Kafka-Lützow Astrid

* 28.3.1937, Dohna (Dresden), Deutschland
Medizinische Physiologin

1949 Flucht aus der DDR. Auf Grund der Arbeitssuche der nunmehr mittellosen alleinerziehenden Mutter mehrmalige Schulwechsel: Besuch der Neusprachlichen Gymnasien in Kempten/Allgäu (1949-1951), Kassel (1951-1952) und Wuppertal (ab 1953). Nach dem Abitur (1957) im neusprachliches Gymnasium Wuppertal-Elberfeld Übersiedlung nach Wien; ab 1957 Studium der Medizin an der Universität Wien, Abschluss 1964 mit Promotion zum Dr.med.univ.; 1971 Habilitation für Physiologie Thema: „Analyse von Belichtungspotentialen der Netzhaut des Auges“ am Institut für Allgemeine und Vergleichende Physiologie der Universität Wien. 1975 Ernennung zur ao. Professorin für Physiologie und Leiterin der Abteilung für Arbeitsphysiologie; 1979-1999 Vorstand des Instituts; 1981 Berufung zur o. Univ. Professorin für Physiologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien; verschiedene Aufgaben im akademischen Leben, u. a. Studiendekanin 1999-2002. Emeritierung 2005.
Familienstand verheiratet, 2 Kinder.

