Freud, Ernestine

„Esti“, geb. Drucker
* 21.5.1896, Wien † 29.10.1980, New York City, USA
Sprachtherapeutin

Ab 1927 therapeutische Hilfskraft am Ambulatorium für Sprach- und Stimmstörung; 1932-38 unbezahlte Lektorin für Sprechtechnik und Stimmbildung an der Philosophischen Fakultät der Universität Wien; 1938-40 Logopädin in Paris, Aufbau einer Sprach- und Stimmrehabilitationsklinik am Lariboisière Krankenhaus; 1940-41 Logopädin am „dispensaire pour enfants nerveaux et retardes“ in Nizza; 1941-42 Sprachtherapeutin in Casablanca/Marokko; 1942-59: unbezahlte Logopädin am Manhattan EENT Hospital in New York; 1943-1971: ehrenamtliche Mitarbeiterin am Cornell Medical College des New York Hospital, ab 1946 zusätzlich bezahlte Teilzeitstelle in der plastischen Chirurgie; 1948-78 Mental Hygiene Clinic für Veteranen in Newark/New Jersey; 1955 Ph.D., New School for Social Research, New York; daneben Arbeit als Sprachtherapeutin am V.A. East Organe Hospital, New Jersey und als Privatlehrerin.

Ernestine (Esti) Freud (geb. Drucker) stammte aus einer wohlhabenden jüdisch-assimilierten Familie. Ihr Großvater mütterlicherseits, Adolf Schramek (1845-1915) hatte es als Kohlengroßhändler in Wien zu einem großen Vermögen gebracht, das es ihm erlaubte den Bau einer Synagoge in Wien (Pazmaniten-Tempel) zu finanzieren. Geboren am 21. Mai 1896 in Wien als älteste von drei Töchtern des Rechtsanwalts Dr. Leopold Drucker (1860-1938) und dessen Frau, der ehemaligen Konzertpianistin Ida geb. Schramek (1870-1942), erfuhr E. D. eine strenge konservative Erziehung durch ihre Mutter. Nach Besuch der Volksschule der Schwarzwald’schen Schulanstalten besuchte sie das öffentliche Mädchen-Lyzeum in Wien 1, Kohlmarkt 6, wo sie 1912 ihre Reifeprüfung mit Auszeichnung bestand. Daneben nahm sie Unterricht bei Burgschauspieler Prof. Ferdinand Gregori mit dem Ziel Schauspielerin zu werden. Im Ersten Weltkrieg arbeitete E. D. ein Jahr als freiwillige Krankenschwester in einem Genesungsspital in Wien, wofür sie ihre Schauspielstunden aufgeben musste. Nach Beendigung ihres Dienstes im Jänner 1915 hatte sie die Absicht, an der Universität Wien Französisch zu studieren, ihre Eltern erlaubten ihr jedoch nur, Unterricht im Sprechen und in lyrischer Interpretation bei einer pensionierten Burgschauspielerin, Olga Lewinsky, zu nehmen, da sie eine universitäre Ausbildung als hinderlich für ihre Heiratschancen sahen. Zusätzlich erhielt sie von ihrer Mutter Gesangsunterricht. Zu Jahresbeginn 1919 konnte sie auf Vermittlung einer Cousine eine erfolgreiche Lyriklesung in einem Prager Konzertsaal abhalten. Zurück in Wien betätigte sie sich weiter als Vortragskünstlerin, etwa am 14. April 1919 im Kammermusiksaal, wo sie aus den Werken des noch unbekannten Dichters Robert Neumann vortrug. (E. Freud 1979, S. 1-28; S. Freud 1989, S. 354-367; S. Freud, 2006, S. 13-96; Weissweiler 2006, S. 239-247)
Am 7. Dezember 1919 heiratete E. D. den Juristen Martin Freud (1889-1967), den ältesten Sohn des Psychoanalytikers Sigmund Freud, und zog mit in eine Wohnung in das selbe Haus, in dem sie seit ihrem 11. Lebensjahr mit ihren Eltern gewohnt hatte: Wien 1, Franz-Josefs-Kai 65. Ihre gemeinsamen Kinder Anton Walter und Mirjam Sophie wurden am 3. April 1921 bzw. am 6. August 1924 geboren. Wegen der unglücklichen Ehe und der schwierigen Beziehung sowohl zu ihren eigenen Eltern als auch zur Familie Freud, beschloss E. F. unabhängiger