Roux Helene Emma Antonia, verh. Schönbrunner; Gattin des Malers Ignaz Schönbrunner d J.
Geb. Wien, 3.4.1872
Gest. Eichgraben, NÖ, 26.1.1936

Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Anton Joseph Valentin Roux (1835–1901), akademischer Maler; Mutter: Emma geb. Nicolits (1846–1880); Cousine von Emilie Roux.

LebenspartnerInnen, Kinder: Heirat 1895 mit Ignaz Schönbrunner, Sohn des Malers Ignaz Schönbrunner und selbst Maler. Eine Tochter.

Beide Elternteile von Helene Roux stammen aus Familien, die in der Textilbranche tätig waren. Der Großvater Marcus Nicolits war zumindest zeitweise auf Baumwollwaren spezialisiert, sein Schwiegervater Josef Saruba war Webermeister.

Der Großvater Ferdinand Roux war Kaufmann, der sich wie mehrere Vorfahren einiger Generationen vor ihm auf den Leinenhandel spezialisiert hatte.

Helenes Vater Anton Roux selbst war akademischer Maler. 1877 wurde Roux vom Minister für Kultus und Unterricht zum Lehrer an der 1877/78 zu aktivierenden Zeichen- und Modellirschule (sic) in Innsbruck ernannt; die Familie zog nach Innsbruck.

Helene verlor im Alter von 8 Jahren ihre Mutter, möglicherweise hat sich auch der Onkel Constantin Nicolits, der ebenfalls in Innsbruck lebte, vermehrt um sie gekümmert. Gesichert ist, dass Helene Roux im Sommer 1888 zusammen mit ihm und einem weiteren Onkel väterlicherseits das neu errichtete Kaiser-Franz-Josefs-Schutzhaus auf dem Patscherkofel besucht hat.

Der erwähnte Constantin Nicolits war Gewerbetreibender, er hat sich besonders für das Kunstgewerbe eingesetzt und sich als Leiter der permanenten kunstgewerblichen Ausstellung in Innsbruck große Verdienste erworben. Er zeichnete u a. auch – zusammen mit seinem Schwager Anton Roux – 1888 für eine Ausstellung kunstgewerblicher Gegenstände Indiens aus den Beständen des k. k. österreichischen Handelsmuseums verantwortlich.

Helenes Umfeld – dazu zählt auch ihr als Pferdemaler bekannte Cousin Oswald Roux – war also von Künstlern und Kunstinteressierten geprägt; sie heiratete 1895 den Maler Ignaz Schönbrunner d. J., der selbst einer Malerfamilie entstammte. Derzeit ist nicht bekannt, ob sie selbst bildnerisch tätig war.

Helene Schönbrunner starb am 26. Jänner 1936 in Eichgraben.

Quellen

Pfarre St. Stephan, Taufbuch Signatur 01-114, 1. Jän. 1844 – 31. Dez. 1847, fol. 232, geb. 19. Februar 1846, Emma Nicolits

Pfarre St. Josef ob der Laimgrube, Taufbuch Signatur 01-37, 1. Jän. 1872 – 31. Dez. 1873, Fol. 41, Reihenzahl 164, geb. 3. April 1872 Helena Emma Antonia Roux

Adressverzeichnis Lehmann 1872: Ges. d.F Marcus Nicolits & V. Haßmann Baumwollwaren-Comiss. Gesch., Färberg 6

Gemeinde-Zeitung: unabhängiges politisches Journal 4. August 1877, Seite 3

Innsbrucker Nachrichten 12. April 1880, Seite 8

Innsbrucker Nachrichten 12. Jänner 1887, S 3f

Innsbrucker Nachrichten 3. Januar 1888, Seite 3

Innsbrucker Nachrichten 13. August 1888, Seite 15

Innsbrucker Nachrichten 11. Februar 1895, Seite 12

St. Pöltner Bote 6. Februar 1936, Seite 15

Autorin der Biografie: Veronika Pfolz