A. v. L. begann bereits ab 1960 als Studentische Mitarbeiterin am Institut für Physiologie der Medizinischen Fakultät der Universität Wien bei Prof. Dr.med. Wilhelm Auerswald im Rahmen eines Forschungsprojekts über mögliche Methoden zur Auflösung von Thromben bzw. des Gerinnungsfaktors Fibrin wissenschaftlich, sowie in den Studenten-Praktika als Tutorin zu arbeiten.
Nach ihrer Promotion 1964 erhielt sie eine Anstellung als Assistenzärztin am neugegründeten Institut für Allgemeine und Vergleichende Physiologie der Universität Wien unter der Leitung von Prof. Hans Bornschein, nachdem sie noch die Arbeiten an einem weiteren Projekt der vegetativen Physiologie zum „Fettstoffwechsel in der Spätschwangerschaft und Puerperalperiode” abgeschlossen hatte.
1964/65 wechselte sie in das von Hans Bornschein initiierte Feld der okulären Elektrophysiologie und bearbeitete insbesondere die Erforschung der neuronalen Verarbeitung von Lichtsignalen in der Netzhaut (Retina) der Augen von Säugetier und Mensch.
Bereits 1966 folgte ein erster Forschungsaufenthalt am Carl-Ludwig-Institut für Physiologie der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig (Prof. Dr. H. Drischel), welcher ihr zur Entwicklung einer neuen Methodik der Organ- bzw. Gewebe-Isolierung als Alternative zu Tierversuchen diente. Die erfolgreiche Entwicklung dieser Technik führte zu einer Einladung zu einem weiteren Forschungsaufenthalt (1970) am Institute of Ophthalmology des University College London (Prof. G. B. Arden). Nach einer Reihe von international beachteten Arbeiten, die sich vor allem mit der Analyse der beim Menschen diagnostisch eingesetzten Messung von Belichtungspotentialen des Auges beschäftigten, erfolgte 1971 die Habilitation für Physiologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien (Habilitationsschrift zur Analyse des Elektroretinogramms). Das folgende Jahr (1972) verbrachte sie als Gastforscherin am renommierten National Eye Institute der Nat. Inst. of Health (NIH) in Bethesda, Maryland, USA. Die Arbeiten dieser Periode mit einer Reihe von später ebenfalls besonders erfolgreichen Kollegen betrafen vor allem: weitere Verbesserungen in der Technik der Überlebensbedingungen für das Neuronen-Netzwerk der Säugetiernetzhaut; Untersuchungen der Reaktionen einzelner Zelltypen der Netzhaut als Anpassung an verschiedene Belichtungshelligkeiten.
Nach ihrer Rückkehr nach Wien entstanden mit den in den USA bearbeiteten neuen Isolierungstechniken Untersuchungen an perfundierten Augen zur Durchlässigkeit der Blut- Hirn-Schranke am speziellen Beispiel der Blut-Retina-Schranke. Diese Arbeiten bildeten eine Voraussetzung für die Möglichkeit, an diesem Modell Wirkungen bestimmter Pharmaka und Toxine auf ein dichtes Neuronennetz mit einer Vielfalt von Neurotransmittern zu untersuchen.
Weitere Untersuchungen befassten sich mit der Physiologie der Retina bei nacht- und tagaktiven Säugern. Dies ist auch ein Zugang zum Verständnis der jeweils für Dämmerungs- und Tageslichtsehen optimierten Subsysteme der menschlichen Retina.
Die Ergebnisse der Arbeiten von A. K.-L. aus dem Bereich der Sinnesphysiologie wurden unter anderem in den naturwissenschaftlichen Top-Journalen NATURE und SCIENCE veröffentlicht.
Da es in Österreich kein anderes sinnesphysiologisch orientiertes Institut gab, eröffnete sich − parallel zu den Themen der Grundlagenforschung – ein weiterer Forschungsbereich. Mit der Einführung von zunehmend mehr Computer-Arbeitsplätzen gab es Anfragen von Betrieben, Betriebsärzten und anderen betrieblichen Organisationen zu deren Gestaltung, insbesondere zu den Lichtverhältnissen. A. K.-L. begann sich in multidisziplinären arbeitswissenschaftlichen Projekten mit den sinnesphysiologisch-medizinischen Aspekten zu beschäftigen.
Nach einem Jahr klinischer Tätigkeit (1973) am Wilhelminenspital der Stadt Wien – Abteilung für Innere Medizin (Prof. Dr. H. Thaler) und Abteilung für Chirurgie (Prof. Dr. G. Salem) – erreichte sie 1975 an der Universität Dortmund einen Listenplatz im Berufungsvorschlag für die Stelle eines Univ. Professors (H4) für „Arbeitsphysiologie – Schwerpunkt Neuro- und Sinnesphysiologie“ am Institut für Arbeitsphysiologie. Im gleichen Jahr erfolgte die Ernennung zur ao. Professorin für Physiologie und Leiterin der Abteilung für Arbeitsphysiologie am Institut für Allgemeine und Vergleichende Physiologie der Universität Wien.
