Domanyi-Reidinger Lotte Brigitte, geb. Reidinger; Biologin und Wirtschaftstreibende
Geb. Graz, Stmk., 26.9.1929

Herkunft, Verwandtschaften: Eltern: Vater: Kommerzialrat Karl Reidinger, geb. 11.11.1895 in Klingenfurt NÖ, Kaufmann (Karl Reidinger Ges.m.b.H.), Gründer des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Steiermark 1946 und dessen Landesobmann bis 1975, 1946 – 1950 Vizepräsident der Wirtschaftskammer Steiermark, 1949 Verleihung des Berufstitels Kommerzialrat, 1970 Bürger der Stadt Graz, Träger der Viktor Adler Plakette, verstorben 1984. Mutter: Brigitta Maria Reidinger, geb. Königsberger, geb. am 29.3.1906 in Ligetfalu bei Pressburg (damals k. u. k. Ungarn), verehelicht mit Karl Reidinger seit 1925. Geschäftsführende Gesellschafterin der Karl Reidinger Ges. m.b.H., langjährige Vorsitzende des SPÖ Frauenvorstandes Graz, Trägerin der Viktor Adler Plakette, verstorben 1998. Geschwister: Dr. Karl Reidinger, geb. 7.6.1922 in Wiener Neustadt, Halbbruder aus der ersten Ehe des Vaters. Dr.iur., 15 Jahre lang der Polizeipräsident von Wien. Eigene Familie: 1967 Heirat,1970 Scheidung, 2 Kinder, 3 Enkelkinder. Sohn: Reinhard Karl Domanyi, geb. am 7.12.1966 in Graz, Oberstleutnant im Landespolizeikommando Steiermark, derzeit berufsbegleitend cand.med. an der Med-Uni Graz, Vorstandsmitglied des ARBÖ Stmk. Tochter: Eugenie Charlotte Domanyi, geb. 11.2.1970 in Graz, Geschäftsführerin der Karl Reidinger Ges.m.b.H., Mitglied des Parteivorstandes der SPÖ Graz, Mitglied des Frauenvorstandes der SPÖ Graz, Sektionsobmannstellvertreterin und Frauenvorsitzende der SPÖ Sektion Graz-Jakomini, Obmannstellvertreterin des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Graz und Graz Umgebung, Mitglied der Landesleitung des SWV Stmk., Absolventin der Parteiakademie der SPÖ Graz, Vorstandsmitglied der SPÖ Bildung Graz. Mitglied des Schiedsgerichts des Bundesvorstandes des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Österreich.
Ausbildungen: 1935 – 1939 Volksschule in Graz, ab September 1939 Mädchenoberschule (damaliger Name für Realgymnasium), 1947 Matura mit Auszeichnung. 1947 – 1953 Studium der Biologie an der Karl Franzens Universität Graz, Schülerin von Professor Karl von Frisch (Nobelpreisträger), Dissertationsvater Professor Karl Umrath (Schüler des Nobelpreisträgers Otto Löwi ). Dissertation approbiert 1952, publiziert im Springer Verlag 1952. Titel: „Über den morphologischen und physiologischen Farbwechsel der Elritze“ in der Zeitschrift für vergleichende Physiologie Band 34 (1952) und „Karl Umrath und Lotte Reidinger: Die parasympathikolytische und die parasympathikomimetische Wirkung des Atropins auf die Chromatophoren“ publiziert eben dort. Promotion summa cum laude Februar 1953. Aus familiären Gründen Wechsel in die Privatwirtschaft, Eintritt in die elterliche Firma (Karl Reidinger Ges.m.b.H.) in Graz als Prokuristin und seit 1998 geschäftsführende Gesellschafterin.
Funktionen: Während des Studiums Funktionärin des VSStÖ (etliche Jahre einzige weibliche Funktionärin). Seit dieser Zeit befreundet mit: Dr. Heinz Brantl (Journalist), Dr. Rupert Gmoser (Abgeordneter zum Nationalrat, Leiter der Otto Möbes-Schule Graz), Fritz Marsch (Zentralsekretär der SPÖ), Dr. Hans Winter (Generaldirektor der Lenzinger Modal), Dr. Sepp Kellermeier (Vorstandsdirektor der Chemie Linz), Dipl.-Ing. Othmar Seindl (Vorstandsdirektor von Waagner Biro), u. a. Durch die Funktionen der Eltern und eigene Funktionen bekannt mit: Marianne Pollak (Chefredakteurin der Zeitung „Die Frau“), Paula Wallisch (Abg. z. Nationalrat), Rosa Jochmann (bewundertes Vorbild), Hertha Firnberg (Ministerin), Maria Matzner (als 1. Frau Mitglied der Steiermärkischen Landesregierung als Landesrätin für Soziales), Professor Dr. Eduard Speck (Bürgermeister der Stadt Graz), Alfred Stingl (Bürgermeister der Stadt Graz), sowie zahlreiche Persönlichkeiten der Steiermärkischen Landesregierung, des Grazer Gemeinderates und der Stadtregierung sowie Funktionäre der SPÖ Steiermark.

Ausz., Mitglsch.: Eigene Funktionen im Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband: Mitglied der Landesleitung und des Präsidiums Steiermark, Obmannstellvertreterin der BO Graz des SWV bis 2008, einige Jahre auch Mitglied des Bundesvorstandes des SWV. Vorsitzende der Landeskontrolle des SWV Steiermark. In der WKO Steiermark als Vertreterin des SWV: Ausschussmitglied des Gremiums Maschinenhandel sowie des Papierhandels, dort auch Obmannstellvertreterin. Mitglied des Vorstandes der Sparte Handel der WKO Steiermark und eine Periode lang Abgeordnete zum Wirtschaftsparlament der WKO Stmk. – frühere Bezeichnung: Kammerrat in der Kammervollversammlung. Alle diese Funktionen bis 2010. Seit der Gründung der Regionalstelle Graz der WKO Ausschussmitglied bis heute. Bis 2010 Mitglied der Generalversammlung der PVA Österreich, als Versicherungsvertreterin der Arbeitgeber und Mitglied des Leistungsausschusses der PVA Stmk. In der Steiermärkischen Sparkasse von 20.10.1981 bis 18.5.1994 als 1. Frau in der über 100jährigen Geschichte der Sparkasse in den Sparkassenrat gewählt. Bis heute Mitglied des Sparkassenvereins der Steiermärkischen Sparkasse. Funktionen in der SPÖ: Als Vertreterin des SWV – kooptiertes Mitglied des Landesvorstandes der SPÖ Frauen Steiermark und bis 2000 Mitglied des Grazer Frauenvorstandes der SPÖ. In der Sektion Jakomini der SPÖ Graz – Mitglied des Sektionsvorstandes, des Sektionsfrauenvorstandes und dort Schriftführerin. Mitglied bei ARBÖ, Naturfreunde, ÖGB (GPA), Kinderfreunde.
2011 Verleihung der Viktor Adler Plakette der SPÖ Steiermark.

Hobbies: Schon von Jugend an – großes Interesse am Sport und selbst sehr aktiv (Skifahren, Tennis, Tischtennis, Schwimmen).
Großes Interesse für Archäologie, Kunstgeschichte und Geschichte (besonders für die Geschichte der Stadt Graz – Hobby-Führungen durch Graz für Freunde und Familie). Titel: Kommerzialrätin, 5.)Dr in. phil.

Eugenie Charlotte Domanyi