Soucek Aloisia, Luise; Fallschirmspringerin, Buchhalterin und Widerstandskämpferin

Geb. 8.2.1908

Gest. UdSSR, um 1950

Laufbahn: A. S. trat 1930 der KPÖ bei. 1932 emigrierte sie in die Sowjetunion. Sie war Hörerin und Angestellte des Marx-Engels-Instituts, der KUNMS (Kommunistische Universität der Nationalen Minderheiten des Westens) und der ILS (Internationale Lenin-Schule). 1936 war sie im Kaganowitsch-Kugellagerwerk beschäftigt. A. S. wurde von der Sowjetunion als Fallschirmspringerin eingesetzt und sprang Ende Juni 1943 mit Gregor Kersche und Hildegard Mraz über Polen ab. Die Gruppe wurde Anfang Jänner 1944 in Wien festgenommen. A. S. wurde am 15.1.1944 von der Gestapo erkennungsdienstlich erfasst. Im Mai 1945 wurde sie in Wien als „Verräterin“ von SMERSCH (sowjetische Einheit für Spionageabwehr an der Front) verhaftet, in die Sowjetunion verschleppt und zu Straflagerhaft verurteilt. Sie starb um 1950 in einem sowjetischen Lager.

Qu.: Datenbank „Nicht mehr anonym“, Arbeiterbewegung, DÖW.

L.: Dokumentationsarchiv 1984, Dokumentationsarchiv 1999