In dieser Zeit (1973-1998) entwickelte sie ihren weiteren Forschungsschwerpunkt: Angewandte Physiologie – Arbeits- und Umweltphysiologie (v. a. Einfluss auf Nerven- und Sinnessystem). Die damit verbundenen Projekte bemühten sich um eine naturwissenschaftliche Fundierung der Beurteilung von Arbeitsbedingungen und -belastungen. Sie betrafen unter anderem: Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz, speziell in dessen neuer Form, vor einem Bildschirm; Thermische Beanspruchung und Temperaturregulation des Organismus; Psychomentale Beanspruchung, Stress am Arbeitsplatz; Mental-emotionale Beanspruchung: Herz-Kreislauf- Reaktivität bei Männern und Frauen; Interdisziplinäres Schwerpunktprojekt zur Auswirkung von Umstellungen auf neue Technologien im Arbeitsprozess.
Ein zentrales Thema war das Bemühen, eine menschengerechte Gestaltung für die neuen Formen von Arbeitsplätzen in der Informationsgesellschaft zu finden. Dies inkludierte neben der Erfassung human-ökologisch/biophysikalischer und ergonomischer Parameter auch innovative Ansätze zur Quantifizierung und Objektivierung von Stress insbesondere in zunehmend mit digitalen Informationssystemen verbundenen Dienstleistungsbereichen (z. B. Transportwesen, Schalter- und Kassenpersonal).
1979-1999 übernahm sie die Aufgaben als Vorstand des Instituts für Allgemeine und Vergleichende Physiologie der Medizinischen Fakultät der Universität Wien.
1981 (nach dem Tod von Hans Bornschein 1979) erfolgte die Berufung zur o. Univ. Professorin für Physiologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien. Sie wurde damit nach Erna Lesky (o. Prof. für Geschichte der Medizin von 1966-1979) die zweite Ordinaria an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien.
Aus den in beiden Bereichen ihres Instituts arbeitenden Diplomanden und Dissertanten sind viele national und international erfolgreiche Wissenschafter/innen und Ärzte hervorgegangen.
Neben ihrer Rolle in Forschung und anderen akademischen Aufgabenbereichen prägte A. K. zwischen 1974-2014 die studentische und postgraduelle Lehre innerhalb ihres Fachbereichs in den 2001 etablierten neuen Studienplänen für Human- und Zahnmedizin der MedUniWien. Im Jahr 2000 erhielt sie die Auszeichnung als „Teacher of the Year“ der Medizinischen Fakultät der Universität Wien.
1999-2002 wurde sie in der Phase der − komplexes Management erfordernden − Studienreform an der Medizinischen Fakultät als Studiendekanin berufen. Damit war sie maßgeblich an der Entwicklung und Einführung des neuen Medizin-Curriculums beteiligt, ab WS 2001/2002 als Pilotprojekt und im WS 2002/2003 als Regelstudium implementiert. Dieses löste das alte lineare Modell ab und verschränkte in drei Studienabschnitten fächerintegrierende praxisnahe Themenblöcke mit eigenen aufeinander aufbauenden Wissenschaftsmodulen.
Darüber hinaus entwickelte sie Physiologie-Lehrpläne und lehrte 1974-2014 auch in verschiedenen postgraduellen Universitätslehrgängen der Med. Univ. Wien, an der Technischen Universität Wien, sowie in Fachhochschulen (FH Campus Wien- bis 2012, FH Technikum Wien- bis 2013).
Von 1974-1998 war sie Vertrauensdozentin / Referentin für das Ausländerstudium an der Med. Fakultät der Universität Wien, 1996-2000 Vertreterin der Universität Wien in der interuniversitären Kommission für den Vorstudienlehrgang der Wiener Universitären, 2001-2005 im gleichen Lehrgang Vorsitzende von Prüfungssenaten (Naturwissenschaftliche Fächer).
Ab 1974 arbeitete sie als Gutachterin für Fachzeitschriften sowie für in- und ausländische Universitäten sowie als Mitglied von Beiräten und Kuratorien von Forschungsförderungseinrichtungen, unter anderem: Max-Planck- Institut für physiologische und klinische Forschung in Bad Nauheim (1979-1989), Kuratorium des Inst. für Publikumsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (1982-1989), Inst. für Arbeitsphysiologie an der Universität Dortmund (1991- 2000).
Auch nach ihrer Emeritierung am 30. Sept. 2005 blieb sie in vielen Bereichen aktiv.
Bis 2014 wirkte sie weiter als Jurymitglied in Gremien zur Vergabe von Projekten und verschiedenen Wissenschaftspreisen.
Im Laufe ihrer vielschichtigen Tätigkeit erhielt Prof. K.-L. verschiedene Auszeichnungen wie Ehrensenatorin der Med. Univ. Wien (2005) und Preis der Stadt Wien (2010). Sie war Vorstandsmitglied und Präsidentin, Mitglied und Vorsitzende wissenschaftlicher Beiräte sowie Mitglied und Ehrenmitglied von Fachgesellschaften aus den Gebieten der Physiologie und der Arbeitsmedizin (z. B. Gründungsmitglied der Österr. Physiolog. Gesellschaft und deren Präsidentin (1987-1991 und 2003-2005) sowie Ehrenmitglied der Österr. Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats (1982-1994).

