List, Elisabeth

* 4.1.1946, St. Veit an der Glan, Ktn.
Philosophin

Studium der Philosophie, Geschichte und Soziologie in Graz, Konstanz und Berlin, Promotion 1971 an der Karl Franzens Universität Graz; Assistentin am Institut für Philosophie, Universität Graz ab 1971; 1981 Habilitation für das Gesamtgebiet der Philosophie am Institut für Philosophie Graz zum Thema „Alltagsrationalität und soziologischer Diskurs“; Dozentin für Philosophie am Institut für Philosophie in Graz ab 1981; tit. Univ.-Prof., Institut für Philosophie Graz (seit 2000).
Gastprofessuren: Bergen, Norwegen, Klagenfurt und Innsbruck.
Gastvorträge: Unter anderem: HU Berlin, Bonn, Hannover, Trient, Wien (Europäische Union), Braunschweig, Petersburg, Barcelona, Innsbruck.

Forschungsschwerpunkte: Biotechnologie; Wissenschaftstheorie und Gesellschaftstheorie; Feministische Theorie und Wissenschaftskritik; Theorien des Körpers im kulturellen Kontext; Theorien des Lebendigen; Kulturtheorie und Theorie der Kulturwissenschaften; Philosophie der Politik.

E. L. hat in Graz, damals eine Hochburg des logischen Empirismus, ihre philosophische Arbeit als Wissenschaftstheoretikerin begonnen, mit einer Dissertation zur Theorie der Geisteswissenschaften, zum Thema Erklären und Verstehen. Sie hat durch ihre Publikationen wesentlich dazu beigetragen, dass der aus Österreich stammende Sozialphilosoph Alfred Schütz, der Begründer der phänomenologischen Soziologie, der wissenschaftlichen Öffentlichkeit in Österreich bekannt wurde. Mit ihrer Habilitationsschrift – publiziert im Frankfurter Campus-Verlag unter dem Titel ‚Alltagsrationalität und soziologischer Diskurs. Erkenntnis- und wissenschaftstheoretische Implikationen der Ethnomethodologie’ (1983) – fand sie internationale Beachtung. „Im Blick auf die neuere gesellschaftstheoretische Debatte kann E. L. als ‚die’ österreichische Kennerin des Werkes von Alfred Schütz bezeichnet werden“, wie Herta Nagl-Docekal in der Laudatio für L. anlässlich der Verleihung des Wilhelm Hartel-Preises der ÖAW am 13.12.2013 würdigend hervorhob.
E. L. war und ist der Überzeugung, dass sie als Philosophin eine klare politische Position beziehen muss, um ihre Tätigkeit als Universitätslehrerin wahrnehmen zu können. Aus diesem Grund hat sie früh nach einer sozialtheoretischen Verortung ihrer eigenen Arbeit gesucht. „Ich suchte nach einer politischen Orientierung für meine Arbeit. Ich war politisch engagiert, auf der Seite der Neuen Linken, und es ergab sich mit logischer Folgerichtigkeit, dass ich mich für die Anliegen von Frauen in und außerhalb der Universität einsetzte, tätig war für die Öffnung der Universität für Frauen. Feminismus war – und ist – für mich Teil eines breiten Stroms von Emanzipationsbewegungen seit der Französischen Revolution und insofern in erster Linie ein politisches Projekt.“ („Interview“, 2010, S. 18) E. L. legt den Fokus auf problematische Verschiebungen und eventuelle Engführungen rezenter feministischer Debatten. So diagnostiziert sie eine gewisse Distanz gegenüber den klassischen Anliegen der Frauenbewegung – verursacht durch die Professionalisierung der feministischen Agenda – wie zum Beispiel Recht auf Arbeit, Anerkennung der gleichen Freiheit aller Menschen im Sinne der Möglichkeit, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. „An die Stelle der Solidarität mit Frauen in ihrem Alltag trat zuweilen der Kampf um akademische Positionen, und an die Stelle der Befreiung von Frauen von ungleichen Lasten trat eine neue Form der Identitätspolitik.“ („Interview“, 2010, S. 18) Sie ortet eine gewisse Verschiebung des Schwerpunktes weg von der Problematisierung der Asymmetrien im Verhältnis der Geschlechter, hin zu Fragen von Gender-Identity. In diesem Zusammenhang stellt sie fest. dass im Amsterdamer EU-Vertrag 1979/1999 mit dem Begriff „Gender-Mainstreaming“ operiert wird und dabei das Wort Feminismus aus dem Verkehr gezogen wird. Kritisch moniert sie, dass in Zeiten des Neoliberalismus vor allem für Frauen das Leben in ökonomischer Hinsicht unsicher geworden ist, und zwar weltweit. „So hat sich mein politisches Engagement verschoben hin zur Kritik an und zur Politik gegen Prozesse der Globalisierung auf Kosten der Armen, in Asien und in Afrika, und in den beiden Subkontinenten Amerikas. […] In solchen Zeiten muss die Forderung nach gleichen Rechten, nach Lebens-, Arbeits- und Mitbestimmungsrechten immer wieder und neu gestellt werden. Wachsam im Blick auf aktuelle Geschehnisse. Das ist die Aufgabe des Feminismus.“ („Interview“, 2010, S. 20) „Durch ihre eigenständige Verknüpfung von wissenschaftstheoretischen Fragestellungen mit sozialphilosophischen Themen schuf sich Elisabeth List die Voraussetzungen dafür, dass sie im Frankfurter Suhrkamp Verlag das Buch ‚Denkverhältnisse. Feminismus und Kritik’ (gemeinsam mit Herlinde (Pauer-) Studer) publizieren konnte. Als dieser Band 1989 erschien, gehörte er zu den ersten Büchern, die im deutschsprachigen Raum der internationalen Debatte zur Wissenschaftskritik aus feministischer Perspektive gewidmet waren. Dieser Band ist bis heute ein Standardwerk.“ (Herta Nagl-Docekal in der Laudatio).