zu werden. (WStLA Meldearchiv; E. Freud 1979, S. 29-36; S. Freud 2006, S. 97-113, 136-138, 214f.; Lichtblau 1999, S. 578; Roazen 1993, S. 137-144, 260f, 306f), und Sprechunterricht zu geben, erstmals an ihrer früheren Schule, den Schwarzwald‘schen Schulanstalten, an der sie einen Sprechtechnikkurs für SchülerInnen mit undeutlicher Aussprache („Nuscheln“) gab. Im September 1926 begann E. F. eine Ausbildung zur Sprach-, Stimm- und Gehörtherapeutin als Praktikantin bei Emil Fröschels, Privatdozent für Ohrenheilkunde, der das Ambulatorium für Sprach- und Stimmstörungen an der Universitätsklinik für Ohren-, Nasen- und Kehlkopfkrankheiten unter Dr. Heinrich Neumann leitete und die Studierenden sowie SchülerInnen auf mögliche Sprachfehler untersuchte. (E. Freud 1979, S. 38f.; S. Freud 2006, S. 114f.). Neben ihrer Arbeit in der Klinik besuchte sie dreimal wöchentlich Fröschels‘ Semestralkolleg für Logopädie (Physiologie, Pathologie und Therapie der Sprach- und Stimmstörungen) sowie weitere Lehrveranstaltungen Fröschels‘, in denen er u.a. auf philosophische Themen, „Das künstlerische Sprechen“ und diverse Sprachstörungen wie Aphasie, Gaumenspalten und Stottern einging, und behandelte auch selbst verschiedenste Sprachstörungen. (E. Freud 1979, S. 40; S. Freud 2006, S. 116f.; Vorlesungsverzeichnis 1926/27)
Nach dem Ende der eigentlichen Ausbildung war E. F. seit September 1927 als unbezahlte Assistentin Fröschels‘ tätig. Daneben gab sie Abendkurse für Erwachsene an der Fachschule der Wiener Kaufmannschaft, Kurse für korrekt gesprochenes Deutsch und Sprechtechnik an den Wiener Volkshochschulen (zunächst in Leopoldstadt, später in Ottakring) und unterrichtete am Pädagogischen Institut der Gemeinde Wien das Vortragen von Gedichten. (E. Freud 1979, S. 41-44; S. Freud 2006, S. 117f.) In „Eos“, der Zeitschrift für Heilpädagogik, an der u.a. Emil Fröschels und Karl Bühler mitarbeiteten, berichtete sie 1929 über ihre Beobachtungen aus den Heilkursen mit sprachgestörten Kindern am Ambulatorium. (E. Freud 1929)
Ab Sommersemester 1932 war E. F. als „Lektor für Sprechtechnik und Stimmbildung“ an der Philosophischen Fakultät der Universität Wien tätig und hielt hier – ohne Unterbrechung bis Wintersemester 1937/38 – überfakultäre Lehrveranstaltungen für „Sprechtechnik, Atem- und Stimmbildung“ sowie in Verbindung mit dem logopädischen Ambulatorium „Übungen für Sprach- und Stimmgestörte“. (Personalstand u. Vorlesungsverzeichnis 1932 bis 1937/38) Die Stelle war unbezahlt – abgesehen von den Kollegiengeldern, die die Studierenden an sie bezahlen mussten –, jedoch waren ihre Kurse gut besucht, da alle LehramtskandidatInnen die Sprachübungen absolvieren mussten (E. Freud 1979, S. 44f.; S. Freud 2006, S. 121f.) Um weitere Bekanntheit zu erlangen und als Privatlehrerin SchülerInnen zu bekommen, veranstaltete sie monatlich einen literarischen Salon, bei dem Musiker ihre Kompositionen spielten und Schriftsteller ihre Werke lasen. (E. Freud 1979, S. 47; S. Freud 2006, S. 146) Auch trat E. F. Anfang der 1930er-Jahre als Vortragskünstlerin auf und wurde in der Presse dafür hoch gelobt. (S. Freud 2006, S. 123-127; NWT 29. 10. 1933; WZ 18. 11. 1934) Die öffentliche Aufmerksamkeit führte dazu, dass auch die nationalsozialistische Zeitung „Der Stürmer“ (Wiener Ausgabe) davon Notiz nahm und antisemitische Kommentare zu ihren Aktivitäten veröffentlichte. (Der Stürmer, 14. 10. 1933 u. 9. 12. 1933)

Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde die Familie Freud verfolgt, die Wohnung von Martin und E. F. sowie das Büro des Psychoanalytischen Verlags, wo er arbeitete, von der Gestapo durchsucht. E. F. wurde am 22. April 1938 aus „rassischen“ Gründen der Lehrauftrag entzogen und sie von der Universität Wien vertrieben. Sie entschloss, gemeinsam mit ihrer Tochter Sophie zunächst nach Paris zu emigrieren, wo ihre Schwestern lebten. Sie verließen schließlich im Mai 1938 Österreich und reisten über Deutschland nach Frankreich. Die Flucht bedeutete gleichzeitig die endgültige Trennung der Ehe mit Martin Freud, der mit dem gemeinsamen Sohn Walter in die Emigration nach London ging. (E. Freud 1979, S. 55-57; S. Freud 2006, S. 122, 162-173) In seinem Erinnerungsbuch „Glory reflected“ 1957 („Mein Vater Sigmund Freud“, 1999) erwähnte Martin Freud weder seine Ehefrau noch seine Tochter namentlich, schrieb nur fünfmal – und ausschließlich im Kontext der Kinder – „meine Frau“ ohne jede weitere Information. (M. Freud 1957, S. 192-194, 215; M. Freud 1999, S. 207-210, 234) Demgegenüber widmete er seinem mehrmals namentlich erwähnten Sohn Walter zumindest eine ganze Seite. (M. Freud 1999, S. 208f; vgl. Weissweiler 2006, S. 390f.)

In Paris lernte E. F. über eine Bekannte Prof. Fernand Lemaítre kennen, der die Hals-Nasen-Ohren-Klinik am Lariboisière Krankenhaus in Paris leitete und sie unterstützte, eine Sprach- und Stimmrehabilitationsklinik in seinem Pavillon aufzubauen. Die unbezahlte Stelle bot ihr zudem auch die Möglichkeit PrivatpatientInnen als Sprachtherapeutin zu gewinnen. Im Sommer 1939 absolvierte E. F. außerdem einen Sommerkurs in Französisch an der Universität Grenoble. Im Juni 1940 flüchtete sie mit ihrer Tochter auf Rädern vor den deutschen Truppen aus Paris und sie zogen ins unbesetzte Frankreich nach Nizza. Dort arbeitete sie wiederum über ein Jahr lang als Logopädin mit Kindern mit Sprachstörungen an der „Heilanstalt für nervöse und zurückgebliebene Kinder“ („dispensaire pour enfants nerveaux et retardes“) und besuchte daneben einen Kurs in Französisch an der dortigen Universität. Nachdem ihr Vater am 2. Dezember 1938 in Wien verstorben war, emigrierte auch die Mutter nach Frankreich, wo sie aber am 11. November 1942 von Paris über das Internierungslager Drancy nach Auschwitz deportiert wurde. (E. Freud 1979, S. 58-67; S. Freud 1989, S. 12-15; S. Freud 2006, S. 177-180, 216-242, 335f.; Weissweiler 2006, S. 402, 407)

Im Dezember 1941 flüchteten E. und Sophie Freud vor dem Krieg nach Casablanca/Marokko, wo sie die Genehmigung des Visums für die Einreise in die USA abwarten mussten. Auch dort betätigte sie sich beruflich einschlägig und organisierte binnen kurzer Zeit in der dortigen Ambulanz für die notleidende jüdische Bevölkerung eine Schule für taube und schwerhörige Kinder, wo sie Sprechen, Lesen und Schreiben lehrte. Daneben behandelte sie mehrere PrivatpatientInnen, übernahm die Übersetzung von Texten verschiedenster Art, bis sie im Oktober 1942 mit ihrer Tochter über Lissabon/Portugal in die USA ausreisen konnte. (E. Freud 1979, S. 72-76; S. Freud 2006, S. 290-295, 304-318; Weissweiler 2006, S. 408f.) E. F. publizierte während ihrer Zeit in Frankreich mehrere Artikel in französischer Sprache über Logotherapie und Sprachfehler im Fachjournal „Practica Oto-Rhino-Laryngologica”.

