Blaukopf, Herta

geb. Singer
* 3.1.1924, Wien, † 19.1.2005, Wien
Germanistin, Musikwissenschafterin und Biografin

R. H. war die Tochter von Ludwig Hof, alias Walter und Maria Hof, geb. Kastl (geb. 1843). Sie hatte 6 Geschwister und 2 Halbgeschwister (aus der 2. Ehe des Vaters).
R. H. war verheiratet mit Emil Holub, geb. 1847 in Holitz (Holice), Böhmen (heute Tschechische Republik), gest. 1902 in Wien, Arzt und Forschungsreisender, Hochzeit 2.11.1883; das Paar blieb kinderlos.

R. H. (Walter) lernte mit 16 Jahren den Arzt und Afrikaforscher Emil Holub kennen, der aus der böhmischen Stadt Holice, damals Teil der Habsburgermonarchie, stammte. Sie war die Tochter des damaligen Gebäudeinspektors der Rotunde im Wiener Prater, Ludwig Hof (alias Walter), wo im „Pavillon des Amateurs“ seit Mai 1880 ein Teil von Emil Holubs umfangreichen Sammlungen seines ersten Aufenthaltes in Südafrika gezeigt wurde. Das österreichische Handelsministerium hatte ihm für diese Schau nicht nur den ehemaligen Weltausstellungs-Palast zur Verfügung gestellt, sondern in den südwestlichen Arkaden auch eine Wohnung sowie Werkstätten für die Aufbereitung und Bearbeitung seiner Kollektionen. Hier war es, wo R. H.s Begeisterung für die Forschungen Emil Holubs geweckt wurde, hatte sie doch, wie Emil Holub (1890:6) in seinem Reisebericht festhält, „hinreichende Gelegenheit, in meine Arbeiten und Bestrebungen Einsicht zu nehmen“. Insbesondere die naturkundlichen Forschungen weckten ihr Interesse, nicht zuletzt da sie schon seit ihrer Kindheit reges Interesse dafür gezeigt hatte. Zweifellos dürfte Emil Holub selbst, doppelt so alt wie R. H. und ein selbstbewusster, stattlicher Mann, großen Eindruck auf sie gemacht haben. Er war im Oktober 1879 zwar mittellos, aber berühmt und gefeiert aus Südafrika nach Hause zurückkehrt. Nun wollte er, nachdem er bei seinen Forschungen nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt hatte, unbedingt ein zweites Mal in diese Region reisen, um eine groß angelegte und entsprechend ausgerüstete Expedition zu unternehmen und für die europäische Wissenschaft neue Erkenntnisse zu erbringen. Allerdings blieben die erhofften Mittel aus, die Habsburgermonarchie zeigte wenig Interesse, obwohl Holub in seinen zahlreichen Vorträgen und Publikationen insbesondere auf die volkswirtschaftliche Bedeutung der Afrikaforschung hinwies, etwa um österreichische Handelsinteressen zu verfolgen und Absatzmärkte zu erschließen.
Die Hochzeit zwischen der 18-jährigen R. H. und Emil Holub fand am 2. November 1883 in der Johanneskirche in der Praterstraße in Wien statt. Nur etwas mehr als zwei Wochen danach, am 18. November 1883, brach das Ehepaar mit sechs weiteren Begleitern nach Südafrika auf, allesamt ehemalige Soldaten der k. u. k. Armee, von Emil Holub akribisch ausgewählt und für das Unternehmen entsprechend geschult. Teil der Gruppe war auch das Tswana-Mädchen Bella, das Holub bei seinem ersten Aufenthalt aufgenommen hatte und das er nun zurückbringen wollte. Es hatte zuletzt im Haushalt der Familie Hof gelebt und war nun in Diensten von R. H. Bei der Abreise nach Hamburg, wo die Reisegesellschaft sich nach Kapstadt einschiffen wollte, fanden sich, wie Emil Holub in seinem Buch notiert, am Wiener Nordwestbahnhof „hunderte von Freunden und Gönnern“ ein, um sie zu verabschieden.
Der ursprüngliche, äußerst spektakuläre Plan, ausgehend von Kapstadt den gesamten Kontinent, von Süd nach Nord, zu durchqueren, war bereits vorab aufgrund der geänderten politischen Umstände aufgegeben worden: der Mahdi-Aufstand machte die Route durch den Sudan weiter nach Ägypten unmöglich. Das neue Vorhaben bestand darin, die Region nördlich des Sambesi, im heutigen Sambia, zu erforschen und weiter zum Bangweolo-See vorzustoßen. Holub wollte Gebiete erkunden, die damals den EuropäerInnen noch weitgehend unbekannt waren, ebenso sollten genaue Informationen über die dort lebenden Gesellschaften gesammelt werden. Dabei bewegten ihn jedoch nicht nur rein wissenschaftliche Ambitionen, er verfolgte explizit kolonialpolitische Interessen im Sinne Österreichs – ohne allerdings bei Vertretern der Habsburgermonarchie ernsthafte Unterstützung gefunden zu haben. Ein zentrales Ziel bestand darin, die Regionen des südlichen Afrika für österreichische Kaufleute und SiedlerInnen zu erschließen. In Kapstadt organisiert Emil Holub eine Ausstellung, die Anfang April 1884 stattfand, um die mitgebrachten österreichischen Produkte zu bewerben, wofür er die Unterstützung des österreichisch-ungarischen Exportvereins erhalten hatte.