In die philosophische Forschung, näherhin in die feministische Debatte, bringt sie zukunftsweisende Akzente ein. So moniert sie unermüdlich die Leibvergessenheit der philosophischen Positionen und fordert dazu auf, diese endlich zu beenden durch ein Neudenken des philosophischen Projektes auf dem Boden der Einsicht, dass menschliches Leben, Denken, Erfahren und Fühlen nur möglich ist im menschlichen Leib. Der Körper als das Andere der philosophischen Welt rückt für sie ins Zentrum philosophischer Arbeit. „In meinem Fall war die Aufmerksamkeit für den Leib, meinen Leib, nicht ganz freiwillig. Eine genetische Störung meines Nervensystems erlegt mir eine ganz besondere Weise des leibhaften Existierens auf. Ich bin gehbehindert. Mein letztes Buch, Ethik des Lebendigen, ist der Versuch, eine philosophische Antwort auf die Frage zu geben, was es heißt, mit einem solchen Körper, als behindert, zu leben.“ („Interview“, 2010, S. 20) Die Abhängigkeit von unserer Leiblichkeit verweist uns „auf die Kontingenzen, auf Grenzen der Verfügbarkeit, auf Grenzen des Lebens überhaupt“. („Interview“, 2010, S. 21) Hier schlägt sie auch den Bogen zur feministischen Theorie: „Aber Feminismus ist situiertes, kontextgebundenes Denken, und deshalb auch offen, über sich selbst hinaus zu denken.“ („Interview“, 2010, S. 21)
Innovative Differenzierungen bringt E. L. in die philosophische Auseinandersetzung mit den neuen Biotechnologien ein. „Die ‚Wiederkehr des Körpers’ als Thema kulturkritischer Reflexion und seine Entdeckung als Feld der Politik signalisiert einen über den Bereich der Geschlechterproblematik weit hinausgehenden Wandel von Köpertheorien, Körperbildern und Körperpraktiken in der Folge revolutionärer Entwicklungen in Medizin und Biotechnologie. Dieser Wandel ist eine Facette eines weltweiten Trends der Industrialisierung und Kommerzialisierung des Umgangs mit der Natur, und es zeichnet sich heute schon ab, dass sie zu einer tief greifenden Veränderung des sozialökologischen Gefüges der Beziehungen des Menschen untereinander, zur Natur und zu sich selbst führt.“ („Politik, Geschlecht, Lebensform“, 2010, S. 38 f)
Warum ist der menschliche Körper zum kritischen Punkt der gesamten sozialen Ökologie geworden? Um das zu verstehen, muss man den Blick auf die Zivilisationsgeschichte richten. Im Anschluss an die Periodisierung dieser Geschichte als Abfolge von Feudalismus, Kapitalismus und Sozialismus charakterisierte Max Scheler den Feudalismus als eine Form der Herrschaft über Sachen (Ressourcen) durch die Herrschaft über Menschen und den Kapitalismus als eine Form der Herrschaft über Menschen durch die Herrschaft und Kontrolle von Sachen mithilfe von Naturwissenschaft und Technik, die sich im zeitgenössischer globaler Biokapitalismus durchsetzt: Leben und Lebensformen werden zur Ware. In diesem Biokapitalismus „wird der Umgang mit der Natur ‚kybernetisch’ oder (…) ‚synthetisch’. Das heißt, Naturvorgänge werden nicht mehr nachgeahmt oder für Werkzeuge oder Maschinen nutzbar gemacht, sondern zunehmend gesteuert, Naturstoffe und schließlich elementare Formen oder Phänomene des Lebendigen synthetisch hergestellt“. („Politik, Geschlecht, Lebensform“, 2010, S. 41) Biotechnologie wird zur „zweiten Schöpfung“: Ziel der Forschung ist Simulation und Substitution des Lebendigen.
