Stiglitz, Herma

geb. Thaller, Hermine

* 29.7.1921, Wien
Archäologin

H. ST. wurde als Hermine Thaller am 29. Juli 1921 in Wien geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in der Rahlgasse im 6. Wiener Gemeindebezirk (damals staatliche Oberschule für Mädchen) und der Ablegung der Matura am 4. März 1940 inskribierte sie im Wintersemester 1940/41 an der philosophischen Fakultät der Wiener Universität. Bei den Professoren Rudolf Egger (1882 – 1969), Camillo Praschniker (1884 – 1949) und Josef Keil (1878 – 1963) studierte sie Römische und Griechische Altertumskunde sowie Klassische Archäologie. Ihre Dissertation, die sie bei Rudolf Egger schrieb, hatte „Die Bevölkerung Noricums“ zum Thema und gibt bereits einen Hinweis auf ihren weiteren wissenschaftlichen Weg im Rahmen der provinzialrömischen Forschung in Österreich. Das Studium beendete sie kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges mit der Promotion am 4. April 1945.

Ab Herbst 1945 half sie als unbezahlte Mitarbeiterin ihrem Lehrer Camillo Praschniker beim Wiederaufbau des nach Kriegsende wieder selbständig gewordenen Österreichischen Archäologischen Instituts (ÖAI). Zwei Jahre später wurde sie am 1. Juni 1947 als wissenschaftliche Hilfskraft in dieses Institut aufgenommen, dem sie ihr ganzes berufliches Leben lang verbunden blieb. 1962 wurde sie zur Staatsarchäologin 2. Klasse, sechs Jahre später zur Staatsarchäologin 1. Klasse befördert. 1981 erfolgte ihre Ernennung zur Hofrätin. Nach dem Ausscheiden des Institutsdirektors Univ. Prof. Dr. Hermann Vetters 1985 aus dem Amt übernahm sie interimistisch die Leitung des Instituts. Ein Jahr später trat sie in den Ruhestand.
Nach ihrem Eintritt in das ÖAI war sie zunächst noch mit Verwaltungsagenden befasst, bald jedoch brachte sie sich in die praktische Feldforschung ein: als Mitarbeiterin von Hermann Vetters nahm sie an der ersten Ausgrabung des Instituts nach dem Zweiten Weltkrieg teil. Diese fand in der Zeit vom 16. Juli bis 30. August 1947 in Wabelsdorf in Kärnten statt und hatte die Aufdeckung eines Kultbezirkes für den Genius Cucullatus zum Ziel. An dieser Grabung nahmen auch ihr späterer Ehemann Roman Stiglitz und die Prähistorikerin Gertrud Mossler (später am Bundesdenkmalamt tätig) teil. Noch im selben Jahr begann sie schließlich erfolgreich ihre Laufbahn als Ausgrabungsleiterin mit Forschungen in Mautern an der Donau, dem römischen Kastell Favianis. Durch die von ihr hier bis in die siebziger Jahre durchgeführten archäologischen Arbeiten wurde die historische Bedeutung dieses Ortes nicht nur als römisches Grenzkastell, sondern vor allem auch als Aufenthaltsort des heiligen Severin in der Mitte des 5. Jahrhunderts n. Chr. erkannt.
1952 wurde sie vom Land Niederösterreich beauftragt, die Reste des römischen Donaukastells Zwentendorf zu untersuchen, während der Leiter der vor- und frühgeschichtlichen Sammlungen am niederösterreichischen Landesmuseum, Dr. Franz Hampl, die auf dem Gelände des Militärlagers befindlichen frühmittelalterlichen Überreste erforschte. Den Grabungen kam insofern Bedeutung zu, als es sich bei Zwentendorf um das einzige bis heute nicht modern überbaute römische Kastell am österreichischen Abschnitt des Donaulimes handelt. Die Arbeiten dauerten bis 1963. Nach jährlichen Vorberichten wurden die Ergebnisse von der Ausgräberin in einer abschließenden Monographie vorgelegt. Neben den regelmäßigen Arbeiten in Mautern und Zwentendorf übernahm Frau Th. auch eine Reihe von weiteren archäologischen Untersuchungen in Niederösterreich, bei denen es sich meistens um Rettungsgrabungen im Auftrag des Bundesdenkmalamtes sowohl im Bereich des Donaulimes (Traismauer, Tulln) wie auch in dessen Hinterland (St. Pölten, Wilhelmsburg, Katzelsdorf, Lichtenwörth) handelte.