Die gesamte Unternehmung stand allerdings von Anbeginn unter schlechten Vorzeichen, die politischen Rahmenbedingungen hatten sich seit Emil Holubs erstem Aufenthalt massiv verändert, der Scramble for Africa, der Wettlauf der Kolonialmächte um Afrika, hatte mittlerweile eingesetzt, die erhoffte Unterstützung der BritInnen, die darüber hinaus zunehmend in Konflikt mit den BurInnen gerieten, blieb aus. Erst Monate nach dem Eintreffen in Südafrika konnte die Expedition Richtung Norden in Angriff genommen werden. Die Route führte durch die Kapkolonie, den Oranje-Freistaat und Transvaal an den Limpopo und nach Schoschong, heute eine Stadt in Botswana. Die Bedingungen wurden immer schwieriger, sämtliche männliche Expeditionsteilnehmer erkrankten an Malaria, R. H. litt einige Wochen an Ruhr, es herrschte Dürre, mehrmals verendeten einige der wichtigen Zugochsen, die Geldmittel schwanden dahin. Dennoch wurden mit Feuereifer Untersuchungen, Forschungen und Aufsammlungen betrieben. Im Sambesi-Gebiet starben schließlich zwei der österreichischen Reiseteilnehmer an Malaria, ein weiterer wurde schwer erkrankt mit den bisherigen Kollektionen zurückgeschickt. Auch hier hatten sich die regionalen Machtverhältnisse zuungunsten der Expedition verändert, deshalb waren kaum noch zuverlässige Träger zu finden, immer wieder wurden Teile der Ausrüstung und Proviant gestohlen. Ein lokaler Machthaber warnte zwar dringend vor der Weiterreise, dennoch erfolgt die Überquerung des Sambesi. Südwestlich der heutigen Stadt Lusaka in Sambia wurde schließlich Anfang August 1886 das Lager der Expedition von Angehörigen der Ile (bei Holub Maschukulumbe) angegriffen und geplündert, ein weiterer weißer Reiseteilnehmer fand den Tod. Es konnten noch einige der wertvollen Tagebücher sowie Ausrüstungsgegenstände aus dem Camp gerettet werden, bevor unter unsäglichen Entbehrungen die Flucht zurück Richtung Süden angetreten wurde. Völlig erschöpft, krank, zerlumpt und ohne finanzielle Mittel trafen die überlebenden ExpeditionsteilnehmerInnen Ende August 1886 in Regionen ein, wo EuropäerInnen lebten, nun fühlten sie sich den schlimmsten Gefahren entronnen. Auf der Flucht erlitt auch R. H. schwere Fieberanfälle, sie erkrankte schließlich lebensbedrohlich an Fieber, erholte sich aber wieder. Anfang Februar 1887 erreichte die Gruppe überglücklich wieder Schoschong, im Juli schließlich Kapstadt. Auf der gesamten Rückreise wurden, trotz der äußerst schwierigen Bedingungen, weitere umfangreiche Sammlungen angelegt. Mit Spendengeldern aus Wien konnten nicht nur die Schulden und entstandenen Kosten beglichen werden, diese ermöglichten bereits Ende August 1887 die Heimreise.
Der Empfang, vorbereitet vom Holub-Komitee, für R. und Emil Holub in Österreich war überwältigend, die Tagespresse berichtete euphorisch von der nahen Ankunft, die Nordwestbahn schickte einen „Salon-Aussichtswagen“ bis an die österreichische Grenze. Bei ihrer Rückkehr nach Wien am 16. September 1887 werden sie von einer riesigen Menschenmenge und zahlreichen Honoratioren und Angehörigen der gehobenen Gesellschaft empfangen und gefeiert. Das Ehepaar Holub erhielt auch eine längere Privataudienz bei Kaiser Franz Joseph, der das Unternehmen immer wieder mit höheren Beträgen aus seiner Privatschatulle unterstützt hatte. Die beiden bezogen neuerlich die Wohnung in der Rotunde. Emil Holub verfasste in der Folge diverse Publikationen sowie eine Reiseberschreibung, bearbeitete die Sammlungen und bemühte sich wieder, eine große Ausstellung zu organisieren. Die Schau wurde schließlich Mitte Mai 1891 wiederum in der Rotunde eröffnet, Emil Holub hatte sie durch hunderte Vorträge und literarische Arbeiten zwischen 1887 und 1891 selbst finanziert, denn auch diesmal zeigten die offiziellen Stellen der Monarchie kein Interesse daran und unterstützten ihn nicht, nur die Stadt Wien hatte einen Zuschuss gewährt. So wie beim ersten Mal blieben von der spektakulären „Südafrikanischen Ausstellung“, die in der Folge auch in Prag gezeigt wurde, nur Schulden.