E. L. unterscheidet drei Dimensionen des Redens über den Körper: „Einmal die Ebene des technisch-biologischen Aneignungsdiskurses, dann den soziopolitischen Diskurs der Normierung von Körperbildern und Körperpraktiken und schließlich die Dimension des sich selbst leiblich erfahrenden Subjekts.“ („Politik, Geschlecht, Lebensform“, 2010, S. 42) Insofern vom Körper als Gegenstand, als empirisch von außen beobachtbares Objekt gesprochen wird – und in bestimmter Hinsicht ist dies auch legitim – spricht L. von einem technisch-biologischen Aneignungsdiskurs. Insofern die Körperpraktiken Gegenstand der Reflexion sind, spricht sie von normativ-regulativem Körperdiskurs. Einen anderen Zugang eröffnet die Perspektive des Subjekts und seiner leiblichen Erfahrungen. E. L. unterstreicht die Notwendigkeit, diese verschiedenen Körperdiskurse in ihrem Zusammenhang zu begreifen, „um die Perspektive der Selbstbestimmung und der politischen Handlungsfähigkeit angesichts der Evidenz der Omnipräsenz der performativen Zwänge und der diskursiv-symbolischen Vorgaben, die den Raum des eigenen Selbst besetzen, noch offen zu halten“. („Politik, Geschlecht, Lebensform“, 2010, S. 43) Sie problematisiert die neue technische Verfügbarkeit des menschlichen Körpers (für Frauen besonders relevant: Reproduktionstechnologien). Die Entschlüsselung des genetischen Codes wird zum „Logbuch für den Umbau des Organischen“. In diesem Zusammenhang sind die Entwicklung der Robotik, der computergesteuerten Chirurgie und die Mikrochirurgie wichtige Themen der kritischen Reflexion seitens einer Philosophie des Lebendigen. E. L. betont, dass der Umbau des Organischen (Telematik, Robotik, Entwicklung von Systemen künstlicher Intelligenz, biomedizinische Forschung) in seinem sozioökonomischen und kulturellen Kontext gesehen werden muss, „im Kontext einer technogen transformierten Industrie- und Marktgesellschaft, […] wo auch der menschliche Körper zum Gegenstand neuer Märkte und Industrien geworden ist …“. („Politik, Geschlecht, Lebensform“, 2010, S. 44)
Die freie Entscheidungsmöglichkeit ist in der heutigen Gesellschaft in Gefahr durch das Diktat der Massenmedien (Ideologie des glatten Gesichts, keine Falten, fitnessgestählter, von Designern dekorierter Körper). Hier herrscht eine Norm zur Selbstdarstellung, der sich zu entziehen für Menschen immer schwerer wird. „Der Profit der Körperindustrie korreliert mit dem Grad der kulturellen Billigung und der sozialen Anpassung und ist deshalb kein rein wirtschaftlicher Faktor, sondern auch ein Politikum.“ („Politik, Geschlecht, Lebensform“, 2010, S. 45) Kritisch bringt E. L. Fragen in den Raum: Wo bleibt hier die Freiheit des Individuums? Welche dramatischen Folgen hat diese Entwicklung für unser eigenes Leben „als lebendige, organisch-kreatürliche Wesen […], die fähig sind, Lust und Leid, Freude und Schmerz zu erleben“? („Politik, Geschlecht, Lebensform“, 2010, S. 46)
Wichtige Akzente setzt E. L. in der philosophischen Auseinandersetzung mit dem Thema „Schmerz“. 1999 organisierte sie ein Schwerpunkt-Thema in der DZPh: „Dimensionen des Schmerzes“. So monierte sie damals schon, dass das Thema Schmerz in der philosophischen Forschung nicht wirklich aufgegriffen worden ist, obwohl es für die Hauptdisziplinen des philosophischen Fächerkanons durchaus „anschlussfähig“ wäre (z. B. philosophische Anthropologie, Moral- und Rechtsphilosophie, Philosophie des Geistes). Einer systematisch entfalteten philosophischen Theorie des Körpers, die sich interdisziplinär mit aktuellen, umfangreichen Forschungsergebnissen auseinandersetzt, müsste es auch ein Anliegen sein, „die phänomenologischen und erfahrungsanalytischen Zugänge zum Phänomen des Körpers, die objekttheoretisch-naturwissenschaftlichen sowie die symbol- und kulturtheoretischen Ansätze von Körpertheorien“ zu integrieren. „Und sie dürfte nicht versäumen, diese theoretischen Einsichten schließlich auf eine ethische und politikphilosophische Reflexion von Fragen des Gebrauchs des Körpers zu beziehen. („Dimensionen des Schmerzes“, 1999, S. 760). Dies wäre im Sinne E. L.s auch der theoretische Boden einer philosophischen Annäherung zum Thema Schmerz. E. L. versucht, „einen theoretischen Rahmen zu zeichnen, in dem das Phänomen des Schmerzes in seiner philosophischen Relevanz und in seiner existentiellen Bedeutung sichtbar wird. Dabei geht es vor allem darum, die unvermeidliche Mehrdimensionalität einer angemessenen Rede vom Körper bzw. vom Schmerz zu demonstrieren.“ („Dimensionen des Schmerzes“, 1999, S. 761).
„Das Denken über das Leben in der Welt und der Gesellschaft“, so zeigt sie in ihrem Werk, ist nie zu Ende. Für eine kritische Philosophie des Lebendigen, die sie so innovativ entfaltet, stellen sich ständig neue Probleme und Dringlichkeiten. Fragen der Ökologie und nach den drohenden Gefahren aus der rücksichtslosen Vernutzung von Leben aller Spezies müssten alle intellektuellen Kräfte mobilisieren, so ihr Plädoyer. Ihr gesellschaftspolitisches Engagement zeigt sich wohl am klarsten in der Haltung der Philosophin, wenn sie sagt: „Da kann man nicht einfach zusehen und sich mit schönen Gedanken beruhigen“.