Ein Jahr nach dem Beginn der Grabungen in Zwentendorf heiratete H. Th. ihren 1922 geborenen Studienkollegen Dr. Roman Stiglitz, der zu diesem Zeitpunkt Assistent am Institut für Alte Geschichte (ab 1973 bis zu seinem Tod im Jahr 1988 ao. Professor am gleichen Institut) war. Zu Beginn des Jahres 1960 wurde ihr Sohn Manfred geboren. Einige Zeit hindurch publizierte H. St. noch mit dem Doppelnamen Stiglitz-Thaller, bis sie dann ab 1963 auf die Nennung ihres Mädchennamens verzichtete.
Im Jahr 1967 wurde ihr in Absprache mit dem Österreichischen Archäologischen Institut vom Land Niederösterreich die Fortsetzung der Ausgrabungen in der damals noch als „Palastruine“ bezeichneten Gebäudeanlage in Carnuntum übertragen, deren Erforschung nach dem 1964 erfolgten Tod des langjährigen Grabungsleiters Univ. Prof. Dr. Erich Swoboda zum Stillstand gekommen war. Zwar konnte auch sie die Arbeiten in diesem ausgedehnten Gebäude nicht zu einem Abschluss bringen – auf den Grund wird unten noch eingegangen –, es gelang ihr jedoch, den Zweck des ausgedehnten Gebäudekomplexes eindeutig als Therme zu bestimmen. Südlich davon vermutete sie schon bald das Forum der Zivilstadt von Carnuntum. Diese Annahme bewahrheitete sich nach geophysikalischen Messungen, die Ende der 90er Jahre durchgeführt wurden. Demnach gehört die „Große Therme“ – so die heutige Bezeichnung der Ruine – der Gruppe der sog. Forumsthermen an.
Von Univ. Prof. Dr. Fritz Felgenhauer waren ab 1969 neue Grabungen in der ca. 40 km nördlich von Carnuntum liegenden prähistorischen Wallburg von Stillfried begonnen worden. Sie erhebt sich am westlichen Ufer der March und liegt an der sog. Bernsteinstraße. 1972 lud er H. St. ein, die Reste der römischen Militärstation, die vom zweiten Jahrhundert an bis in die Spätantike darin eingerichtet worden war, einer neuerlichen Untersuchung zu unterziehen. Diese Arbeiten wurden von ihr über mehrere Jahre zusätzlich zu den Grabungen in Carnuntum durchgeführt.
Ab der zweiten Hälfte der 1970er Jahre entwickelt sich in den beiden modernen Gemeinden Petronell-Carnuntum und Bad Deutsch-Altenburg eine rege öffentliche wie auch private Bautätigkeit und gefährdete noch nicht erforschte Gebiete der römischen Stadt. Der Aufgabe, diese zu untersuchen, musste sich die archäologische Bodenforschung stellen, um wenigstens die archäologischen Befunde zu dokumentieren und so für die Wissenschaft zu retten. Als Konsequenz stellte H. St. daher ihre Forschungen in der „Großen Therme“ ein und übernahm Rettungsgrabungen zunächst auf der neuen Trasse der Bundesstraße 9, die sowohl Petronell als auch Bad Deutsch-Altenburg verkehrsmäßig entlasten sollte. Im Bereich Petronell-Carnuntum durchschnitt diese Trasse zwei antike Gräberfelder – eines zur Zivilstadt gehörig, das zweite an der vom Legionslager ausgehenden sog. Gräberstraße gelegen –, deren Untersuchung sich H. St. ab 1977 widmete. Gleichzeitig wurden aber am östlichen Ortsrand von Petronell-Carnuntum bei Aufschließungsarbeiten für eine Wohnsiedlung antike Baureste angeschnitten, die auf ein bis zu diesem Zeitpunkt völlig unbekanntes römisches Militärkastell hinwiesen. H. St. nahm sich auch der Erforschung dieser Anlage bis zum Jahr 1988 an.