Die Expedition hatte zwar nicht das gesteckte Ziel neuer geographischer „Entdeckungen“ erreicht, im Hinblick auf die Sammeltätigkeit war sie jedoch äußerst erfolgreich. Es handelte sich um die größte Kollektion, die bis dahin aus Afrika mitgebracht worden war. R. H. hatte sich daran intensiv beteiligt und dabei täglich ein gewaltiges Arbeitspensum erfüllt. So lobte Emil Holub im Anschluss an die Reise ihren wichtigen Beitrag insbesondere bei der Präparierung der Objekte. „Sie bildete sich“, wie er ausführt, „zu dem besten Taxidermisten für die kleinsten Vogelbälge heran, machte die Messungen an den Säugethieren, bevor diese abgezogen wurden und beschäftigte sich mit Vorliebe mit dem Fange der kleinsten Lepidopterenarten, namentlich den mottenartigen“ (Holub 1890:6). Sammlungsgegenstände, die vermutlich von R. H. stammen, sind noch heute im Naturhistorischen Museum in Wien zu finden. Zwar hatte bezüglich ihrer Teilnahme an der Expedition große Skepsis geherrscht, doch trug sie wesentlich zu deren Gelingen bei, war insbesondere eine wichtige moralische Stütze für die übrigen Teilnehmer. So betonte ihr Ehemann in seinem Reisebericht, dass sie sich durch die zahlreichen Probleme nicht unterkriegen habe lassen, „im Gegentheile, sie war es, die uns Männer oft wieder durch ein ernstes oder scherzendes Wort aufrichtete“ (ebd.). Auf der Tour nördlich des Sambesi bewährte sie sich insbesondere als „Proviantkäuferin“ und übernahm schließlich diese Aufgabe vollständig. Auch Franz Steindachner, der damalige Direktor der zoologischen Abteilung des k. k. naturhistorischen Hofmuseums in Wien, nannte 1894 einen von ihm beschriebenen Fisch zu Ehren R. H.s „Labeo Rosae“, in Anerkennung ihrer Leistungen während der gemeinsam mit ihrem Ehemann unternommenen Expedition, von der das Exemplar stammte, war er doch überzeugt, dass sie „wesentlich zu dem Erfolge derselben beitrug“ (Steindachner 1894:16). Kaiser Franz Joseph verlieh ihr für ihre Leistungen das Goldene Verdienstkreuz mit der Krone.
Als Emil Holub schließlich, nach längerem schwerem Leiden, am 21. Februar 1902 im 55. Lebensjahr an den Folgen seiner Malaria-Erkrankung starb, blieb R. H. mittellos zurück. Der Nachlass ihres Ehemannes enthielt kaum Wertvolles. Noch zu Lebzeiten hatte er, wie nach seinem ersten Südafrika-Aufenthalt, den Großteil seiner Sammlungen verschenkt, diesmal an Hunderte von Museen und Schulen in der gesamten Donaumonarchie sowie im Ausland, ein lukratives Kaufangebot aus den USA hatte er abgelehnt. Trotz des finanziellen Desasters seiner „Südafrikanischen Ausstellung“ hatte er hohe Ämter, die ihm laut Medienberichten angeboten worden waren, abgelehnt, wollte er doch neuerlich eine große Afrika-Expedition in Angriff nehmen, und dies, obwohl sein Gesundheitszustand zuletzt immer bedenklicher wurde. Den gemeinsamen Lebensunterhalt hatte er, immer unterstützt von R. H., durch seine Vortrags- und Publikationstätigkeit bestritten. Anfang November 1894 begleitete sie ihn auch zu einer Vortragsreise nach Nordamerika. Das lebenslange Ehrengehalt von 5.000 Kronen jährlich, das der Kaiser aufgrund der schweren Erkrankung des Forschungsreisenden schließlich für ihn ausgesetzt hatte, kam nur in zwei Raten, Anfang 1902, zur Auszahlung.
