Fehl, Raina

geb. Maria Raina Leonora Ruth Schweinburg

* 23.8.1920, Wien, † 3.5.2009, Appleton, Wisconsin, USA
Kunsthistorikerin und Schriftstellerin

1938 Matura Gymnasium Wenzgasse, Wien; 1939 Emigration in die USA; 1939- 1942 Studium am New Jersey College für Frauen, in Rutgers; B.A. in Geschichte und Englisch; 1945-46 U.S.-Armeedienst, 1946-1947 psychiatrische Sozialarbeiterin der U.S.-Kriegsabteilung und beim Nürnberger Kriegsverbrechertribunal; 1947-1952 Deutschprofessorin an der University of Chicago, Illinois, 1947-1948 Studium an der Stanford University, 1948-1952 Studium der Philosophie an der University of Chicago, 1954-1962 Studium an der University of Nebraska, Lincoln, lehrte ebenda Englisch und Latein. 1962-1967 University of North Carolina; 1965-1969 Deutschprofessorin an der North Carolina School of the Arts in Winston-Salem; 1976 M.A. in klassischer Philologie an der University of Illinois, Urbana; 1982 Gastprofessur an der Tel Aviv University, 1992 Gastprofessur an der Hebrew University, Jerusalem; 1992-2009 Cucognara Projekt, Direktorin desselben 2000-2009; 1977-2000 des College of Art Association of America und Begründerin von International Survey of Jewish Monuments.

R. F. wurde als Tochter von Erich Fritz Schweinburg (1890-1959), Dichter, Schriftsteller und Rechtsanwalt und Rosa Gussman Schweinburg in Wien geboren.
Sie legte ihre Matura 1938 am Gymnasium Wenzgasse in Wien ab. 1939-1942 studierte sie am New Jersey College für Frauen, in Rutgers und schloss mit dem B.A. in Geschichte und Englisch ab. Anschließend studierte sie an der Stanford University, 1947-1948, wo sie zu Karl Kraus forschte. Weiters beschäftigte sie sich mit Deutscher Philosophie an der University of Chicago 1948-1952 und studierte anschließend an der University of Nebraska in den Jahren 1954- 1962 und an der University of North Carolina (1962- 1967), sowie an der University of Illinois, Urbana, wo sie mit dem Master in klassischer Philologie 1976 abschloss.
R. F. hatte bereits als Kind mit verschiedenen schweren Krankheiten zu kämpfen (z. B. mit den Pocken). Ihr ganzes Leben sollte von gesundheitlichen Problemen gezeichnet sein, was sie Zeitzeugenaussagen nach allerdings nicht davon abhielt bis ins hohe Alter äußerst aktiv und enthusiastisch zu bleiben. R. F. emigrierte 1939 in die USA und erhielt die amerikanische Staatsbürgerschaft 1944. Sie verrichtete den U.S.-Armeedienst von 1945-1946 und arbeitete als psychiatrische Sozialarbeiterin, in der U.S. Kriegsabteilung und beim Nürnberger Kriegsverbrechertribunal 1946-1947. 1947-1952 unterrichtete sie Deutsch an der University of Chicago, Illinois. 1954-1962 lehrte sie Englisch und Latein an der University of Nebraska, Lincoln, sowie Deutsch 1965-1969 an der North Carolina School of the Arts in Winston-Salem. Sie unterhielt Gastprofessuren an der Tel Aviv University, 1982, und an der Hebrew University Jerusalem, 1992. Gemeinsam mit ihrem Mann arbeitete sie außerdem am Cucognara Projekt, das auf einer Kooperation zwischen der Universitätsbibliothek der University of Illinois und der Bibliothek des Vatikans basierte. Dieses Projekt hatte zum Ziel literarische Sourcen für die Kunstgeschichte aufzuarbeiten. Das Projekt lief von 1992- 2009, wobei R. F. von 2000- 2009 Direktorin des Projekts war.
Nach dem Tod R. F.s entdeckten ihre Töchter ein Notizbuch mit der Aufschrift ”Don’t lose me“, worin sich mehrere Kurzgeschichten moderner Fiktion befanden. Bis dorthin hatte niemand gewusst, dass R. F. sich auch schriftstellerisch betätigt hatte. Es ist der Wunsch R. F.s Töchtern diese Geschichten nun posthum herauszugeben.
R. F. war Vizepräsidentin des College of Art Association of America und gemeinsam mit ihrem Mann Begründerin von International Survey of Jewish Monuments (1977-2000).
R. f. war verheiratet mit Philipp Fehl. Sie hatten zwei Töchter, Katharine Fehl und Caroline Coulston.

Werke

Gem. m. Aldrich, K. / Fehl, Ph. (Hg.): Franciscus Junius (the younger), The Literature of Classical Art I. The Paining of the Ancients, Catalogus Architectorum, Mechanicorum sed praecipue A critical edition and translation. University of California Press, Berkeley, California, (o. J.)
Gem. m. Fehl, Ph.: The Cicognara Library: Literary Sources in the History of Art and Kindred Subjects. Leopoldo Cicognara Program at the University of Illinois Library in Association with the Vatican Library, Vatican City, 1989- 2009, (Mikrofilmsammlung von ca. 5.000 Titeln)
Gem. m. Aldrich, K. / Fehl, Ph. (Hg.): The literature of classical art / Franciscus Junius. (o. J.)
Jewish Heritage Report, Vol.II, Nos. 1-2 / Spring-Summer 1998, Stein und Name, Review.

Literatur / Quellen

http://www.cicognara.com

BiografieautorIn:

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