Funktionen und Organisation von Tagungen (Auswahl)

Mitorganisatorin und -initiatorin des Lehr- und Forschungsprojekts „Interdisziplinäre Frauenstudien“, Graz (1985-1989); Leiterin der Arbeitsgruppe „Theorie, Kultur und Kritik“ – Theorie der Kulturwissenschaften unter Berücksichtigung der interdisziplinären Kulturforschung am Institut für Philosophie (seit 1995); Leiterin der Arbeitsgruppe Kulturwissenschaften der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität (seit 1998); Vorstandsmitglied der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland (1999-2005); Organisation des Symposions „Kulturwissenschaften in Österreich“ (12.6.2000); Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Philosophie (2003-2007); Organisation des Symposions „Philosophie als Lebensform“, Universität Graz, Institut für Philosophie (3.11.2006 – 4.11.2006); Mitglied im Leitungsgremium der Forschungsgruppe „Disability Studies“ ,Österreich (2007); Mitgliedschaft Institut „Mensch, Ethik Wissenschaft“, Deutschland (2002-2008); Mitglied im Leitungsgremium „Interdisziplinäres Forschungszentrum für Arbeit, Technik und Kultur“, Österreich (2000-2008); Mitglied im Beirat der Koordinationsstelle für Frauen- und Geschlechterforschung Österreich (1995-2008); Organisation des Symposions „Illusion Autonomie? Ein Leitbegriff der Moderne im Disput zwischen Wissenschaft, Ethik und Politik“ (18.4.2008-19.4.2008); Peripherie(Periferi): Verein für feministische Forschung (2006); Präsidentin der Philosophischen Gesellschaft an der Universität Graz; Beirat des Technikkollegs am Interdisziplinären Kolleg für Wissenschafts- und Technikforschung; Leiterin AG Kulturwissenschaften, Österreich (ab 1999); Mitglied des Herausgeberkomitees der Zeitschrift „Schutzian Research: A Yearbook of Mundane Phenomenology and Qualitative Social Science“ (2007); Organisation der Tagung: „Zur Ontologie künstlichen Lebens“, Graz (14.12.2010); Mitarbeit am Forschungsschwerpunkt: Heterogenität und Kohäsion (2010-2011); Workshop der interdisziplinären Forschungsgruppe: „Die Heterogenität der Körper und die Kohäsion des sozialen Raumes“, Titel: „Der Körper als Medium d. Konstruktion von Normalität“ (2.12.2011); Organisatorin der internationalen Tagung „Kontingenzen des Lebendigseins. Grenzsituationen der conditio humana“ an der Universität Graz(11.11.2010-13.11.2010).
Außeruniversitär: Gründungsmitglied der EBG (Erklärung von Graz für solidarische Entwicklung, seit 30 Jahren aktiv in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit in Afrika, Mesoamerkia, Indien)
Ehrungen und Preise: Wilhelm Hartel-Preis der Österr. Akademie der Wissenschaften 2013 „in Anerkennung ihrer herausragenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Philosophie, insbesondere der Feministischen Philosophie und der Theorie des Lebendigen“, Grazer Frauenpreis für das Lebenswerk 2011, Gabriele Possaner-Preis des BMWF 2003 als „Auszeichnung der wissenschaftlichen Arbeit, die die Geschlechterforschung fördert“, Käthe-Leichter-Preis, Theodor-Körner-Preis.