1955 wurde sie vom Bundesminister für Unterricht zum korrespondierenden, 1961 zum wirklichen Mitglied des Österreichischen Archäologischen Instituts ernannt. Seit Jahrzehnten ist sie Mitglied der Gesellschaft der Freunde Carnuntums. 1977 wurde sie in den Vorstand gewählt. Seit 1984 ist sie bis zum heutigen Tag Vizepräsidentin dieser Gesellschaft.
Für ihre Verdienste um die niederösterreichische Archäologie wurde sie 1965 mit dem Förderungspreis für Wissenschaft und 1983 mit dem Wissenschaftspreis des Landes Niederösterreich ausgezeichnet. 1987 erhielt sie das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
H. St. ist die erste österreichische Wissenschafterin, die sich sehr erfolgreich als Ausgräberin in der provinzialrömischen Forschung etablieren konnte. Mit ihrem Namen bleiben wichtige archäologische Forschungsergebnisse zur römischen Geschichte Österreichs verbunden. Am norischen Limesabschnitt sei hier nochmals auf ihre Forschungen in Mautern an der Donau hingewiesen, durch die ein Schlaglicht auf das spätantike Leben in diesem Gebiet geworfen wurde. Nicht minder fruchtbar entwickelte sich ihre Tätigkeit in Carnuntum. Neben den schon erwähnten Erkenntnissen in Bezug auf die „Große Therme“ entdeckte sie auch eine unterirdische Wasserleitung, welche die Zivilstadt mit Frischwasser versorgte. Weiters gelang ihr der archäologische Nachweis, dass die Zivilstadt von Carnuntum entgegen der bisherigen wissenschaftlichen Meinung von einer wohl zu Beginn des 3. Jahrhunderts n. Chr. errichteten Stadtmauer umgeben war.

Werke

Die Bevölkerung Noricums. Diss. Univ. Wien. 1945.
Führer durch das römische Mautern. Wien 1963.
Das römische Donaukastell Zwentendorf in Niederösterreich. Die Ausgrabungen 1953 – 1962. Der römische Limes in Österreich (= RLÖ) 26 (1975).
Gem. mit Vorbeck, E.: Die Ruinen von Carnuntum. Kurzführer. Wien, 1977.
Das Auxiliarkastell von Carnuntum [1986].
Gem. mit Schneider, E.: Führer durch das römische Mautern – Favianis. Mautern, 1991.
Das Auxiliarkastell Carnuntum 1. Forschungen 1977 – 1988. Sonderschriften ÖAI 29, 1997.
Gem. mit Ertel, Ch. / Gassner, V./Jilek, S.: Untersuchungen zu den Gräberfeldern in Carnuntum : Der archäologische Befund. RLÖ 40, 1999.

Ein Heiligtum bei Mautern a. d. Donau. Jahreshefte des Österr. Archäolog. Instituts (= ÖJh) 37, 1948, Beiblatt (= Bbl.), S. 185-194.
Vom Gräberfeld bei Mautern a. d. D. ÖJh 38, 1950, Bbl. S. 145-160.
Mautern. Fundberichte aus Österreich (= FÖ) 5, 1946/1950, S. 110.
Ausgrabungen in Mautern. Kulturberichte Niederösterreich, 1951, S. 62-63.
Ausgrabungen in Osttirol: Guggenberg bei Matrei i. O. Pro Austria Romana (= PAR) 1, 1951, S. 5.
Die letzten Ausgrabungen in Mautern a. d. Donau. PAR 1, 1951, S. 17.
Grabung im Minichwald bei Kreisbach-Wilhelmsburg (BH St. Pölten). PAR 1, 1951, S. 18.
Fragment eines Militärdiplomes von Mautern a.d. D. ÖJh 39, 1952, Bbl. S. 87-98.
Ausgrabungen in Mautern a. d. Donau. PAR 2, 1952, S. 43-44.
Die Grabung im Minichwald bei Wilhelmsburg a. Tr. PAR 2, 1952, S. 28-29.
Ausgrabungen in Mautern a. d. Donau. Kulturberichte Niederösterreich 1952, S. 87.
Die Befestigungsanlage von Mautern a. d. D. ÖJh 40, 1953, Bbl. S. 191-204.
Die Herbstgrabung 1952 in Mautern a. d. Donau. PAR 3, 1953, S. 17-18.
Untersuchungen an der Südseite des Domes von St. Pölten. PAR 3, 1953, S. 23-24.