Nach dem Tod ihres Mannes gewährte Kaiser Franz Joseph R. H. eine weitere Audienz. Auf dessen Veranlassung wurde ihr daraufhin, mit Erlass des Ministers für Kultus und Unterricht vom 14. Juni 1902, ein „Gnadengehalt“ von jährlich 2.400 Kronen „auf die Dauer des Witwenstandes oder bis zur sonstigen Versorgung“ zuerkannt (Weltmuseum Wien, Schriftarchiv). Sie blieb noch einige Jahre in der Rotunde wohnen, bis 1910 die „Erste Internationale Jagd-Ausstellung“ zu Ehren des 80. Geburtstages des Kaisers dort gezeigt wurde, dann musste sie ihre Wohnung räumen. Bei einer neuerlichen kaiserlichen Audienz erbat sie deshalb zu ihrer Pension einen Wohnungszuschuss. Im selben Jahr zog sie in ein Biedermeierhaus in der Wattmanngasse 8 im 13. Wiener Gemeindebezirk, wo sie zuletzt mit ihrer ebenfalls verwitweten Schwester Anna Rain wohnte. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie verschlechterte sich R. H.s Situation ein weiteres Mal. Sie war ab 1918, aufgrund ihrer Ehe, Staatsbürgerin der Tschechoslowakei, die somit für die Auszahlung ihrer Pension zuständig gewesen wäre. Wie einem Schreiben des Generalkonsulats der Tschechoslowakischen Republik in Wien vom 20.7.1923 zu entnehmen ist, wurde ihr diesbezügliches Gesuch jedoch zunächst abgelehnt. Als sie sich schließlich schriftlich bereit erklärte, eine Schenkung auf den Todesfall zugunsten des Prager Náprstek-Museums zu errichten, erklärt sich die tschechoslowakische Regierung bereit, ihre eine Gnadenpension zu gewähren. Allerdings behielt sich R. H. vor, eine „kleine Gruppe von zoologischen und ethnographischen Objekten“ dem „Kulturhistorische[n] Museum in Chicago“ zuzuerkennen, als Dank für die Unterstützung, die sie in den Jahren 1920 und 1921 von den „amerikanischen Freunden“ ihres Mannes erhielt, der allein sie „in dieser schweren Zeit die Möglichkeit einer würdigen Existenz verdanke“ (NHM Wien, Archiv für Wissenschaftsgeschichte, Korrespondenz Rosa Holub). Im Dezember 1948 wurde ihr schließlich die dauernde Aufenthaltsbewilligung in Österreich erteilt (WStLA, Meldezettel).
Bis ins hohe Alter konnte R. H. von ihrem Ruf als unerschrockene Begleiterin ihres Mannes ins nahezu unerforschte Innere des südlichen Afrika zehren, auch wenn sie selbst, außer einem kurzen Artikel in der Wiener Mode im Jahr 1888, keine Publikationen über ihre Erlebnisse während der Expedition verfasste. Zu diversen Jubiläen und Gedenktagen erschienen in der Presse kürzere oder längere Berichte, gerne wird dabei auf ihre spektakuläre „Hochzeitsreise in den afrikanischen Busch“ angespielt, und auch die Stadt Wien erinnerte in ihren Publikationen regelmäßig an die Geburtstage R. H.s. Schließlich erschien 1953 über ihre große Afrikareise und ihr Leben davor ein Jugendbuch, verfasst von Marga Frank und Christa Seidler. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben sah R. H. bis zuletzt darin, die Erinnerung ihres Mannes hochzuhalten und sein „Lebenswerk“ bekannt zu machen. Sie stellte wiederholt Dokumente und Objekte aus ihrem Besitz für Ausstellungen zur Verfügung, und die oben erwähnte Schenkung an das Náprstek-Museum in Prag war an die Bedingung geknüpft, dass die noch in ihrem Besitz befindlichen Einrichtungsgegenstände und Erinnerungsstücke dazu verwendet würden, ein „Dr. Emil Holub-Zimmer“ einzurichten (NHM, Archiv für Wissenschaftsgeschichte, Korrespondenz R. H.). Schließlich vermachte sie diese Gegenstände der Geburtsstadt ihres Mannes, der Stadt Holice in Böhmen, im heutigen Tschechien (Vermächtniserrichtung, 8.11.1948, beiliegend der Verlassenschaftsabhandlung). Im Herbst 1947 wurde sie hierher eingeladen, um an den Feierlichkeiten zu Ehren des 100. Geburtstages ihres Mannes teilzunehmen. Dabei durfte sie sein Denkmal enthüllen, das noch heute vor dem Afrika-Museum steht, in dem sich auch die Emil-Holub-Gedenkstätte befindet, wo heute tatsächlich die Nachbildung des Arbeitszimmers ihres Mannes zu sehen ist. Auch zu anderen Veranstaltungen zu Ehren ihres verstorbenen Mannes wurde R. H. eingeladen, im Februar 1952 nahm sie an der Eröffnung der Gedächtnisausstellung teil, die anlässlich des 50. Todestages Emil Holubs im Museum für Völkerkunde (heute Weltmuseum) in Wien zu sehen war.
R. H. stirbt am 28. September 1958 in ihrer Wohnung in der Wattmanngasse, beerdigt wird sie am Wiener Zentralfriedhof im Ehrengrab ihres Mannes, den sie um mehr als vier Jahrzehnte überlebte. Das Grabdenkmal zeigt sie, zu Füßen der Büste des Afrikaforschers, die auf einer marmornen Stele hoch über ihr thront, in tiefer Trauer gebeugt sitzend, auf dem Schoß ein aufgeschlagenes Notizbuch, die rechte Hand ruht auf einer Weltkugel und weist auf das Zentrum Afrikas.

