Daninger Hilda Anna; Komponistin und Organistin
Geb. Wien, 13.3.1884
Gest. Wien, 17.5.1963
Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Adolf Daninger (1843-1933), Hofrat im Kriegsministerium; Mutter: Karoline, geb. Mayerhofer (*1859); Schwester: Gabriele (*1886).
Ausbildungen: Volks- und Mittelschule, Studium am Konservatorium d. Ges. der Musikfreunde (Klavier, Orgel, Harmonielehre, Kontrapunkt und Komposition). 1904 Staatsprüfung für Klavier, 1909 Staatsprüfung für Orgel, besuchte als außerordentliche Hörerin Vorlesungen über Musiktheorie an der Philosophischen Fakultät in Wien.
Laufbahn: Schuf zahlreiche Orgelwerke. Die stärkste Aufführungsdichte erreichten ihre Werke in der ersten Hälfte der 1930er Jahre Noch 1936 reiht sie die Deutsche Presse – in der Annahme, mit dem Werk eines männlichen Komponisten konfrontiert zu sein − unter die erfolgreichsten Autoren der „neuen Orgelliteratur“. 1934/35 übernahm der Musikverlag August Böhme & Sohn erstmalig einige ihrer Werke zur Publikation. H. D. war bereits in jungen Jahren musikpädagogisch tätig und weitete die Lehrtätigkeit zur Absicherung ihrer materiellen Existenz zunehmend aus. Sie erteilte – vorzugsweise in Vorbereitung auf die Staatsprüfung – Unterricht in Klavier, Orgel und Musiktheorie.
Ausz.: 1960 Verleihung des Titels „Professor“.
L.: Marx/Haas 2001