Grabung in Mautern a. d. Donau 1953. PAR 3, 1953, S. 30-31.
Die Städte der Vita S. Severini im Donauraum. Carinthia I 143, 1953, S. 765-771 (= Festschrift Rudolf Egger Bd. II. Klagenfurt, 1953, S. 315-321.
Mautern. FÖ 6, 1951/1955, S. 95-96.
Notgrabung auf dem römischen Gräberfeld in Mautern an der Donau. PAR 6, 1956, S. 30-31.
Hypokaustanlage in Favianis – Mautern a. d. Donau. ÖJh 43, 1956/58, Bbl. S. 169-180.
Ausgrabungen in Zwentendorf a. d. Donau. Kulturberichte Niederösterreich 1956, S. 12-13.
Grabung in Mautern a. d. Donau im Sommer 1955. PAR 7, 1957, S. 3-4.
Gem. mit Hampl, F.: Skelettgrab in Lichtenwörth, VB. Wiener Neustadt. PAR 8, 1958, S. 15.
Gem. mit Hampl, F.: Die Grabungen am Kastell Zwentendorf 1957. PAR 8, 1958, S. 7-9
Gem. mit Hampl, F.: Die Grabungen des Jahres 1958 in Zwentendorf a. d. Donau. PAR 9, 1959, S. 9-11.
Grabungen in Mautern an der Donau 1957-1959, eine frühchristliche Kirche. PAR 9, 1959, S. 31-33.
Ein neuer Inschriftenstein aus Traismauer. ÖJh 44, 1959, Bbl. S. 163-166.
Mautern an der Donau. FÖ 7, 1956/1960, S.105-106.
Traismauer. FÖ 7, 1956/1960, S. 112.
Zwentendorf. FÖ 7, 1956/1960, S. 113-114.
Das römische Kastell Pirotorto bei Zwentendorf an der Donau. Kulturberichte Niederösterreich 1961, S. 17-21.
Spätrömische Gebäude in Katzelsdorf, N.Ö. PAR 12, 1962, S. 1-2.
Notgrabung in Tulln. PAR 12, 1962, S. 2.
Vorläufiger Bericht über die Grabung Sommerein 1963. PAR 13, 1963, S. 21-23.
Römische Lager und frühmittelalterliche Siedlungen am norischen Limes. ÖJh 46, 1961/1963, Bbl., S. 143-172.
Mautern an der Donau. FÖ 8, 1961/1965, S. 96-97.
Traismauer. FÖ 8, 1961/1965, S. 102.
Tulln. FÖ 8, 1961/1965, S. 103.
Zwentendorf an der Donau. FÖ 8, 1961/1965, S. 104.
Niederösterreich (Großaigen, G. B. Mank; Mautern). ÖJh 47, 1964/1965, Grabungen 1965, S. 23-25.
Mautern a. d. Donau. ÖJh 47, 1964/1965, Grabungen 1966, S. 32-34.
Kopfstetten (p.B. Gänserndorf) – Klosterneuburg (p.B. Wien-Umgebung. ÖJh 47, 1964/1965, Grabungen 1966, S. 35-36.
Zum Weihestein des Faustinianus. Unsere Heimat 37, 1966, S. 168-171.
Gem. mit Pohl, G.: Grabung Georgenberg bei Kuchl 1962/63. PAR 17, 1967, S. 14-16.
Carnuntum. ÖJh 48, 1966/1967, Grabungen 1967, S. 26-29.
Ein neuer Soldatengrabstein aus Pöchlarn. Festschrift für Fritz Eichler. Wien, 1967, S. 132-137.
Bericht über die Grabung 1967 in Carnuntum. Kulturberichte Niederösterreich 1967, S. 92-93.
Die Grabung in Carnuntum 1967. PAR 17, 1967, S. 30-33.
Ein neuer Meilenstein aus Niederösterreich. PAR 18, 1968, S. 15-16.
Ein Ziegelofen an der Erla. Jahrbuch d. Oberösterr. Musealvereins 114, 1969, S. 69-74.
Carnuntum. ÖJh 49, 1968/1969, Grabungen 1968, S. 34-41.
Tulln. ÖJh 49, 1968/1969, Grabungen 1969, S. 39-40.