Werke

Frauenleben bei den südafrikanischen Schwarzen. In: Wiener Mode, 1. Jg. 1888, Nr. 1, S. 33.

Literatur / Quellen

Quellen

Africké muzuem Dr. Emila Holuba (Afrika-Museum Emil-Holub-Gedenkstätte), Holice, Tschechische Republik.
Naturhistorisches Museum Wien, Sammelobjekte, Archiv für Wissenschaftsgeschichte (Teilnachlass Emil Holub, Korrespondenz Rosa Holub).
Náprstek-Museum, Prag (Náprstkovo muzeum Praha, Nachlass Emil Holub)
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Österreichisches Biographisches Lexikon und biographische Dokumentation.
Österreichische Nationalbibliothek Wien, Handschriftensammlung (Briefe Emil Holub), Bildarchiv.
Weltmuseum Wien (vormals Museum für Völkerkunde), Sammelobjekte, Schriftarchiv (Emil Holub)
Wienbibliothek im Rathaus (vormals Wiener Stadt- und Landesbibliothek), Zeitungsindex, Tagblatt-Archiv, Observer (Sammlung Zeitungsausschnitte); Handschriftensammlung, Partensammlung.
Wiener Stadt- und Landesarchiv, Biographische Sammlung und Dokumentation, Meldedaten, Verlassenschaftsabhandlung.

