Hoffert-Horani Miryam

geb. Marie Sara Hoffert, auch unter Miriam Hofert-Horani

* ?.8.1905, Jaslo, Galizien (Polen), † ?
Psychologin, Sozialarbeiterin und Beamtin

M. H.-H. ist die Tochter von Naftali Hoffert und Feiga, geb. Müller. 1934 heiratet sie Jacob Horani.
1924 promoviert M. H.-H. an der Universität Wien mit der Dissertation „Johann Heinrich Pestalozzis Psychologie“ und ist Absolventin des Psychologischen Instituts der Universität Wien. 1925 schließt sie das Hebräische Lehrerseminar in Wien ab und erlangt 1929 das Diplom des Psychologischen Instituts der Schule für Sozialarbeit Berlin.
Ab 1933 lebt M. H.-H. in Palästina, wo sie 1933-48 Leiterin der Wohlfahrtsabteilung für Einwanderer des Vaad Leummi, während des 2. Weltkriegs und während des israelischen Unabhängigkeitskrieges Leiterin der Wohlfahrtsabteilung für Einwanderer im israelischen Sozialamt wird. 1952 erhält sie ein UN-Stipendium. Ab 1952 wird sie Leiterin der Abteilung für Gemeinschaftsfürsorge im Ministerium für Sozialfürsorge, 1952 Leiterin Kenya-Israel Society Workers‘ Training School in Machakos/Kenia sowie Leiterin und Dozentin an der School of Social Work Addis Abeba/Äthiopien Zeitweise erfüllt sie die Funktion eines Vorstandsmitglieds und Mitglieds des Verwaltungsrates der Israel Mental Hygiene Society aus. Weiters ist sie Mitglied des Israel Institute für Psychoanalyse und Beraterin der Arbeiterinnen-Organisation der Histadrut. Sie ist außerdem als Mitglied des Verwaltungsrates einer Eheberatungsstelle tätig und Sekretärin der Organisation für Sozialarbeit. Als Sekretärin der Soroptimists, Mitglied bei Mapai und Mitglied des Labour Council Tel Aviv, lebt sie 1974 schließlich in Tel Aviv.

Werke

Artikel über Fürsorge und Psychologie in israelischen und ausländischen Zeitschriften

Literatur / Quellen

Blumesberger, S./ Doppelhofer, M. / Mauthe, G. (Bearb.) / Österr. Nationalbibliothek (Hg.): Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft. 18. bis 20. Jahrhundert. Saur, München, 2002.
Röder, W. / Strauss, H. A. (Hg.): Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933 (= International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933- 1945). 3 Bde. München, 1980-1983.
Weitzel, U.: Psychologinnen in Wien. Wien, 2000.

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