Werke

Gem. mit Stelzer, H. (Hg.): Grenzen der Autonomie. Velbrück Wissenschaft, Weilerswist, 2010.
Vom Darstellen zum Herstellen. Eine Kulturgeschichte der Naturwissenschaften. Velbrück Wissenschaft, Weilerswist, 2007.
Gem. mit Fiala, E. J. (Hg.): Grundlagen der Kulturwissenschaften – Interdisziplinäre Kulturstudien. Francke, Tübingen-Basel, 2004.
(Hg.): Alfred Schütz, Relevanz und Handeln I. Konstanz, 2004.
Grenzen der Verfügbarkeit. Die Technik, das Subjekt und das Lebendige. Passagen, Wien, 2001.
Gem. mit Fiala, E. (Hg.): Leib Maschine Bild. Körperdiskurse der Moderne und der Postmoderne. Passagen, Wien, 1997.
Gem. mit (Pauer-) Studer, H. (Hg.): Denkverhältnisse. Feminismus und Kritik. Suhrkamp, Frankfurt/M., 1998.
Die Präsenz des Anderen. Theorie und Geschlechterpolitik. Suhrkamp, Frankfurt/M., 1993.
Gem. mit Pauritsch, G. / Frakele, B. (Hg.): Kinder machen. Strategien der Kontrolle weiblicher Fruchtbarkeit. Wiener Frauenverlag, Wien, 1988.
Gem. mit Srubar, I. (Hg.): Alfred Schütz. Neue Beiträge zur Rezeption seines Werks. Amsterdam, 1988.
Gem. mit Pauritsch, G. / Frakele, B.) (Hg.): Über Frauenleben, Männerwelt und Wissenschaft. Österreichische Texte zur Frauenforschung. Wien, 1987 (Grazer Projekt „Interdisziplinäre Frauenstudien 1“).
(Hg.): Armut in Österreich. Graz, 1977.

