Kedem Orah

geb. Katz; Physikalische Chemikerin und Membranforscherin
* 2.7.1924, Wien

O. K. studierte Chemie an der Hebräischen Universität von Jerusalem, wo sie 1949 den M. Sc. erhält; 1953 wird ihr der Ph.D. vom Weizmann-Institut für Wissenschaften, Rehovot, verliehen.
Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft war sie gezwungen 1940 nach Palästina zu emigrieren, wo sie 1947 bis 1949 Leutnant der israelischen Streitkräfte ist. Ab dem Jahr 1949 arbeitet sie unter Aharon Katzir am Department für Polymerforschung am Weizmann-Institut in Rehovot, wo sie 1953 bis 1959 Forschungsassistentin ist. Im Jahr 1963/64 geht sie als Senior Lecturer an die Harvard University School of Medicine und ab 1965 ist sie Fakultätsmitglied des Weizmann Institutes. In den Jahren 1965 bis 1970 arbeitet sie dort als Assoc. Prof., bis sie 1967/68 ein Jahr in Beer-Sheva verbringt. Dort arbeitet sie im Nuklearen Forschungszentrum und leitet Kurse am „Negev-Institut für höhere Bildung“, das ab 1973 „Ben- Gurion Universität des Negev“ heißen wird. O. K. gilt als Mitbegründerin der Universität; ab 1970 ist sie dort Professorin. Im Jahr 1973 wird ihr Mentor und Kollege Aharon Katzir bei einem Terroranschlag ermordet. Nach seinem Tod gründet O. K. das Department für Membranforschung an der Fakultät für Biochemie am Weizmann-Institut, das sie fortan leitet. Mittels ihres Lehrstuhls kann sie so Katzirs Arbeit fortführen. O. K. ist Gründerin und technische Leiterin von Membranes Products Weizmann. Die bereits emeritierte Professorin hat im Laufe ihres Lebens zahlreiche Forschungsarbeiten zu den Gebieten Polymeren, Entsalzung und zum Transport über Membrane publiziert.
1961 wird ihr der Israel Preis der Biowissenschaften und 2007 das Ehrendoktorat der Universität von Twente/Niederlande verliehen. Sie ist Trägerin des Deutschen Bundesverdienstkreuzes.

Werke

Literatur / Quellen

Blumesberger, S. / Doppelhofer, M. / Mauthe, G. (Bearb.) / Österr. Nationalbibliothek (Hg.): Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft. 18. bis 20. Jahrhundert. Saur, München, 2002.
Röder, W. / Strauss, H. A. (Hg.): Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933 (= International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933-1945). 3 Bde. München, 1980-1983.

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