Kempny Hedy, Ps. Fiammetta; Schriftstellerin

Geb. Gutenstein, NÖ, 21.12.1895

Gest. New York City, New York, USA, 16.5.1986

Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Peter Kempny (1862-1906), Arzt, Naturforscher, Pianist und Komponist (Ps. Fritz Walden). Drittes Kind. Die Familie zog nach dem frühen Tod des Vaters nach Wien.

Ausbildungen: Klavierstudium am Konservatorium, Schauspielunterricht bei dem Hofburgschauspieler Ferdinand Gregori.

Laufbahn: Begann bereits mit 13 Jahren zu schreiben und verfasste literarische Skizzen. 1915 Bankangestellte bei der NÖ. Escompte-Gesellschaft. Ab 1926 regelmäßige Veröffentlichung von Kurzgeschichten und Essays in Zeitschriften. 1934, nach Schließung der NÖ. Escompte-Gesellschaft, arbeitete sie im Verlagswesen. Ging 1938 nach Zürich. Schrieb im Exil unter Pseudonym Kurzgeschichten und Feuilletons für das „St. Gallner Tagblatt“. Ordnete nach dem Tod Schnitzlers 1931 dessen gesamten Briefwechsel und rettete diesen 1938 aus Wien, indem sie die Briefe auf verschiedene Freunde verteilt, in die Schweiz sandte. 1947 Übersiedlung nach New York, Tätigkeit im Verlag von Frederick Ungar. 1914-18 Briefwechsel mit dem jungen Lyriker Wolfgang von Miklusich. Ab 1919 Freundschaft mit Arthur Schnitzler, die bis zu dessen Tod bestehen blieb. H. K.s vielschichtige Persönlichkeit diente Arthur Schnitzler als Modell für einige seiner Frauengestalten und regte ihn zu dem Buch „Das Mädchen mit den dreizehn Seelen“ an (blieb unvollendet).

Ausz.: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

W.: „Das Mädchen mit den dreizehn Seelen. Briefe und Tagebuchblätter“ (1991)

L.: Bolbecher/Kaiser 2000