Von der Wissenschaftskritik zur Transformation des Wissen. In: Rendtdorf, B. / Riegraf, B. / Maas, C. (Hg.): 40 Jahre feministische Debatten. Weinheim, 2013.
Was heißt Leben? Biopolitik, Biotechnologie und die Frage nach dem Lebendigen. In: Behmann, M. / Frick, T. / Scheiber, U. / Wörer, S. (Hg.): Verantwortung – Anteilnahme – Dissidenz. Patriarchatskritik als Verteidigung des Lebendigen. Frankfurt/M. 2013, S. 227 ff.
Die Grenzen der Modernisierung und die Persistenz des Patriarchats. In: Malli, G. / Sackl-Sharif, S. (Hg.): Festschrift für Angelika Wetterer. Münster, 2013.
Körper, Kontingenz, Endlichkeit. Bemerkungen zu einer Philosophie der Grenze. In: Dunshirn, A. / Nemeth, E. / Unterthurner, G. (Hg.): Crossing Borders. Grenzen (über)denken. Thinking across Boundaries. Wien, 2012.
https://fedora.phaidra.univie.ac.at/fedora/get/o:128384/bdef:Content/get, S. 255-264.
Einbruch ins Selbstverständliche. Katastrophen als Kontingenzerfahrung. In: Belejung, A. (Hg.): Desaster and Relief Management – Katastrophen und ihre Bewältigung. Tübingen, 2012, S. 67-84.
Behinderung als Kontingenzerfahrung. In: Fürst, G. / Mieht, D. (Hg.): Entgrenzung des Menschseins? Paderborn-München, 2012, S. 105 ff.
Neurobiologie und Phänomenologie. Ein Versuch ihrer Synthese am Beispiel der Analyse des Selbst. In: Altner, G. / Diederich, M. et al. (Hg.): Grenzen des Erklärens. Plädoyer für verschiedene Zugangsweisen zum Erkennen. 2011.
Die Ethik und das Lebendige. Die Frage nach der Normativität des Leibes aus der Sicht einer Theorie des Lebendigen“. In: Reichhold, A. / Delholm, P. (Hg.): Normativität des Körpers. Freiburg, 1011, S. 56-72.
Nicht autonom und doch Person. Geistige Behinderung als Frage der Moralphilosophie. In: List, E. / Stelzer, H. (Hg.): Grenzen der Autonomie. Weilerswist, 2010, S. 187-214.
Interview; Politik, Geschlecht, Lebensform: Perspektiven feministischer Theorie und Praxis; Die Präsenz des Anderen: Der Ort des Weiblichen im philosophischen Diskurs. Alle in: Pena Aguado, M. I./Schmitz, B. (Hg.): Klassikerinnen des modernen Feminismus. Aachen, 2010, S. 18-75.
Optimierung des Lebens? Die Biotechnologien und die Frage nach der Verfassung des Menschlichen. In: Ahrens, J. / Biermann, M. / Töpfer, G. (Hg.): Die Diffusion des Humanen. Frankfurt, Berlin, Bern u. a. 2007, S. 91-106.
Was kann die Philosophie zur Lösung des Problems der Armut in der Weltgesellschaft beitragen? In: Holztratter, M. (Hg.): Eine vorrangige Option für die Armen im 21. Jahrhundert? Innsbruck, Wien, 2005, S. 221-233.
Eingriffe, Transformationen, Überschreitungen. Die Frage nach dem Menschen in der Biotechnologie. In: Abel, G. (Hg.): Kreativität. XX. Deutscher Kongreß für Philosophie. Berlin, 2005, S. 289-394.
Ethik und Natur. In: Moser, A. / Entenpaar, M. (Hg.), Über das Geistige in der Natur. Graz, 2005, S: 113-117.
Die gesellschaftliche Orientierung der Kulturwissenschaften. In: Straub, F. u. J., Stuttgart-Weimar, 2004, S. 34-49.
Feministische Forschung im Kontext der Kulturwissenschaften. In: List, E. /Fiala, E. (Hg.): Grundlagen der Kulturwissenschaften. Interdisziplinäre Kulturstudien, Tübingen-Basel, 2004, S. 385-400.
Behinderung als Lebensform und als soziale Barriere. In: Graumann, S. / Grüber, K. (Hg.): Ethik und Behinderung. Ein Perspektivenwechsel. Frankfurt/M., 2004, S. 36-45.
Selbstverortungen. Zur Restituierung des Subjekts in den Diskursen um den Körper. In: Barhaus, A. / Fleig, A. (Hg.): Grenzverläufer. Der Körper als Schnittstelle. München, 2002, S. 285-310.
Technikbegehren und Ökonomie. In. Steiner, T. (Hg.): Biopolitik und Körperutopien, Warum wir so verrückt nach Technik sind. Wien, 2002, S. 131-145.
