nieder, die aber nie publiziert wurden. Später stellte sie ihr ethnologisches Interesse zu Gunsten eines eher volkskundlichen Interesses zurück. Sie widmete sich der Aufgabe ein Konzept für ein Museum für und über die Firma Wienerberger zu erarbeiten und dessen Verwirklichung zu organisieren.

Werke

Goldgewinnung und Goldhandel im Raum von Simbabwe in der portugiesischen Zeit von 1497- 1840. In: Wiener Ethnohistorische Blätter, Beiheft 2, 1973.
Süd- und südwestafrikanische Museen und ihre Bedeutung für die Ethnohistorie. In: Aus Theorie und Praxis der Ethnohistorie. Festgabe zum 70. Geburtstag von Walter Hirschberg. Gewidmet von seinen Schülern, Wiener Ethnologische Blätter, Beiheft 3, 1974.

Literatur / Quellen

Smetschka, B.: Frauen – Fremde – Forscherinnen. Leben und Werk der Absolventinnen des Wiener Instituts für Völkerkunde 1945- 1975. Ein Beitrag zur Wissenschafts- und Frauengeschichte. (Europäische Hochschulschriften). Frankfurt/M., Berlin, 1997.

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