Am 3. November 1942 landeten E. und Sophie Freud in Baltimore. Sie reisten weiter nach New York City, wo sie E.s Schwestern trafen. Im Manhattan Eye, Ear, Nose and Throat (EENT) Hospital in New York übernahm sie zunächst eine unbezahlte Stelle als Logopädin, die sie 17 Jahre lang innehaben sollte. Dort arbeitete sie mit zahlreichen PatientInnen, die sich einer vollständigen Laryngektomie unterzogen hatten – ihre Erfahrungen fasste sie in zwei Fachartikeln zusammen und folgerte in diesen, dass mit der Therapie so rasch wie möglich nach der Operation begonnen werden sollte, um das psychologische Trauma des Stimmverlusts möglichst gering zu halten. (E. Freud 1948) Zusätzlich arbeitete sie mit PrivatpatientInnen, hielt über mehrere Jahre hinweg Vorträge für den „United Jewish Appeal“ über ihre Emigrationserfahrung in zahlreichen US-Bundesstaaten und begann im Juni 1943 als ehrenamtliche Mitarbeiterin auch am Cornell Medical College des New York Hospital mit dem Aufbau einer Sprachklinik (bis 1971). (E. Freud 1979, S. 78-84; S. Freud 2006, S. 328-335, 360-367)
1946 übernahm sie ihre erste regulär bezahlte Teilzeitstelle in der plastischen Chirurgie des New York Hospital. Hier arbeitete sie als Sprach- und Stimmtherapeutin mit Kindern nach Gaumenspaltenoperationen und konnte dabei ihre Erfahrungen aus der Arbeit in Österreich und Frankreich einbringen. Sie verfasste dazu 1950 auch einen Beitrag für die Fachzeitschrift „Archives of Otolaryngology“. (E. Freud 1950) 1948 – nachdem sie die US-Staatsbürgerschaft erhalten hatte – begann sie zusätzlich noch an der Mental Hygiene Clinic für Veteranen der US-Army in Newark/New Jersey zu arbeiten, worüber sie in einem Artikel für das „American Journal of Psychiatry“ schrieb. (E. Freud 1951) In einem weiteren Beitrag befasste sie sich mit der Sprachstörung der Aphasie aus anatomisch-physiologischer, psycho-mechanistischer und aus linguistisch-struktureller Perspektive. (E. Freud 1953) Um ihre Karrierechancen zu verbessern, entschied sie sich außerdem, ein Studium aufzunehmen und besuchte an der „New School for Social Research“ Abendkurse. Trotz ihrer finanziell stets angespannten Lage gelang es ihr schließlich am 9. März 1955 nach sieben Jahren Studium, 59-jährig zu promovieren (Dissertation: „The social implications of language disturbances“). (E. Freud 1979, S. 84-91; S. Freud 2006, S. 368-374)

Mit dem Doktorat verbesserte sich ihre finanzielle Lage, sie nahm einen zusätzlichen Job am neugegründeten Spital für Veteranen in East Orange/New Jersey an, wo sie wieder eine Sprach- und Hörabteilung organisierte, aber nach deren Konstituierung als Frau bei der Besetzung der Leitung übergangen wurde. Sie war Teilnehmerin der Internationalen Logopädischen Kongresse in Amsterdam (1950), Madrid, Barcelona (1956), Kopenhagen (1977) und Paris und hielt bei diesen insgesamt drei Vorträge, wie etwa 1956 über „Die Abhängigkeit der Aphasieforschung von den jeweiligen geistesgeschichtlichen Voraussetzungen“ am X. Kongress in Barcelona. Nach ihrer Pensionierung im NY Hospital 1971 arbeitete sie bis 1978 weiterhin in der Ambulanz in Newark/New Jersey und begann außerdem am Lee Strassberg Theater Institute zu lehren. Ihre PrivatpatientInnen betreute sie ebenso weiter, trotz schwerer Krankheiten, unter denen sie ab 1974 litt. (E. Freud 1979, S. 93-97; S. Freud 2006, S. 410, 439-441, 458f.; Trojan 1957, S. 126)