Die Wiederentdeckung des Lebendigen. In: Wolf, M. (Hg.): Optimierung und Zerstörung. Intertheoretische Analysen zum menschlich Lebendigen. Innsbruck, 2000, S. 1 ff.
Reason, Gender, and the Paradox of Rationalization. In: Nagl-Docekal, H. / Klinger, C. (Hg.): Continental Philosophy in Feminist Perspective. Re-Reading the Canon in German. The Pennsylvania State University Press, University Park, 2000, 321-338.
Frauen und die Zukunft des Wissens. In: Kreisky, E. / Niederhuber, M. (Hg.): Johanna Dohnal. Eine andere Festschrift. Wien, 1999, S. 59-62.
Angst vor der Wahrheit. Umgang mit Schuld und die Folgen für die politische Kultur. In: Hey, B. / Huber, C. / Schmidlechner, K. M. (Hg.): Krieg, Geschlecht und Gewalt. Graz, 1999, S. 130-148.
Themenschwerpunkt „Dimensionen des Schmerzes“. In: DZPh 5, 1999, S. 760-762.
Schmerz – Manifestation des Lebendigen und ihre kulturellen Transformationen. In: DZPh 5, 1999, S. 763-779.
Schmerz – Selbsterfahrung als Grenzerfahrung. In. Wolf, M. / Walter, H. J. u. a. (Hg.): Körper/Schmerz. Intertheoretische Zugänge. Innsbruck 1998, S. 143-160.
Schmerz. Der somatische Signifikat im Sprechen des Körpers. In: Huber, J. / Müller, A. M. (Hg.): Die Wiederkehr des Anderen. Zürich 1996, S. 223-244.
Stichwort: Geschlechterdifferenz. In: Information Philosophie 1, 1995, S. 41-44.
Der Körper, die Schrift, die Maschine. Vom Verschwinden des Realen hinter den Zeichen. In: Ursprung, E. (Hg.): Control. Interface Mensch-Maschine. Graz, 1994, S. 75-84.
Leiblichkeit, Sozialität, Intersubjektivität. Husserls Ansatz, ein Problembestand für die phänomenologische Soziologie. In: Bäumler, A. (Hg.): Gelehrtenrepublik und Lebenswelt. Wien, 1993, S. 257-272.
Die eine Anthropologie und das andere Geschlecht. Ein Dilemma bisheriger Versuche, das Menschliche zu denken. In: Weinke, K. / Grabner-Haider, A. (Hg.): Menschenbilder im Diskurs. Orientierungen für die Zukunft. Graz, 1993, S. 37-51.
Artikel: Weiblichkeit. In: Gössmann, E. et al. (Hg.): Wörterbuch der feministischen Theologie. Gütersloh 22002, S. 570 f.
Theorieproduktion und Geschlechterpolitik. Prolegomena zu einer feministischen Theorie der Wissenschaften. In: Nagl-Docekal, H. (Hg.): Feministische Philosophie. Wiener Reihe. Themen der Philosophie, Band 4, Wien-München, 1990, S. 158-183.
Helden im Wissenschaftsspiel. Geschlechtsspezifische Implikationen des Wissenschaftsbetriebs. In: Frakele, B., List, E. / Pauritsch, G. (Hg.): Über Frauenleben, Männerwelt und Wissenschaft. Wien, 1987, S. 18-33.
Homo politicus – femina privata? Thesen zur Kritik der politischen Anthropologie. In: Conrad, J. / Konnertz, U. (Hg.): Weiblichkeit in der Moderne. Ansätze feministischer Vernunftkritik. Tübingen 1986, S. 75-290.
Abschied von der Vernunft? In: Cwienk, D. (Hg.): Verrückte Vernunft? Vorträge der 25. Steirischen Akademie. Steirischer Herbst ’84. Graz, 1984, S. 81-94.
Von Prometheus zu Frankenstein. Über mythische Elemente der modernen Wissenschaft. In: Sterz 26 (1983), S. 11-12.
Gem. mit Wodak, R.: Frau und Wissenschaft. In: Huber, J. (Hg.): Materialien zu alternativen Wissenschafts- und Forschungsansätzen. Klagenfurt, 1981, S. 70-73.
Frauen in der Wissenschaft. In. ÖZPW 9,3, 1980, S. 307-319.
Alfred Schütz. In: Conc 9, 1979 – Sonderband – S. 350-364.

Zahlreiche Rezensionen in Fachzeitschriften.

Literatur / Quellen

Umfangreichere Bibliographie siehe:www.online.unigraz.at/kfu_online/wbLDB.displayPersListe?pJahr=&pIdentNr=53402
www.uni-graz.at/elisabeth.list/site.php?show=1

BiografieautorIn:

Brigitte Buchhammer

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