Werke

W. Doleschel, W. Auerswald, A. v. Lützow (1962): On the inhibiting effect of ε-amino caproic acid upon the fibrinolytic system during “spontaneous activation”. Thrombosis et Diathesis Haemorrh. 8, 101-111.
W. Auerswald, W. Doleschel, A. v. Lützow, H. Schubert (1964): Molecular and lytic parameters of serum globulins reacting with streptokinase. Internat. J. Experimental Medicine 10, 402-410.
W. Auerswald, W. Doleschel, A. v. Lützow, W. Müller-Hartburg (1965): Zur Frage der Aktivierbarkeit des mütterlichen und kindlichen Lipoprotein-Lipase-Systems in der Puerperalperiode. Zschr. f. Ernährungswissenschaft 6, 49-53.
H. Bornschein, A. v. Lützow (1965): Die Negative Komponente des Warmblüter- Elektroretinogramms (ERG): Beeinflussung durch stoffwechselwirksame Substanzen. Albrecht v. Graefes Arch. klin. exp. Ophthal. 168, 455-467.
H. Bornschein, R. Hanitzsch, A. v. Lützow (1966): Der Nachweis des Barbiturateffektes an der isolierten Warmblüternetzhaut. Experientia 22, 98-99.
H. Bornschein, R. Hanitzsch, A. v. Lützow (1966): Off-Effekt und negative ERG-Komponente des enukleierten Bulbus und der isolierten Retina des Kaninchens. 1) Einfluss der Reizparameter. Vision Res. 6, 251-259.
R. Hanitzsch, H. Bornschein, A. v. Lützow (1966): Off-Effekt und negative ERG-Komponente des enukleierten Bulbus und der isolierten Retina des Kaninchens. 2) Einfluss der Temperatur. Vision Res. 6, 261-269.
A. v. Lützow (1966) Die Bedeutung von Plasmafaktoren für die isolierte umströmte Kaninchennetzhaut. Experientia 22, 215-217.
A. v. Lützow, H. Bornschein (1966): Der Einfluss der Temperatur auf die Charakteristik der B-Welle im ERG der isolierten Kaninchennetzhaut. Albrecht v. Graefes Arch. klin. exp. Ophthal. 170, 332-341.
H. Bornschein, A. v. Lützow (1967): Electroretinographic “threshold” in the isolated rabbit retina. Nature 215, 1394-1395.
R. Hanitzsch, A. v. Lützow (1967): Das Flimmer-ERG der isolierten Warmblüternetzhaut. Albrecht v. Graefes Arch. klin. exp. Ophthal. 173, 217-224.
A. v. Lützow, L. Wündsch (1967): Grenzen der zeitlichen Summation im Doppelreiz-ERG des Kaninchens. Vision Res. 7, 565-571.
H. Bornschein, A. v. Lützow (1967): Die Lichtempfindlichkeit der isolierten Kaninchennetzhaut. Wien. klin. Wschr. 79, 460-463.
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A. v. Lützow (1969): Die Toleranz der isolierten Netzhaut gegenüber einem Glaskörperersatz. Wien. klin. Wschr. 81, 295-296.
L. Wündsch, A. v. Lützow (1969): Zur Ausschaltung des Becquereleffektes in der Elektroretinographie. Experientia 25, 1119-1120.
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A. v. Lützow (1970): Das Elektronenblitz-ERG der Isolierten Warmblüternetzhaut. Die initialen positiven Wellen des Blitz-ERG. Vision Res. 10, 1025-1033.
A. v. Lützow (1970): Das Elektronenblitz- ERG der isolierten Warmblüternetzhaut. Einfluss von Intensität und Temperatur auf die Positiven Wellen. Vision Res. 10, 1035-1043.
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Literatur / Quellen

BiografieautorIn:

Peter Ahnelt

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