Grabung Carnuntum 1968. PAR 19, 1969, S. 10-11.
Grabung 1969 in der „Palastruine“ von Carnuntum. PAR 20, 1970, S. 2-3.
Klosterneuburg. FÖ 9, 1966/1970, S. 15.
Mitterarnsdorf, BH Krems an der Donau. FÖ 9, 1966/1970, S. 283.
Mautern an der Donau. FÖ 9, 1966/1970, S. 15 und 202.
Petronell. FÖ 9, 1966/1970, S. 80-81, 137-138, 202-203, 240, 283-284.
Tulln. FÖ 9, 1966/1970, S. 139-140.
Wallsee. FÖ 9, 1966/1970, S. 140.
Erla. FÖ 10, 1971, S. 63.
Mauer bei Amstetten. FÖ 10, 1971, S. 71.
Mautern. FÖ 10, 1971, S. 71-72.
Wallsee. FÖ 10, 1971, S. 87 und 149.
Petronell. FÖ 10, 1971, S. 74.
Carnuntum. ÖJh 49, 1968/71, Grabungen 1968, S. 34-41.
Die Grabungsjahre 1970 und 1971 in der „Palastruine“ zu Carnuntum. PAR 22, 1972, S. 10-12.
Militär und Befestigungen am österreichischen Limes. In: Ausst. Kat. Die Römer an der Donau, Noricum und Pannonien. Landesausstellung Petronell 1973, S. 45-57.
Mautern. FÖ 12, 1973, S. 104.
Petronell. FÖ 12, 1973, S. 106-107.
Stillfried. FÖ 12, 1973, S. 109.
Zwentendorf. FÖ 12, 1973, S. 112.
Eine neue Inschrift aus Zwentendorf. PAR 23, 1973, S. 36-37.
Ergebnisse der Grabung in Stillfried. Mitteilungen d. Arbeitsgemeinschaft f. Ur- u. Frühgeschichte 24, 1973, S. 80.
Die römische Besiedlung im Bereich von Stillfried. In: 100 Jahre Ausgrabungen Stillfried. Gänserndorf o.J. [1974], S. 19-21.
Die Grabungen 1972 und 1973 in der sog. Palastruine von Carnuntum. PAR 24, 1974, S. 15-16.
Grabungen in der Palastruine von Carnuntum. Zusammenfassung der Ergebnisse 1967-1974. Antike Welt 6/2, 1975, S. 51-52.
Eine wiederentdeckte Inschrift in Klosterneuburg. ÖJh 50, 1972/1975, Bbl. 81-86.
Die Römer an der mittleren Donau. Ostbairische Grenzmarken 17, 1975, S. 96-101.
Untersuchungen an der sogenannten Palastruine im Tiergarten von Petronell. In: Neue Forschungen in Carnuntum. Wien, 1976, S. 11-33 (= Kultur und Natur in Niederösterreich 1).
Ausgrabungen in Carnuntum. Nachrichten d. Gesellschaft d. Freunde Carnuntums, (= Nachrichten GFC) 6, 1976, S. 4.
Carnuntum 1976. Nachrichten GFC 8, 1976, S. 2.
Grabungen in der Palastruine von Carnuntum 1974-75. PAR 26, 1976, S. 6.
Carnuntum – sog. Palastruine. ÖJh 51, 1976/1977, Grabungen 1973/74, S. 4-7.
Stillfried. ÖJh 51, 1976/1977, Grabungen 1973-1974, S. 1-2.
Carnuntum, I. Die Zivilstadt Carnuntum. In: Temporini, H. (Hg.): Aufstieg und Niedergang der römischen Welt II 6, Berlin, New York, 1977, S. 585-625.
Spätantike Umbauten am Lager von Favianis (Mautern). Studien zu den Militärgrenzen Roms II. Vorträge des 10. Internationalen Limeskongresses in der Germania Inferior, Xanten 1974. Köln-Bonn 1977, S. 247-250.
Petronell. FÖ 17, 1978, S. 353.
Grabungen in der Stadt Carnuntum. Mitt. D. Gesellschaft d. Freunde Carnuntums (= MGFC) 1978, Heft 2, S. 2-7.
Ausgrabungen in der Zivilstadt Carnuntum 1976. PAR 28, 1978, S. 9-10.