Literatur, biographische Hinweise (Auswahl)

Das Leichenbegängniß Dr. Holubs. Wien, 24. Februar. In: Neue Freie Presse, Morgenblatt, 25.2.1902, S. 7-8.
Frank, M. / Seidler, Ch.: „Ich komme mit nach Afrika …“. Ein Buch für junge Menschen, 2. unveränderte Auflage, Herder, Wien, 1956.
G.O.: Eine Wienerin, die erste Weiße im Sambesital. Die Frau des berühmten Afrikaforscher Dr. Holub feierte 85. Geburtstag. In: Wiener Kurier, 16.5.1950, S. 2.
Grabdenkmal für Dr. Holub (Kunstnachrichten). In: Wiener Bauindustriezeitung, 21. Jg., 1903/04, S. 80.
Gröger, B.: Röschen trinkt Butschuala. In: Wiener Zeitung, 13.11.1949, Nr. 265, S. 4.
Hamann, G. F.: Emil Holub – zwischen Forschergeist und kolonialem Zweck. Diplomarbeit, Univ. Wien, 1999.
Hamann, G. F.: Emil Holub. Der selbsternannte Vertreter Österreich-Ungarns im Südlichen Afrika. In: Sauer, W. (Hg.): k.u.k. kolonial. Habsburgermonarchie und europäische Herrschaft in Afrika, Böhlau, Wien, Köln,Weimar, 2002, S. 163-193, 331-335.
Hamann, G.: Holub, Emil. In: Neue Deutsche Biographie, Bd. 9, 1972, S. 563-564 [Onlinefassung unter: http://www.deutsche-biographie.de/pnd119262339.html]
Hochzeitsreise in den Busch. Aus den Erinnerungen der Afrikaforscherin Rosa Holub – Als Dr. Emil Holub noch lebte. In: Wiener Tageszeitung, 5.10.1947, S. 5.
Holub-Gedächtnisausstellung. In: Wiener Zeitung, 24.2.1952, S. 6.
I.O.: Afrikaforscherin ohne Furcht. Die 90jährige Frau Rosa Holub erzählt von ihren Abenteuern. In: Arbeiter-Zeitung, 11.5.1955, S. 5.
Kirschner, Th.: Die eckige Welt. Zum 160. Geburtstag des Afrikaforschers Emil Holub. Quelle: Tschechischer Rundfunk 7, Radio Prag (Radio Praha), 13.10.2007, URL: http://www.radio.cz/de/artikel/96437 (Zugriff 5.5.2014).
Klinenberger, L.: Ein österreichischer Forschungsreisender. Dr. Emil Holub (Zum 30. Todestag am 21. Februar). In: Radio Wien, 1931/32, Heft 21, 18.2.1932, S. 16-17.
Kohl, I.: Emil Holub. In: Dies.: Österreichische Forschungsreisende vom Vormärz bis zum 1. Weltkrieg. Bilder, Biographien, bibliographische Informationen, Wien, 1994, S. 58-61.
Riedl- Dorn, Ch.: Österreichische naturforschende Reisende im südlichen Afrika. In: Eisenhofer, St. (Hg.): Spuren des Regenbogens – Kunst und Leben im südlichen Afrika (Ausstellungskatalog), Stuttgart, 2001, S. 436 -492.
Riedl-Dorn, Ch.: Emil Holub. In: Seipel, W. (Hg.): Die Entdeckung der Welt. Die Welt der Entdeckungen. Österreichische Forscher, Sammler, Abenteurer. Ausstellungskatalog des Kunsthistorischen Museums, Wien, 2001, S. 309-312, Katalogteil S. 313-317.
Riz, G.: Leben und Werk des Afrikaforschers Emil Holub (1847 – 1902), Dipl.arbeit, Univ. Wien, 1985.
Rosa Holub feierte heute ihren 85. Geburtstag. In: Neues Österreich, 9.5.1950, S. 4.
Steindachner, F.: Ichthyologische Beiträge (XVII.) Aus den Sitzungsberichten der kaiserl. Akademie der Wissenschaften in Wien. Mathem.-naturwiss. Classe, Bd. CIII, Abt. I., Juni 1894, S. 15-17.

BiografieautorIn:

Gabriele Habinger

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