Ihre Autobiografie „Vignettes of my Life“ verfasste E. F. im Alter von 82 Jahren auf Anregung ihrer Tochter (E. Freud 1979) – sie wurde in Auszügen (Lixl-Purcell 1988, S. 103-108 =E. Freud 1979, S. 68-77; Lichtblau 1999, 578-597 =Übers. von: E. Freud 1979, S. 1-28) sowie gesamt und kommentiert von ihrer Tochter Sophie Freud publiziert (S. Freud 2006). Noch bis wenige Monate vor ihrem Tod am 29. Oktober 1980 an Lungenkrebs im Alter von 84 Jahren war sie als Logopädin berufstätig, nachdem sie über fünf Jahrzehnte lang in drei Sprachen in diesem Bereich gearbeitet hatte. Auf ihren eigenen Wunsch ließ ihre Tochter Sophie Freud ihre Asche bei ihrem Vater Leopold Drucker am Wiener Zentralfriedhof beerdigen. (S. Freud 1989, S. 47, 354-367; S. Freud 2006, S. 462-468)

Seit 2009 ist E. F. eine Seite im „Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Wien 1938“ gewidmet. (Kniefacz 2014)

Werke

Über die Aussprache des Sch bei multipler Interdentalität. In: Eos. Zeitschrift für Heilpädagogik 21/6, 1929, S. 139-140.
Petit appareil pour la Thérapie de la Dyslalie du son „CH“. In: Practica Oto-Rhino-Laryngologica 1/6, 1938, S. 436-437.
Exercices pour le traitement des sigmatismes intéressant la phonétique française. In: Practica Oto-Rhino-Laryngologica 2/5, 1939, S. 298-300.
Etude d’un cas de mutité sensorique chez un enfant de dix ans. In: Practica Oto-Rhino-Laryngologica 3/1, 1940, S. 57-61.
Un nouvel appareil pour exercices auditifs. In: Practica Oto-Rhino-Laryngologica 4/3, 1942, S. 169-173.
Contribution to Treatment of Chronic Laryngitis in Persons who Use their Voice Professionally. In: Practica Oto-Rhino-Laryngologica 7/5-6, 1945, S. 483-488.
Speech Therapy. Experiences with Patients Who Had Undergone Total Laryngectomy. In: Archives of Otolaryngology 48/2 (1948), S. 50-52.
Mrs. Sigmund Freud. In: The Menorah Journal (1948). Reprint in: The Jewish Spectator 45/1, 1980, S. 29-31. Deutsche Übersetzung in: S. Freud, 2006, S. 400-406.
Speech rehabilitation of patients with cleft palate. In: Archives of Otolaryngology 51/5, 1950, S. 685-695.
Clinical language rehabilitation of the veteran – methods and result. In: American Journal of Psychiatry 107/12, 1951, S. 881-889.
Recent trends in aphasic research. In: American Journal of Psychiatry 110/3, 1953, S. 186-193.
Speech Therapy. Experiences with Patients Who Had Undergone Total Laryngectomy – Recent Trends in Aphasic Research. In: American Journal of Psychiatry 110/3, 1953, S. 186-193.
The social implications of language disturbances. Thesis (Ph.D.), New School for Social Research, New York 1955.
Voice Physiology and the Emergence of New Vocal Styles. In: Archives of Otolaryngology. In: Archives of Otolaryngology 62/1, 1955, S. 50-58.
Speech and Voice Training of the Deaf. Report on Some Techniques and Experiments. In: Archives of Otolaryngology 63/2, 1956, S. 183-195.
The sociology of aphasic research; an investigation into the sociology of knowledge. In: Acta Oto-Rino-Laringologica Ibero-Americana 8/2, 1957, S. 166-174.
What causes stuttering? Interpretation of some systems of approach to the problem. In: Acta psychiatrica et neurologica Scandinavica 32/2, 1957, S. 137-50.
Voice and Breathing. A Report on Some New Concepts. In: Archives of Otolaryngology 67/1, 1958, S. 1-7.
The Otolaryngologist and the Symptom of Hyper-Rhinolalia. In: Archives of Otolaryngology 70/1, 1959, S. 32-41.
Some Problems of Function and Dysfunction of the Ventricular Folds. In: Logopedie en Foniatrie (Logopaedie en Phoniatrie) 33/10, 1961, S. 1-12.
Functions and Dysfunctions of the Ventricular Folds. In: Journal of Speech and Hearing Disorders 27, November 1962, S. 334-340.
Common vocal disturbances and suggestions for therapie. In: Logopedie en Foniatrie 35/61, 1963.