Grabungen im Bereich von Petronell. PAR 28, 1978, S. 10-11.
Die Grabung im Auxiliarlager Carnuntum. MGFC, 1978, Heft 4, S. 3-9.
Vorläufiger Bericht über die Untersuchungen im Bereich der Hügel C und D der Wehranlage Stillfried. In: Forschungen in Stillfried 3, 1978, S. 51-52. (= Veröffentlichungen der Österr. Arbeitsgemeinschaft für Ur- und Frühgeschichte 10).
Petronell. FÖ 18, 1979, S. 462-463.
Die Wehranlage von Stillfried a. d. March. MGFC, 1979, Heft 4, S. 3-12 .
Carnuntum – Zivilstadt und Auxiliarkastell. ÖJh 52, 1978/1980, Grabungen 1975-1977, S. 26.
Ein neuer Grabstein aus Carnuntum. MGFC, 1980, Heft 1, S. 12-17.
Forschungsbericht Carnuntum 1980. 1. Auxiliarkastell. MGFC 1980, Heft 4, S. 12-16.
Zusammenfassender Bericht über die Grabungen im Auxiliarlager von Carnuntum 1978-1980. PAR 30, 1980, S. 34.
Petronell. FÖ 19, 1980, S. 532-537.
Zur Zeit des frühen Christentums. In: 1000 Jahre Mautern. Festschrift zur Ausstellung der Stadtgemeinde und Stadtpfarre Mautern. Mautern 1980, S. 11-15.
Stillfried. ÖJh 52, 1978/1980, Grabungen 1975-1977, S. 26.
Die Ausgrabungen in Mautern. In: Der heilige Severin in Favianis – Mautern, Zwentendorf oder Wien? Baden o.J. [1982], S. 13-19.
Carnuntum – Auxiliarkastell. ÖJh 53, 1981/1982, Grabungen 1978-1981, S. 32-33.
Die Grabungen 1981 im Auxiliarkastell von Carnuntum. MGFC, 1982, Heft 1, S. 24-35.
Petronell. FÖ 21, 1982, S. 289-290.
Untersuchungen im Auxiliarkastell. MGFC, 1983, Heft 1, S. 9-15.
Arbeitsbericht über die Erstellung eines Gesamtplanes der Zivilstadt von Carnuntum. MGFC, 1983, Heft 1, S. 31.
Vorbericht über die Neufunde im Fischteich des Tiergartens von Schloss Petronell. MGFC, 1983, Heft 3, S. 78-83.
Carnuntum/Petronell, Auxiliarkastell. ÖJh 54, 1983, Grabungen 1982, S. 45-48.
Die Untersuchungen in Carnuntum/Petronell 1983. MGFC 1984, Heft 1, S. 19-23.
Die Ausgrabungstätigkeit des „Vereins Carnuntum“. MGFC 1984, Heft 4, S. 112 (34)-124 (46).
Carnuntum/Petronell, Auxiliarkastell 1983. ÖJh 55, 1984, Grabungen 1983, S. 27-30.
Petronell / Carnuntum 1984. ÖJh 56, 1985, Grabungen 1984, S. 18-20.
Ein neuer Soldatengrabstein aus Carnuntum. In: Lebendige Altertumswissenschaft. Festschrift für Hermann Vetters. Wien, 1985, S.133-139.
Ein Amulett aus Carnuntum. Pro arte antiqua. Festschrift für Hedwig Kenner. Sonderschriften ÖAI 18/2, 1985, S. 333-334.
Ausgrabungen in Petronell/Carnuntum 1984. Carnuntum Jahrbuch (= CarnuntumJb) 1985, 1986, S. 9-18.
Das Auxiliarkastell von Carnuntum, in: Unz, Chr. (Hg.): Studien zu den Militärgrenzen Roms III. Forschungen und Berichte zur Vor- und Frühgeschichte in Baden-Württemberg 20, 1986, S. 416-420.
Mautern – Favianis. In: Kandler, M./Vetters, H. (Hg.): Der römische Limes in Österreich. Wien, 1986, 21989, S. 134-140.
Petronell – Carnuntum: Zivilstadt, Gräberfelder, Kastell. In: Kandler, M./Vetters, H. (Hg.): Der römische Limes in Österreich. 1986, 21989, S. 202-212.
