Bormann, Elisabeth Ottilie Marianne

* 12.5.1895, Wien- Döbling, † August 1986, Berlin- Charlottenburg, Deutschland
Physikerin

Volks- und Bürgerschule in Klosterneuburg; Besuch der privaten Fortbildungsschule von Dr. Eugenie Schwarzwald, Wien; 1914 Reifeprüfung am k. k. Staatsgymnasium, Wien; WS 1914/15 Inskription für Physik und Mathematik, Universität Wien; 1919 Promotion; Juli 1919-März 1921 Assistentin des Atomphysikers Max Born, Institut für Theoretische Physik, Universität Wien; April bis November 1921 Assistentin von Prof. Dessauer, Forschungen und wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Röntgentechnik; ab Dezember 1921 Tätigkeit im Physikalischen Labor I, Kabel-Werk der Siemens-Schuckert Werke, Berlin; Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft; 1957 Pensionierung; 1962 Gesuch um Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft − nicht entsprochen.

E. B. besuchte die achtjährige Volks- und Bürgerschule in Klosterneuburg und war zeitlebens eine begeisterte Turnerin, wie ihre Schwester Eugenie und hervorragende Klavierspielerin. Besuch der privaten Fortbildungsschule der Dr. Eugenie Schwarzwald in Wien. 1914 Ablegung der Reifeprüfung am k.k. Staatsgymnasium im XXI. Bezirk Wiens. WS 1914/15 Inskription für Physik und Mathematik an der Universität Wien. 1919 Promotion mit der Dissertation „Zur experimentellen Methodik der Zerfallsschwankungen“ unter den Referenten Prof. Exner und Prof Jäger. Ablegung aller Rigorosen mit Auszeichnung, die Dissertation wurde ebenso einstimmig mit Auszeichnung approbiert.
Von Juli 1919 bis März 1921 war sie Assistentin des Atomphysikers Max Born am Institut für Theoretische Physik an der Universität Wien, wo sie Versuche an Atomstrahlen in einem Vakuum vornahm sowie an theoretischen Arbeiten und an der Ausarbeitung von Vorlesungsinhalten mitarbeitete. Von April bis November 1921 Assistentin von Prof. Dessauer, dem Chef des Instituts für physikalische Grundlagen der Medizin, Forschungen und wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Röntgentechnik. Ab Dezember 1921 Arbeit im Physikalischen Labor I des Kabel-Werks der Siemens-Schuckert Werke in Berlin, wo sie selbstständige Untersuchungen experimenteller und theoretischer Art auf dem Gebiet der Kabeltechnik durchführte. Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft. 1957 Pensionierung.
1962 Stellung eines Gesuches um Revidierung der deutschen Staatsbürgerschaft und um Wiedererlangung der österreichischen. Dieser wurde nicht entsprochen.
Im August 1986 starb E. B., nur zwei Monate nach ihrer Schwester Deni in ihrer Wohnung in Berlin-Charlottenburg.
Zu E. B.s Bekanntenkreis zählten Erwin Mehl und die Mitglieder des „Exner-Kreises“: Physiker Franz Serafin Exner und Gustav Jäger und die Pionierin des Physikstudiums Lise Meitner, sowie der Atomphysiker Max Born und Prof. Dessauer.

Literatur / Quellen

Werke

BiografieautorIn:

Anneliese Rieger

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