Literatur / Quellen

Blumesberger, S. / Österreichische Nationalbibliothek (Hg.): Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft 18. bis 20. Jahrhundert, Bd. 1: A-I. Wien, 2002, S. 363.
Der 3. Internationale Kongreß für Logopädie und Phoniatrie. In: Eos. Zeitschrift für Heilpädagogik 20/6, 1928, S. 199f.
Freud, M.: Glory reflected. Sigmund Freud. Man and Father. London, 1957, S. 192f., 194, 215 [Martin Freud, Mein Vater Sigmund Freud, aus dem Engl. von Brigitte Janus-Stanek. Heidelberg, 1999, S. 207-209, 210, 234]
Freud, S.: Im Schatten der Familie Freud. Berlin, 2006.
Freud, S.: Meine drei Mütter und andere Leidenschaften. Düsseldorf, 1989.
Gaugusch, G.: Wer einmal war. Das jüdische Großbürgertum Wiens 1800-1938, Bd. 1: A-K. Wien, 2011 (Jahrbuch der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft „Adler“), S. 740.
Kniefacz, K.: Ernestine Freud (geb. Drucker). In: Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Wien 1938, 2014 [http://gedenkbuch.univie.ac.at/index.php?person_single_id=32995].
Lichtblau, A. / Leo Baeck Institute (Hg.): Als hätten wir dazugehört. Österreichisch-jüdische Lebensgeschichten aus der Habsburgermonarchie. Wien u.a., 1999, S. 578-597.
Lixl-Purcell, A. (Hg.): Women of Exile. German-Jewish Autobiographies since 1933 (Contributions in Women‘s Studies, 91). London, 1988, S. 103-108.
Roazen, P.: Meeting Freud‘s family. Amherst, 1993, S. 135-149, 152-166.
Trojan, F.: Bericht über den X. Internationalen Kongreß für Logopädie und Phoniatrie in Barcelona, 3.-7. September 1956. In: Phonetica. International Journal of Phonetic Science 1 (1957), S. 124-126.
Wedel, G.: Autobiographien von Frauen. Ein Lexikon. Köln, Wien u.a. 2010, S. 245.
Weissweiler, E.: Die Freuds. Köln, 2006.
Leo Baeck Institute, New York, NY/USA, Memoir Collection: Freud, Esti D.: Vignettes of my life 1899-1979. Manuskript 1979 [online: http://access.cjh.org/374106]. (E. Freud 1979)
Library of Congress, Washington/USA: Sigmund Freud papers, Interviews and Recollections 1914-1998/Closed 1881-1982, BOX X 3: Interview von Kurt Eissler mit Ernestine Drucker Freud, 1953, Closed until 2053 [http://hdl.loc.gov/loc.mss/eadmss.ms004017].
Rektorat der Universität Wien (Hg.): Die akademischen Behörden, Professoren, Privatdozenten, Lehrer, Beamten usw. an der Universität zu Wien, Studienjahr 1931/32 bis Studienjahr 1937/38. Wien 1931-1937. (Personalstand)
Rektorat der Universität Wien (Hg.): Öffentliche Vorlesungen an der Universität zu Wien, Wintersemester 1926/27 bis Wintersemester 1937/38. Wien, 1931-1937. (Vorlesungsverzeichnis)
Wienbibliothek, Tagblattarchiv, Pressemappe TP 013463: Esti Freud: Der Stürmer (Wien), Nr. 9, 14. 10. 1933, S. 9 und Nr. 17, 9. 12. 1933, S. 5; Neues Wiener Tagblatt (NWT), Nr. 330, 29. 10. 1933, S. 9; Wiener Zeitung (WZ), 18. 11. 1934.
Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA), Historische Meldeunterlagen, Auskunft vom 26. 3. 2014.

BiografieautorIn:

Katharina Kniefacz

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