Auxiliarkastell Carnuntum. CarnuntumJb 1986, 1987, S. 193-225.
Die Ausgrabungen in Petronell/Carnuntum 1985-1986. ÖJh 57, 1986/87, Grabungen, S. 32-35.
Geländebegehung im Tiergarten des Schlosses Petronell. PAR 37, 1987, S. 3-4.
Auxiliarkastell Carnuntum 1986. CarnuntumJb 1987, 1988, S. 265-269.
Auxiliarkastell Carnuntum 1987. ÖJh 58, 1988, Bbl. Grabungen 1987, S. 20-22.
Carnuntum – Auxiliarkastell. ÖJh 59, 1989, Bbl. Grabungen S. 19-21.
Das Auxiliarkastell Carnuntum (Petronell) und die Möglichkeit seiner Präsentation. CarnuntumJb 1989, 1990, S. 107-110.
Zur Wasserversorgung von Carnuntum, in: Swozilek, H./Grabher, G. (Hg.): Archäologie in Gebirgen, Festschrift E. Vonbank, Schriften des Vorarlberger Landesmuseums A 5, 1992, S. 173 -174.
Hermann Vetters †. Nachrichten GFC, 1993, Heft 2, S. 6-7.
Gem. mit Jilek, S./Kronberger, M.: Die Ausgrabungen im Auxiliarkastell von Carnuntum 1977-1988. In: Stiglitz, H. (Hg.): Das Auxiliarkastell Carnuntum 1. Forschungen 1977 – 1988. Sonderschriften ÖAI 29 (1997) S. 13-146.
Ein neues Grabsteinfragment der legio XV Apollinaris. In: Stiglitz, H. (Hg.): Das Auxiliarkastell Carnuntum 1. Forschungen 1977 – 1988. Sonderschriften ÖAI 29 (1997) S. 140-141.
Wiederbeginn und Aufstieg. Die Entwicklung des Österreichischen Archäologischen Institutes von 1945 bis in die Gegenwart. In: 100 Jahre Österreichisches Archäologisches Institut 1898 – 1998. Sonderschriften ÖAI 31, 1998, S. 61-68.
Favianis – Mautern. In: 100 Jahre Österreichisches Archäologisches Institut 1898 – 1998. Sonderschriften ÖAI 31, 1998, S. 155-157.
Zwentendorf. In: 100 Jahre Österreichisches Archäologisches Institut 1898 – 1998. Sonderschriften ÖAI 31, 1998, S.174-177.
Grabungen in Mautern. In: Ertel, Ch.: Römermuseum Favianis – St. Severin Mautern/Donau. Mautern, 1998, S. 39-43.
Fragment einer Bronzeurkunde aus Carnuntum. In: Scherrer, P./ Taeuber, H./Thür, H. (Hg.): Steine und Wege. Festschrift für Dieter Knibbe. Sonderschriften ÖAI 32, 1999, S. 383-386.
Beitrag zu alten Luftaufnahmen von Carnuntum. Mitt. Museumsverein Petronell-Carnuntum Auxiliarkastell 11, 1999, Heft 3, S. [8-12].
Fragment eines Militärdiploms der antoninischen Zeit aus Carnuntum. Zschr. f. Papyrologie u. Epigraphik 135, 2001, S. 220-224.
Das Museum und die Gesellschaft der Freunde Carnuntums. In: Humer, F. (Hg.): Marc Aurel und Carnuntum. Katalog der Sonderausstellung aus Anlass des Jubiläums „100 Jahre Archäologisches Museum Carnuntinum“. Bad Deutsch-Altenburg 2004, S. 26-27.
Gedanken zur Wasserleitung in Carnuntum. Nachrichten GFC 2007, Heft 2, S. 16-19.
Ein kleines Heiligtum im Bereich des Fischteichs innerhalb des Tiergartens von Petronell. Römisches Österreich 31, 2008, S. 161-167.
Gedenktag der Gesellschaft der Freunde Carnuntums, früher Verein Carnuntum. 60 Jahre Wiedergründung des Vereins Carnuntum. Nachrichten GFC, 2008, Heft 3, S. 3-4.
Nachruf Dr. Hertha Ladenbauer, geb. v. Orel. Nachrichten GFC, 2009, Heft 1, S. 3-5.
Zur Wasserversorgung der Zivilstadt von Carnuntum. In: Humer, F./Konecny, A. (Hg.): Römische Thermen – Forschung und Präsentation. Akten des int. Kolloquiums in der Kulturfabrik Hainburg 17.-18. September 2009. Horn, 2011, S. 101-105.

In: Franz, L. / Neumann, A. R. (Hg.), Lexikon ur- und frühgeschichtlicher Fundstätten Österreichs. Wien-Bonn 1965, S. 74-118 (Niederösterreich, römerzeitliche Fundorte).
Darin: S. 74 (Aggsbach, Albing-St.Pantaleon), S. 75 (Altlengbach, Arbesthal, Ardagger Markt, Arnsdorf, Aschbach, Au am Kracking), S. 76 Au am Leithagebirge, Baden), S. 77 (Berndorf, Biedermannsdof, Bischofstetten), S. 78 (Bruck/Leitha, Brunn/Schneebergbahn, Brunnkichen), S. 79-80 (Carnuntum), S. 80 (Ennsdorf ), S. 81 (Ernsthofen, Etsdorf, Fischamend, Fischau-Bad), S. 82 (Freundorf, Gainfarn, Gallbrunn), S. 83 (Gemeinlebarn, Gerasdorf / Steinfeld, Göttlesbrunn), S. 84 (Grimmenstein), S. 85 (Gumprechtsfelden, Guntramsdorf), S. 86 (Haag, Hainberg, Harlanden), S. 87 (Hirtenberg, Hof /Leithagebirge), S. 88 (Hollenburg, Höflein), S. 89 (Hub/Mank, Johannesberg, Karlstetten, Katzelsdorf), S. 90 (Kälberhart, Kematen), S. 91 (Klement, Klosterneuburg, Klosterneuburg-Gugging), S. 92 (Laab im Walde), S. 93 (Lassing, Lichtenwörth), S. 94 (Loosdorf,), S. 95 (Mank, Mannersdorf am Leithagebirge, Mannswörth, Margarethen am Moos), S. 96 (Maria-Anzbach, Maria Ellend, Maria Lanzendorf, Mauer/ Url, Mauerbach, Mautern/Donau), S. 97 (Melk, Michelhausen), S. 98 (Mödling), S. 99 (Murstetten, Muthmannsdorf, Neumarkt/Ybbs, Neunkirchen), S. 100 (Niederhausleiten, Niederleis, Nietzing, Oberbergern), S. 101 (Oberwölbling, Ossarn, Perwart), S. 102 (Pielach, Pöchlarn, Pottenbrunn), S. 103 (Pressbaum, Purgstall, Pyrhafeld), S. 104 (Radelberg, Rainberg, Ratzenberg-Petzenkirchen, Regelsbrunn), S. 105 (Ruprechtshofen), S. 106 (St. Leonhard/Forst, St. Pantaleon, St. Pölten, Sarling-Säusenstein, Scheiblingkirchen), S. 107 (Schollach, Schwadorf, Schwechat), S. 108 (Siegendorf, Sommerein, Staasdorf), S. 109 (Statzendorf, Stein), S. 110 (Stillfried, Stix-Neusiedl, Stollhofen, Stopfenreuth), S. 111 (Strengberg, Teufelsdorf, Traismauer), S. 112 (Tulln, Tullnerbach, Velm), S. 113 (Vösendorf, Wagram am Wagram, Wallsee, Wartmannstetten), S. 114 (Wieselburg), S. 115 (Winklarn, Winzendorf, Wolfsthal, Wöllersdorf), S. 116 (Ybbs, Zeiselmauer), S. 117 (Zwentendorf).
In: Paulys Realenzyklopädie der klassischen Altertumswissenschaft (RE) Suppl. Bd. 12, Stuttgart 1970, Sp.1575-1588 (Carnuntum).

Literatur / Quellen

Römerzeit – Mittelalter. Archäologische und kulturwissenschaftliche Beiträge.
Festschrift Herma Stiglitz. Publikationen des Museumsvereines Petronell-Carnuntum Auxiliarkastell. Petronell-Carnuntum 1996.
Zabehlicky, H.: HR Dr. Herma Stiglitz zum 90. Geburtstag. Acta Carnuntina 2/1/2012, S. 88.

BiografieautorIn:

MAnfred Kandler

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